© Municipality of Medellín (Alcadía de Medellín)

Das BDA Montagsgespräch beleuchtet Räume musealer Intention und stadtgesellschaftlicher Entwicklung

Das Museumsquartier Köln befindet sich in einem massiven Transformationsprozess. Während neue Institutionen wie beispielsweise das MiQua – LVR -Jüdisches Museum im Archäologischen Quartier Köln in unmittelbarer Nachbarschaft zum Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud zumindest mittelfristig die Fertigstellung eines neuen Kultur-Hotspots erwarten lässt, sind mit Realisierung des Großprojekts Historische Mitte zwei weitere bedeutende Museen (Römisch Germanisches Museum und Kölnisches Stadtmuseum) gezwungen in Form eines Provisoriums auf längere Zeit in Schattenlage zu residieren. Die kulturelle Identität einer Stadt spiegelt immer auch die Reichhaltigkeit der Kulturproduktion ihrer Bürger und Institutionen wieder. Insbesondere Museen verhandeln vornehmlich Dingwelten aller Art, in ständiger Reflektion und Aktualisierung.

Begrifflichkeiten wie Kollaboration, Partizipation sind allzeit präsent und wollen einen Bezug zur Lebenswelt der Besucher herstellen. Gelingt dies, können nicht nur Besucherzahlen gesteigert werden. Vielmehr kann das Museum als Institution in unterschiedlichste Gesellschaftsgruppen hinein-wirken und Bindungen erzeugen. Immer häufiger wird damit das Museum als Schnittstelle zwischen Kulturinstitution und Stadtgesellschaft diskutiert und hinterfragt. In Konsequenz werden neue Anforderungen an die Bildungs-einrichtung Museum gestellt. Diese ziehen weitreichende Veränderungen innerhalb des Systems Museum nach sich und erfordern meist neue Standards für den ausgebauten Ort.

Das BDA Montagsgespräch möchte den Blick auf die Umwelt-Beziehung des Museums lenken und notwendige Vorarbeiten beleuchten, damit Orte aktiver Teilhabe der Besucher*Innen entstehen können und die Institution Museum sich weiter der Stadtgesellschaft öffnet.

Welche Maßnahmen begleiten die umwälzenden Prozesse, die mit den Kultur-Neubauten in Köln einhergehen, um frühzeitig eine hohe integrative Akzeptanz für die neuen Häuser bei den Bürgern und Besuchern der Stadt zu erreichen?

– Welche betrieblichen und baulichen Intentionen sind Museumsneu- und Umbauten frühzeitig einzuschreiben, so dass Plattformen entstehen, die dem Publikum innovativen Raum für Diskurs und Auseinandersetzung geben?

– Wie kann die Schnittstelle zwischen öffentlichem Raum und Museum jenseits städte-baulicher Betrachtungen aussehen?

Mit welcher Ansprache reagieren Museen auf die zunehmende Pluralisierung der Bevölkerung und der damit verbundenen kulturellen Interessen um ihr Angebot einem diversen Publikum zu öffnen? 

Der Museumsstandort Köln bietet die Chance mit Innovationskraft Neues zu wagen, das Prinzip Museum im urbanen Kontext zu hinterfragen und für mehr Bürger*Innen einen Ort hoher kultureller Identität zu schaffen – ein exemplarischer Diskurs.

Diesem Themenkomplex will der Abend mit kurzen Impulsvorträgen und anschließender Diskussion beleuchten.
 

Begrüßung und Einführung

  • Ingo Plato, Vorstand BDA Köln

Impulsvorträge

  • Susanne Laugwitz-Aulbach, Kulturdezernentin der Stadt Köln
  • Nanette Jacomijn Snoep, Direktorin Rautenstrauch-Joest-Museum, Köln
  • Prof. Dr. Christian Haak, stv. Generaldirektorin Staatliche Museen zu Berlin
  • Fidel Peugeot, Walking Chair Design Studio, Wien

Anschließend Diskussion

Gesprächsleitung

  • Ingo Plato, Vorstand BDA Köln

 

28. Oktober 2019, 19:30 bis 21:30 Uhr
Karl-Rahner-Akademie
Jabachstr. 8
50676 Köln / Nähe Neumarkt

red/bs

 

Artikel teilen

Ihre Meinung zählt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.