An der Wurzel des Stammes Jesse - Krypta in St. Johannes XXIII von Josef Rikus und Hans Buchmann 1969. Foto © Uta Winterhager

Archipedes bietet jetzt Kirchenführungen an

In einer Umfrage zur Häufigkeit des Besuchs einer Kirche gaben rund ein Drittel der Befragten an, nie in die Kirche zu gehen. Nur rund 5 Prozent gehen einmal in der Woche oder häufiger. Ob sie dort einen Gottesdienst besuchen oder nur einen Moment der Stille wurde nicht erfragt.

Kirchen sind besondere Orte, und noch gibt es viele davon. Alle müssen sich Gedanken um ihre Zukunft machen, die Gemeinde schrumpft, die Ansprüche ändern sich und nicht selten muss für ein verwaistes Gotteshaus eine neue Funktion gefunden werden.

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Kostbares aus Einfachem – Fenster im ehemaligen Klostertrakt der Klinikkirche St. Johannes der Täufer, Gottfried Böhm 1958-66. Foto © Uta Winterhager

 

In Köln gibt es unzählige Sakralbauten jeder Konfession und jeder Religion, Alte und Weltbekannte, Neue und Ausgezeichnete und eine außergewöhnlich große Zahl moderner und außergewöhnlicher Bauten, deren Architekten in den 20er oder 60er Jahren oder in der letzten Dekade Mut und besondere baukünstlerisches Talent bewiesen haben. Diese Tradition mögen Dominikus und Gottfried Böhm, Rudolf und Maria Schwarz mit begründet haben, so dass wir uns heute noch an einem reichen Kirchenschatz freuen können, der in ihrem Sinne stets erweitert und weitergedacht wurde.

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Gottesburg oder Weinberg – Christi Auferstehung in Melaten, Gottfried Böhm 1963-70. Foto © Uta Winterhager

 

Seit diesem Sommer bieten wir mit Archipedes nun auch Kirchenführungen an. Die Fülle der Bilder, die uns auf diesen Touren durch unsere Stadt begegnen, ist enorm, ob Gottesburg, Himmelszelt oder Höhle, die Ansätze sind grundverschieden, ihre Wirkung schließlich doch eine ähnliche. Wir versuchen das Konstruktive zu erläutern, auch wenn größte Anstrengungen unternommen wurden, den Kräfteverlauf zu verschleiern und das fehlende Wissen mit Glauben zu ersetzen. Immer wieder ist es das Licht, das manchmal nur spärlich, manchmal überraschend hell, aber nie ohne Maß und Ziel eingesetzt wurde. Und es erscheint uns als eine Besonderheit des Kirchenbaus, dass das Handwerkliche damals wie heute hier eine so große Rolle spielt.

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Im Innern doch so hell – St. Mechtern in Ehrenfeld von Rudolf und Maria Schwarz 1954. Foto © Uta Winterhager

 

Es gibt viel zu entdecken und wir reden gerne mit Ihnen darüber, auch weil wir Rudolf Schwarzs These „Backstein ist sakraler als Beton“ bis heute weder eindeutig bestätigt oder widerlegt haben.

 

Melden Sie sich gerne bei uns, Termine sowie Aufbau, Themenschwerpunkte und Umfang der Führungen passen wir Ihren Interessen individuell an.

Uta Winterhager

 

Archipedes ist Mitglied im internationalen Netzwerk Guiding Architects

 

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