All Scales

JSWD stellen ein Büdchen in die Architektur Galerie Berlin

Das Portfolio von JSWD reicht von der Konzernzentrale bis zum Einfamilienhaus, vom Schulbau bis zum Hochhaus, von der Stadtreparatur bis zur denkmalverträglichen Umnutzung. Das Ziel ist jeweils die passgenaue Lösung, ob für 3 Menschen oder für 3.000. Die Ausstellung All Scales thematisiert die unterschiedliche Körnung im Œuvre von JSWD und die damit verbundene Frage, welchen Grad an Vielfalt ein Architekturbüro dieser Größe heutzutage bearbeiten kann und muss, um im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Gestaltung erfolgreich zu sein.

Hier steckt Architektur drin, Mini-Modelle in den Candyboxen, Postkarten mit Motiven der Projekte, Bücher des Büros und Zeitschriften mit Veröffentlichungen und eine Menge Gespächsstoff. © Foto JSWD Architekten

Das konsequente Ausloten dieser Pole veranschaulicht der Kiosk, den JSWD als experimentellen Bildträger in der Galerie platziert. Er stellt die gängige Architekturkommunikation in Frage und generiert einen niedrigschwelligen Zugang zu Bauten und Projekten, indem er Formate wie Postkarten, Zeitungen, Aushänge, Plakate, Souvenirs sowie Ess- und Trinkbares anbietet. Die Kombination des nicht nur in Köln systemrelevanten „Büdchens“ mit komplexen Fachinformationen verwandelt die Galerie in eine temporäre Kulisse des Informellen und Populären, die den größtmöglichen Kontrast zum White Cube sucht. Nicht zuletzt würdigt die Installation einen unverzichtbaren Baustein des Urbanen.

Nach Ablauf der Ausstellung wird das Büdchen einen festen Platz in der neuen Berliner Dependance des Büros bekommen.

Eröffnung am 3. September 2021 mit Peter Cachola-Schmal (DAM) und zahlreichen weiteren, auch zufälligen Gästen. © Foto Till Budde
Eröffnungsabend, alles ist Architektur © Foto Till Budde

JSWD All Scales 4.9. – 9.10. 2021

Architektur Galerie Berlin

Karl-Marx-Allee 96
10243 Berlin

Dienstag – Freitag 14 – 19 Uhr
Samstag 12 – 18 Uhr
sowie nach Vereinbarung
Eintritt frei

JSWD wurde 2000 von Jürgen Steffens, Olaf Drehsen und den Brüdern Konstantin und Frederik Jaspert in Köln gegründet. Zu ihren wichtigsten Projekten zählen der Thyssenkrupp Campus in Essen (2014), das Haus der Europäischen Geschichte in Brüssel (2017) und das Neue Kesselhaus in Gelsenkirchen (2018).

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