In der Presseschau stellen wir wöchentlich aktuelle Artikel deutschsprachiger Zeitungen zu Themen der Architektur und Stadtplanung zusammen.

Ein gefördertes Leitprojekt der Initiative StadtBauKultur
des Landes NRW und der Stadt Köln.

Süddeutsche Zeitung, 18.11.2018

Wer bestimmt über das Aussehen der Stadt?

Ein Hingucker wäre es geworden, so viel ist sicher: ein 44 Meter hohes Büro- und Geschäftsgebäude an der Ecke Ridlerstraße/Mittlerer Ring. Der Clou: Die Architektur sollte aussehen, als wären Kisten aufeinander gestapelt und zueinander verdreht. So stellte es der Planer Fabian Ochs im Februar in der Stadtgestaltungskommission vor, die den Stadtrat bei besonderen Bauprojekten berät. Aber wäre das nun ein gelungener Hingucker? Oder ein misslungenes Experiment?
Süddeutsche Zeitung, 18.11.2018

Fehlanreize und Mitnahmeeffekte

In Deutschland fehlen etwa eine Million Wohnungen. Die Bundesregierung will deshalb nicht nur den sozialen Wohnungsbau ankurbeln und Familien mit dem Baukindergeld beim Bau oder Kauf von eigenen vier Wänden unterstützen. Union und SPD wollen Investoren auch mit einer steuerlichen Sonderförderung dazu ermutigen, mehr Wohnungen zu errichten.
Süddeutsche Zeitung, 18.11.2018

Billig ist nicht

Die Kommunen sollen günstige Mietwohnungen errichten, lautet eine Forderung. Unterföhring will das, doch das wird wegen steigender Baukosten immer schwieriger. Jetzt prüft die Gemeinde, ob sich die Standards senken lassen
ksta, 17.11.2018

Archäologische Zone - Kölns wertvollster Sandkasten verschwindet

In der ersten Dezemberwoche beginnt ein Bauprojekt der Superlative in Köln. Denn in der archäologischen Zone in direkter Nachbarschaft zum Historischen Rathaus, über der das „MiQua“ genannte neue Jüdische Museum entsteht, sollen die Bodendenkmäler wieder freigelegt werden, die zwischen Oktober 2014 und Oktober 2015 zum Schutz vor äußeren Einflüssen während der Betonierarbeiten für die Bodenplatte von Kölns neuem Museum verfüllt worden waren.
Stern, 15.11.2018

Pergamonmuseum: Götter im Dornröschenschlaf

Am 17. November öffnet das lang erwartete Ausweichquartier für das Pergamonmuseum. Aber was ist eigentlich mit der Sanierung des Stammhauses? Die Deutsche Presse-Agentur konnte die Baustelle exklusiv besichtigen.
StadtBauKultur NRW, 14.11.2018

Ländliche Räume – Das Land lebt doch

Der „ländliche Raum“ ist streng genommen eine Raumkategorie, die nach dem deutschen Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) in ländliche Kreise höherer Dichte und ländliche Kreise geringerer Dichte unterteilt wird und den verstädterten Räumen sowie den Agglomerationsräumen gegenübersteht. In den letzten Jahren wurde viel über die Attraktivität vom ländlichen Raum diskutiert: Während ländliche Räume sich leeren, herrscht in Städten die Wohnungsnot, so die verkürzte Sicht auf ein vielschichtiges Problem.
Berliner Morgenpost, 13.11.2018

Werkbundstadt in Charlottenburg: Das Scheitern einer Idee

Modern, zukunftsweisend, sozial und ökologisch: Die Ansprüche an die Werkbundstadt waren stets hoch. Auf der 2,8 Hektar großen Industriebrache zwischen der Quedlinburger Straße und dem Charlottenburger Spreeufer, auf dem derzeit noch alte Öltanks verrosten, sollen 32 Häuser mit insgesamt 1100 Wohnungen entstehen. Allerdings ohne den Werkbund, der bislang als Beirat am Projekt beteiligt war.
Stadt Köln, 12.11.2018

Wie wohnt Köln?

