Luftbild des Planungsgebietes (copyright: Stadt Köln)

Diskussion im Blog über den Güterbahnhof Ehrenfeld

Das Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Ehrenfeld im Zwickel von Vogelsanger Straße, Maarweg und der Bahnstecke Richtung Aachen ist eine der letzten Konversionsflächen der Kölner Innenstadt. Eigentümerin ist die Aurelis, die dort seit 2003 sukzessive Grundstücke gekauft hat. Zuletzt erwarb sie im Herbst 2013 die Kleingartenanlage entlang des Maarwegs.

 

Ehrenfeld weiter bauten

Doch trotz seiner zentralen Lage mitten in Ehrenfeld ist das 7,2 ha große Grundstück eine harte Nuss. Die Aurelis hatte zahlreiche Untersuchungen und Gutachten in Auftrag gegeben (u. a. zu Lärmwerten/Lärmschutzanlage, Standortuntersuchungen Gewerbe und Erschließungsmöglichkeiten), deren Ergebnisse im September 2013 in einem Workshop unter dem Leitgedankten “Ehrenfeld weiter bauten” untersucht wurden. Großer Konsens aller Beteiligten, darunter Politik und Verwaltung, sowie Anwohner und Zwischennutzer, herrschte darüber, hier ein gemischt genutztes Quartier – ein Drittel Gewerbe, ein Drittel Wohnen mit einem hohen Anteil an Grünflächen und öffentlichem Raum – zu entwickeln. Doch insbesondere die Lärmbelästigung durch die 600 m lange Bahntrasse und den angrenzenden Schrottverwertungsbetrieb wurden als Problem für die zukünftige Nutzung des Gebiets benannt. So wurde unter anderem vorgeschlagen, eine 11 m hohen Lärmschutzwand entlang der Bahn zu errichten, durch die eine teilweise Wohnnutzung des Geländes möglich gemacht wird.

Nachdem der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Köln am 6. Februar 2014 die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Areal beschlossen hatte, lobte die Entwicklungsgesellschaft Aurelis Real Estate ein kooperatives Gutachterverfahren aus, zu dem vier Teams aus Stadtplanern und Landschaftsplanern eingeladen wurden.

Die Jury unter Vorsitz von Kunibert Wachten empfahl nach der Schlusspräsentantion am 15. Mai 2014 einstimmig die Beiträge von d.n.a.Trint + Kreuder mit Lill + Sparla (beide Köln) und Carsten Lorenzen mit Brecht ApS (beide Kopenhagen) zur weiteren Bearbeitung. Bis Herbst 2014 sollen die beiden Preisträger nun einen gemeinsames Konzept vorlegen.

Für viele Bürger war es eine große Beruhigung zu erfahren, dass der Wettbewerb Möglichkeiten aufgezeigt hat sowohl die Kleingartenanlage wie auch die alte Güterhalle zu erhalten und als besondere Merkmale des neuen Stadtteils auszuarbeiten.

 

trintkreuderlillsparla_Lageplan

Wettbewerbsbeitrag von d.n.a.Trint + Kreuder mit Lill + Sparla

 

Lageplan-Lorenzen

Wettbewerbsbeitrag von Carsten Lorenzen mit Brecht ApS

 

 

Für die weitere Bearbeitung wird das Gelände in zwei Bereiche geteilt, d.n.a.Trint + Kreuder mit Lill + Sparla werden sich mit dem östlichen befassen, Carsten Lorenzen mit Brecht ApS mit dem westlichen. Im Herbst soll das Ergebnis in einer öffentlichen Bürgerveranstaltung vorgestellt werden.

Partizipation online

Alle Informationen, die den Ort und das Verfahren betreffen, sowie die vier Beiträge des Gutachterverfahrens, hat die Aurelis auf einer homepage zusammengestellt und wird die Entwicklung auch weiterhin dokumentieren. Hier bietet sie ein einem Blog auch die Möglichkeit Fragen zur Entwicklung des neuen Stadtquartierts zu stellen und zu diskutieren.

 

Uta Winterhager

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