Der KAP gehört zu den ältesten deutschen Architekturpreisen und wurde in diesem Jahr zum achten Mal vergeben.

Der diesjährige Kölner Architekturpreis hat erfreuliche Spuren hinterlassen: 76 Arbeiten wurden eingereicht und haben bereits in einem ersten Informationsrundgang den Juroren das hohe Niveau der Kölner Architektur gezeigt.

Der KAP gehört zu den ältesten deutschen Architekturpreisen und wird für vorbildliche Bauwerke, Gebäudegruppen und städtebauliche Anlagen in Köln und Umgebung vergeben. Er soll die Qualität gebauter Beispiele veranschaulichen, in das öffentliche Blickfeld rücken und bewusst Vorbilder schaffen. Die Träger des KAP sind der Kölnische Kunstverein, der BDA Bund Deutscher Architekten Köln, der Deutsche Werkbund NW sowie das Architektur Forum Rheinland.

Der Preis wurde durch ein unabhängiges, international besetztes Preisgericht vergeben.

Eine erste Vorentscheidung mussten die Juroren bereits anhand der eingereichten Tafeln treffen, etwa ein Drittel der Projekte wurde schließlich vor Ort besichtigt. 14 Werke wurden von der Jury als preiswürdig empfunden. Auffällig ist, dass fast kein Projekt von der “öffentlichen Hand” eingereicht und prämiert wurde. Dagegen stellen mehr als die Hälfte der Preise Wohnbauten dar. Umso erstaunlicher ist, dass der Soziale Wohnungsbau in der Körnerstraße (Architekten GATERMANN + SCHOSSIG und Partner) vom Amt für Stadterneuerung beauftragt wurde, ein Projekt, dass der Stadt Köln Mut machen sollte, in dieser Hinsicht aktiver zu werden.

Auffällig sind auch die Arbeiten der Architekten Brandlhuber & Kniess + Partner, die dem Betrachter einiges Verständnis abverlangen. Das Büro sucht neue Wege in der Architektur und benutzt Materialien, die bisher in der konventionellen Architektur keine Rolle spielten.

Auch die Freie Waldorfschule (Architekten plus + Bauplanung GmbH) hat die Jurorengemüter erregt und die Diskussion um die Konventionen in der Architektur entfacht. “Schließlich fiel es uns doch leicht, das Werk zu prämieren, da nicht nur die Leistung der Architekten/innen, sondern auch gleichermaßen der verantwortungsvolle Part der Bauherren/innen gewürdigt werden soll, ” heißt es von Seiten der Jury.

Ausstellung:

Rheinauhafen, Halle 11,

(Einfahrt: Bayenstr. 2, 50678 Köln)

22. bis 29. September 2000,

Täglich 13.00 bis 21.00 Uhr

Preisverleihung:

23. September 2000, 18.00 Uhr, Rheinauhafen, Halle 11

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