"Wohnen in Köln" ist der letzte von vier Themenberichten, die einen Überblick zu ausgewählten Fragestellungen aus der "Leben in Köln"-Umfrage aus dem Jahr 2016 geben. In der repräsentativen Umfrage des Amtes für Stadtentwicklung und Statistik wurde eine Vielzahl von Fragen zu verschiedenen Bereichen städtischen Lebens gestellt.
BauNetz, 12.11.2018

Le Corbusier lässt grüßen - Schule in Hongkong von Henning Larsen

Beim Anblick der neuen French International School in Hongkong, entworfen von Henning Larsen Architects (Kopenhagen/Hongkong), kann man sich der Assoziation zu Le Corbusier kaum erwehren – der Umgang mit Farbe, der Einsatz von charakteristischen Brise Soleils und die massiven Stützen, auf denen der Frontbaukörper ruht, lassen klare Bezüge erkennen.
StadtBauKultur NRW, 12.11.2018

Orte der Gemeinschaft: Eröffnung von Sozialen Zentren im Ruhrgebiet

Leerstehende Ladenlokale, alte Kneipen oder Gewerberäume: Im Ruhrgebiet werden viele dieser Orte mit viel Engagement umgebaut und eröffnen als nachbarschaftliche Treffpunkte oder Soziale Zentren. In den letzten Jahren nahm die Anzahl solcher offenen Treffpunkte zu. Die Betreiber wollen sich für ein nachbarschaftliches Miteinander, einen Austausch und gemeinschaftliches kulturelles Leben einsetzen.
Deutschlandfunk Kultur, 12.11.2018

Die Melodie der Konsumarchitektur

US-Teenager erleben in Shopping Malls erstmals Freiheit von der Überwachung durch die Eltern. Viele andere verbinden mit ihnen nur Konsum und Kälte. Gemeinsam mit Elektromusikern schuf die Kulturjournalistin Katja Eichinger nun die Musik zur Mall: „Junkspace“.
Berliner Zeitung, 09.11.2018

Gentrifizierung in Berlin - Viele kleine Initiativen machen Druck an der Basis

Wer wissen will, warum ein Bebauungsplan eine mächtige Waffe gegen die soziale Verdrängung sein kann, sollte Theresa Keilhacker fragen. Die Architektin beschäftigt sich schon lange mit den Themen nachhaltige Stadtentwicklung, Planen und Bauen. Sie gehört zu einer Gruppe von Fachleuten, die sich mit einem neuen Crowdsourcing-Projekt „Wem gehört Berlin“ an die Berliner Mieter wenden: Auf der Website wollen sie Geschichten einzelner Immobilien sammeln und den Markt durchleuchten.
Berner Zeitung, 09.11.2018

Wenn Google Quartiere wie die Linken baut

Der Vorschlag klingt, als hätten alternative Zürcher Genossenschafter eine Viertelstunde lang Brainstorming gemacht. Die Aufgabe: Entwirf ein neues Stadtviertel. Die Lösung: Viel Platz für Fussgänger, breite Velowege, selbstfahrende Busse. Autos? Braucht keiner. Dank schönen Pärken sollen die Menschen viel Zeit draussen verbringen, miteinander, ohne Konsumzwang. Die Häuser bestehen aus Holz, die Mieten bleiben zahlbar.
ksta, 09.11.2018

Explodierende Preise in Köln - Politiker wollen Mieter in Sülz schützen

Dreifensterhäuschen säumen schmale Straßen, ehemalige Fabrikgebäude stehen in Hinterhöfen. Noch ist das Flair des Viertels geprägt von seinem ehemaligen Dasein als Arbeiterwohnstätte. Doch hinter den eher schlichten Altbaufassaden leben heute oft Menschen zu hochherrschaftlichen Preisen. Sülz gehört mittlerweile zu den teuersten Vierteln der Stadt.
Deutschlandfunk, 08.11.2018

Sanieren mit Hürden, Wohnen mit Charme

Kaum zu glauben: In den 1960er- und 70er-Jahren war es vielen Menschen in Deutschland regelrecht peinlich, in einem alten Haus zu wohnen. Inzwischen gelten Altbauwohnungen wieder als schick – und historische Stuckdecken als Verkaufsargument für Immobilienmakler.