Exponat der Jahresausstellung "playing by heart": Roni Horn „When The How and The What Are The Same“. Foto: Uta Winterhager

Zum Abschluss der Jahresausstellung „playing by heart“ in Kolumba

Kolumba, das Kunstmuseum des Erzbistums Köln, zeigt zum Abschluss seiner Jahresausstellung playing by heart (noch bis 24. August 2015 zu sehen) eine performative Komposition des Kölner Künstlers Manos Tsangaris. An drei Abenden wird das Musiktheater Love & Diversity von dem aus Thessaloniki stammenden Ensemble dissonArt aufgeführt. Es geht darin um Partnersuche, die Kontaktaufnahme in der Stadt und eine Kommunikation, der die Wirklichkeit entgleitet. „Es gibt eigentümliche Situationen, in die man im städtischen Leben geraten kann, zumal, wenn man sich auf besondere Verabredungen einlässt. In unserem Fall ist zunächst nur bekannt, dass die Angelegenheit in einer Kaffeebar beginnt … und das ist erst einmal nichts Besonderes, oder? Seien Sie versichert: die Risiken und Nebenwirkungen sind begrenzt und der Nährwert könnte gegen unendlich gehen.“ (Manos Tsangaris)
Ensemble DissonArt, Thessaloniki
Flöte Jannis Anissegos
Klarinette Alexandros Stavridis
Toy-Piano Lenio Liatsou
Violine Theodoros Patsalidis
Viola Maria Pache (Gast)
Violoncello Vassilis Saitis
Kontrabass Yiannis Chatzis
Schauspielerin Nicola Gründel
Komposition, Inszenierung Manos Tsangaris
Ein Auftragswerk der Ernst von Siemens Musikstiftung für das Ensemble dissonArt (Thessaloniki).
Unterstützt durch die Kunststiftung NRW.

 

Am 13., 14., 15. August 2015
Einlass jeweils zwischen 19:00 und 20:00 Uhr
Beginn: Espresso Perfetto, Kolumbastraße 8, 50667 Köln
Dauer: individuell und variabel, mindestens 35 Minuten
Jeder Besucher erlebt das komplette Stück, unabhängig vom Zeitpunkt des Einlasses.

Kartenreservierung ab 30.07.2015: kolumbaticket@erzbistum-koeln.de
Eintritt: 10,00 Euro, ermäßigt 8,00 Euro

 

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Diese Veranstaltung wird gefördert durch das Onassis Cultural Centre, Athen.
Kolumba versteht sich als ein offenes Labor unterschiedlicher Kunstformen und -disziplinen, in dem zu spezifischen Themenstellungen geforscht und nachgedacht werden kann. Neben Jahresausstellungen der eigenen Sammlung und künstlerischen Interventionen werden Konzerte, Theateraufführungen, Lesungen, Vorträge und Gespräche produziert, die das Museum zu einem Ort offener Suchbewegungen und präziser Erkundungen machen.
Manos Tsangaris (*1956), Komponist, Trommler und Installationskünstler, zählt zu den bedeutendsten Vertretern des neuen Musiktheaters. Seine Werke finden international Beachtung und wurden u.a. auf zahlreichen renommierten Festivals aufgeführt. 2009 wurde er zum Professor für Komposition an die Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden berufen, im selben Jahr zum Mitglied der Akademie der Künste Berlin gewählt (2011 zum Direktor der Sektion Musik). Seit 2010 ist er Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste. Seit Oktober 2012 ist Tsangaris designierter künstlerischer Leiter der Münchener Biennale für Neues Musiktheater ab 2016 (zusammen mit Daniel Ott). Er gründete im Jahr 2011 das „Internationale Institut für Kunstermittlung“ (www.iike.de) und widmete sich Forschungen auf dem Gebiet der szenischen Anthropologie. Seit den 1970er Jahren hat Manos Tsangaris immer wieder innerhalb unterschiedlicher künstlerischer Formate die Bedingungen der Aufführung zum wesentlichen Gegenstand von Komposition gemacht. Mehr zu Manos Tsangaris.
Das Ensemble dissonArt wurde 2005 in Thessaloniki gegründet. In seinen Programmen widmet sich das Ensemble sowohl etablierten Komponisten von zeitgenössischer Musik wie auch solchen der aufstrebenden jüngeren Generation. Einen besonderen Schwerpunkt seiner Arbeit bildet die Musik Griechenlands. Innerhalb interdisziplinärer Arbeiten (u.a. in den Bereichen Tanz und Video-Art) kollaboriert das Ensemble mit verschiedensten Künstlern. Es leitet pädagogische Projekte und hält Kompositions- und Performance-Workshops. Gemeinsam mit dem Staatsorchester von Thessaloniki schreibt es zweijährlich einen Wettbewerb für junge Komponisten aus. Enge Zusammenarbeit verbindet es mit den Komponisten George Aperghis, Beat Furrer und Manos Tsangaris. Auftritte außerhalb Griechenlands führten es u.a. zu den Internationalen Ferienkursen Darmstadt, nach Köln, Innsbruck, Linz und Mailand.
Nicola Gründel wurde in Berlin geboren. Nach einem Klavierstudium am Conservatoire National de Région de Paris und bei Bruno Rigutto in Paris setzte sie dieses am Mozarteum in Salzburg fort und schloss es 1997 mit einem Diplom (Konzertfach) ab. Gleichzeitig erhielt sie eine Schauspielausbildung am Schauspielhaus Salzburg. Engagements als Schauspielerin führten sie u. a. zum Bayerischen Staatsschauspiel München, an das Schauspiel Frankfurt (wo sie auch als Tänzerin und Performerin mit Wanda Golonka arbeitete), an die Schaubühne am Lehniner Platz und die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin, an das Staatsschauspiel Dresden und das Schauspielhaus Graz. Kontinuierliche Zusammenarbeit verbindet sie mit dem Ensemble Modern und dem Asko/Schönberg-Ensemble. Am Schauspiel Köln war sie in den letzten beiden Spielzeiten regelmäßig in tragenden Rollen zu sehen.

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