Deko für Verkehrsinseln - Künstler Wolf Vostell stellte sich die Parkplatzblockade mit seiner Skulptur aus dem Jahr 1969 sicherlich anders vor © Rheinisches Bildarchiv

Ein Opel Kapitän eingegossen in Beton - Videoinstallation zu Ehren von Wolf Vostell im Museum Ludwig
Ankündigung – Videoinstallation von Uschi Huber und Boris Sieverts
im Foyer des Museum Ludwig.
Sektempfang an Standorten im Stadtraum
Samstag, 26. Januar 10 bis 18 Uhr
Kapitel 1: Deplatzierung
Vor 50 Jahren – im Oktober 1969 – betonierte Wolf Vostell seinen Opel Kapitän – bei laufendem Radio – auf zwei Parkplätzen in der Domstraße ein (vor der Galerie Intermedia) . Schon nach kurzer Zeit musste die Skulptur weichen – die explizite Vernichtung von Parkraum wollte das Ordnungsamt nicht hinnehmen. Seitdem wandert der Betonklotz durch die Stadt, mal tatsächlich und mal in Gedanken, denn spätestens, seit er auf dem Mittelstreifen des Hohenzollernrings zwar prominent, aber weitgehend störungsfrei platziert ist, gibt es zahlreiche Stimmen, die ihn gerne wieder auf tatsächlichen Parkplätzen sehen würden (und einige wenige, die ihn am liebsten ganz los wären).  Ruhender Verkehr ist wohl eine der prägnantesten und präzisesten Skulpturen im Kölner öffentlichen Raum und 50 Jahre später haben die Fragen, die sie aufwirft, an Virulenz nicht ab- sondern buchstäblich zugenommen – so entspricht z.B. das Volumen, das der Opel Kapitän mit seinem massiven Betonmantel einnimmt, dem so mancher SUVs unserer Tage ohne Betonhülle. Das StadtLabor feiert  das Jubiläum von Ruhender Verkehr. Als Auftakt wird, in Kooperation mit dem Museum Ludwig, eine Video-Installation von Uschi Huber und Boris Sieverts im Foyer des Museums präsentiert, zu der zeitgleich eine Serie von Interventionen im Stadtraum stattfindet. Huber und Sieverts haben sich dafür, gemeinsam mit Erik Göngrich, durch die im Museum lagernden Archivakten von Ruhender Verkehr gearbeitet. Am Samstag, den 26.1. werden einige der Standorte, die im Laufe der Jahre für Ruhender Verkehr im Gespräch waren, für die Skulptur freigehalten und mit einer Liveschaltung ins Museum übertragen. Aufzeichnungen zeigen zudem eine Lesung der Archivakten sowie Interviews mit Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen der Parkraumüberwachung.
DATUM:  SAMSTAG, 26.1.2019
Monitorinstallation ’Deplatzierung’ im Museum Ludwig
Während der Öffnungszeiten des Museum Ludwig von 10h – 18h
Standorte im Stadtraum
zu den angegebenen Uhrzeiten findet am 26.1. vor Ort ein Sektempfang statt
10h Domstraße ggü. Nr. 811
11h Bischofsgartenstr. vor Hotel Mondial
12h Richartzstr. ggü. Nr. 12
13h Gereonstr. ggü. Nr. 5-11 (Börsenplatz)
14h Hohenzollernring vor Nr. 47
15h Cäcilienkloster
16h Gremberger Baggerloch, Schwarzer Weg östlich der A559  
17h Parkhaus Ringkarree, Im Klapperhof 49, 2. UG 

Stadtlabor ist ein von der Stadt Köln initiiertes und gefördertes Projekt für Kunst im öffentlichen Raum.  Der räumliche Fokus des Projekts ist dabei jedes Jahr unterschiedlich und liegt 2018/19 auf den Kölner Ringen.    

https://stadtlabor2018.com/
http://stadtlabor-koeln.de/?p=87

red – ng

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