In einer Gemeinschaftsaktion bilden rund 700 Menschen die Anfangsbuchstaben der Bildungslandschaft Altstadt Nord. Foto: HauptwegNebenwege

Startschuss zur Umgestaltung der Bildungslandschaft Altstadt Nord

Wie viele Menschen braucht man, um ein schulisches Pilotprojekt auf die Beine zu stellen? Im Falle der Bildungslandschaft Altstadt-Nord BAN waren es sehr viele: denn neben den Architekten aus Köln und Holland, den Mitarbeiter der Stadt Köln und den Montag Stiftungen waren auch die Lehrer und rund 700 Schülerinnen und Schüler aus den Schulen und Jugendeinrichtungen rund um den Klingelpützpark aktiv daran beteiligt.

Sie alle hatten sich auf dem Schulhof der Grundschule Gereonswall, einem der zukünftigen Baufelder, zu einem Fototermin verabredet um dieses besondere Kölner Schulprojekt mit einer Auftaktveranstaltung und dem daraus resultierenden Foto zu starten.

Mitte 2013 konnte der Kölner Architekt Gernot Schulz einen europaweit ausgeschriebenen, zweistufigen Wettbewerb für die Bildungsgebäude in der nördlichen Altstadt für sich entscheiden. Ausgangpunkt seines Entwurfs waren Überlegungen, in welcher geometrischen Form sich die vorgegebene Clusteridee von „Einheit in der Vielfalt“ am besten abbilden lässt. Ein starres, orthogonales Architekturkonzept wurde verworfen, geeigneter schien das Fünfeck, das vielgestaltige Raum-, Blick- und Wegebeziehungen zwischen den Gebäuden im neuen Bildungsareal ermöglicht.

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Projektskizze der Idee, Foto: Barbara Schlei

 

Das Fünfeck ist nun auch die geometrische Ausgangsform des Luftbildes, in ihm bilden Schüler und Erwachsene die Buchstaben BAN nach und verdeutlichen in dieser Gemeinschaftsaktion den Grundgedanken des Projektes im doppelten Sinne. Jetzt haben alle Akteure ein gemeinsames Bild im Kopf und sicher bald auch die erste Baustelle vor der Tür, denn mit den Baumaßnahme für den innerstädtischer Campus soll 2015 begonnen werden.

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Am Anfang dieses fröhlichen Fotos stand Schwerstarbeit, aus 25 Metern Höhe dirigierte Thomas Hebler (Agentur HauptwegNebenwege) rund 700 Schüler mit dem Megafon auf die richtige Position. Foto: Barbara Schlei

 

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Lernen im Verbund

2006 nahm das Projekt BAN offiziell seinen Lauf, seitdem wird darum gerungen, werden Pläne geschmiedet und geändert – nun kommt das Modell der pädagogisch vernetzten Schulen, Jugendeinrichtungen und Kita in Fahrt. Sieben eigenständige Bildungs- und Jugendeinrichtungen, die nicht nur geografisch, sondern auch unter pädagogischen Gesichtspunkten eng miteinanderverknüpft sind – das ist die Idee hinter der Bildungslandschaft Altstadt Nord. Ausgehend von dringenden Raumproblemen bei den meisten der Bildungseinrichtungen rund um den Klingelpützpark entstand diese Projektidee; einen Bildungsverbund für „Nachhaltiges Lernen“ zu gründen. Gemeinsam mit der Stadt Köln und den Montag Stiftungen wurde ein modellhaftes Kooperationsprojekt entwickelt, dessen zentrales Anliegen es ist, die Bildungschancen aller Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen, die diese Einrichtungen besuchen, zu verbessern. Erreicht werden soll dies über die Entwicklung und Gestaltung eines Verbundes, sowohl im pädagogischen wie baulichen Sinn.

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Fünfeckige Baukörper ermöglichen vielgestaltige Visualisierung des Siegerentwurfs: Raum-, Blick- und Wegebeziehungen im neuen Bildungsareal. Abbildung: gernot schulz: architektur GmbH und TOPOTEK 1

 

Projektiert sind Um- und Neubauten mit einem Bauvolumen von circa 22 Millionen Euro für fünf der insgesamt sieben Einrichtungen der Bildungslandschaft, nämlich Grundschule, Kindertagesstätte, Realschule, Studienhaus sowie Mensa- und Werkstatthaus. Für das Hansa Gymnasium findet ein Vergabeverfahren ohne Wettbewerb statt. 2018 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Partizipation braucht Zeit, das bedeutet aber vor allem einen erhöhten Zeitaufwand in der Kommunikation und Einbindung Aller am Projekt Beteiligten. Dafür war das Fotoshooting sicherlich ein erster sinnvoller Schritt.

 

Barbara Schlei

 

Weitere Informationen zum Projekt finden sich auf der Projektseite BAN

Verantwortlich für das Modellprojekt:

Die Gesamtprojektleitung liegt beim Amt für Schulentwicklung der Stadt Köln. Die Pädagogische Begleitung leisten die Montag Stiftungen für Jugend und Gesellschaft und Urbane Räume. Bauherr ist die Gebäudewirtschaft der Stadt Köln.

 

 

 

 

 

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