Dankwart Guratzsch und Rob Krier lesen aus "die Nützlichen Künste" und „Atlante di storia dell’urbanistica“ von Mario Morinis © UAA

EX LIBRIS mit Dankwart Guratzsch und Rob Krier im UAA

Mario Morinis enzyklopädisch angelegter „Atlante di storia dell’urbanistica“ von 1963 und den Katalog „Die Nützlichen Künste“, der 1981 eine umfangreiche Ausstellung zum 125-jährigen Jubiläum des Vereins Deutscher Ingenieure in Berlin begleitete, haben sich die beiden Gäste, Dankwart Guratzsch und Rob Krier, für die EX LIBRIS Veranstaltung am 8. November ausgesucht. In der Reihe des UAA, die bereits seit 2011 in loser Folge besteht, wählen sich Architektengäste aus der einzigartigen Ungers-Bibliothek ihr „Lieblingsbuch“ aus und stellen es dem Publikum vor.

 


In einer weiteren Ausgabe der Veranstaltungsreihe Ex Libris werden ausgewählte Bücher aus der bedeutenden architekturwissenschaftlichen Bibliothek von O.M. Ungers vorgestellt. Das UAA erwartet den luxemburgischen Architekten, Stadtplaner und Bildhauer Rob Krier (*1938) sowie den Journalisten und Architekturkritiker Dankwart Guratzsch (*1939). Die Relevanz des jeweiligen Titels, heute und zur Zeit seiner Entstehung, wurde ebenso reflektiert wie die Bezüge zum eigenen Werk und zu den Architekturdiskursen der Gegenwart.

Nach einem Architekturstudium an der TU München war Rob Krier u.a. als freier Mitarbeiter bei O.M. Ungers und Frei Otto tätig. 1976 gründete er ein Architekturbüro in Wien, das er 1993 nach Berlin verlegte und bis 2010 in Partnerschaft mit Christoph Kohl weiterführte. Lehraufträge führten ihn u.a. nach Stuttgart und Lausanne sowie 1986 an die Yale University, USA. Krier erlangte mit seiner 1975 erschienenen Schrift „Stadtraum“ internationale Bekanntheit und zählt zu den einflussreichsten Stimmen im Diskurs über den modernen Urbanismus. Dem Thema Stadtraum widmet er sich auch im UAA, wo er Mario Morinis enzyklopädisch angelegten „Atlante di storia dell’urbanistica“ (1963) vorstellt.

Dankwart Guratzsch spezialisierte sich nach einem Studium der Geschichte und Germanistik in Marburg, München und Hamburg seit Mitte der 1970er Jahre als Feuilletonredakteur der „Welt“ auf die damals noch nicht etablierten Kritikersparten Architektur und Städtebau. Seither engagiert sich der gebürtige Dresdener immer wieder für einen behutsamen Umgang mit dem architektonischen Erbe und eine traditionsbewusste Stadtplanung. Für seine architekturkritischen Beiträge erhielt Guratzsch diverse Auszeichnungen, darunter 1976 und 1980 den „Deutschen Preis für Denkmalschutz“. Guratzsch wird sich mit dem Katalog „Die Nützlichen Künste“ befassen, der 1981 eine umfangreiche Ausstellung zum 125-jährigen Jubiläum des Vereins Deutscher Ingenieure in Berlin begleitete.

 

Die Veranstaltung findet am Mittwoch, den 08. November 2017, um 19 Uhr im UAA, Belvederestraße 60, in Köln statt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, bitten wir um Anmeldung per E-Mail oder Fax. Der Kostenbeitrag beträgt 10 EUR, für Studenten 5 EUR. Für Mitglieder des Freundeskreises ist der Eintritt kostenfrei. Die Ex Libris-Veranstaltung wird für Mitglieder der AKNW als Fortbildung mit zwei Unterrichtsstunden anerkannt.

 

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