Dem Architektenhimmel so nah

Mit dem ‚ArchiHeli‘ über und über Köln

Es war einer der Höhepunkte der Aktionswoche „Kuck mal Köln!“ – und das gleich im doppelten Sinne: denn die Gäste im „ArchiHeli“ hatten mit Sicherheit den höchsten und damit auch außergewöhnlichsten Ausblick auf die Stadt. „ArchiHeli – abgehobene Diskussionen im Luftraum über Köln“ – ist die konsequente Fortführung des erfolgreichen „ArchiTaxi“-Projekts von koelnarchitektur.de. Als Pilotprojekt gestartet landete das Projekt mit großem Erfolg.

Das zugrunde liegende Konzept war dabei wieder einmal so einfach wie wirkungsvoll: Begleitet von fachkundigen und schwindelfreien Architekten (es führten: Kaspar Kraemer, Jürgen Steffens, Stefan Zeltwanger und der Stadthistoriker und Journalist Martin Stankowski) wurden kleine Gästegruppen zu einer Architekturführung aus der Luft auf einen halbstündigen Rundflug über Köln geschickt, um „über und über Köln“ zu fliegen, zu staunen und zu sprechen. Zunächst traf man sich jedoch am Stadtmodell im Spanischen Bau, wo es vorab in einer „Trockenübung“ eine kurze Einführung zu Stadtstrukturen, markanten Bauwerken und neuen in der Planung oder im Bau befindlichen Architekturvorhaben gab. Im Shuttle-Service wurden die Teilnehmer der Touren dann vom freundlichen Bodenpersonal zum „General Aviation Center“ des Köln-Bonner-Flughafens gefahren, wo Pilot Matthias Mader seine Gäste in Empfang nahm und der Rundflug startete. Je höher der Hubschrauber stieg, umso so lebendiger wurden die Gespräche, das große Ganze immer fest im Blick – aber auch allerlei Details konnten gut erkannt werden. Da wurde so mancher Maßstabssprung neuer Bauprojekte deutlich und Sichtbeziehungen konnten neu definiert werden.

Die Resonanz auf das Projekt war groß. Aus knapp 300 Bewerbern wurden 12 Fluggäste ausgelost. Die glücklichen Gewinner zeigten sich von den Rundflügen und Führungen begeistert, auch wenn das Wetter anfangs nicht mitspielte, was aber nicht wesentlich war: „Es macht doch nichts, wenn Düsseldorf, Bonn und Aachen in den Wolken verschwinden, wenigstens der Blick auf Köln ist ungetrübt,“ bemerkte einer der Teilnehmer verschmitzt lächelnd. Und tatsächlich spielte das Wetter dann am Ende doch noch mit, als der Himmel aufriss, die Sonne sich zeigte und Petrus erkennen ließ, dass er ein Kölner, vielleicht sogar ein Architekt ist.

„ArchiHeli“ soll keine einmalige Aktion gewesen sein. Das koelnarchitektur.de-Team denkt über eine Fortsetzung des Projekts nach. Auf dem laufenden Planungsstand bleiben Sie am besten, wenn Sie unseren Newsletter abonnieren.

Barbara Schlei, Sebastian Hebler
Redaktion

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Ein bisschen Theorie vorab: Trockenübungen am Stadtmodell

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Ein Pilot, ein Architekt und drei Fluggäste führten ‚abgehobene Diskussionen‘ …

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… im ‚ArchiHeli‘ …

Archiheli: Pilot und Dom

…über und über Köln.

Für die freundliche Unterstützung von ‚ArchiHeli‘ danken wir herzlich:

2 Kommentare

Danke für das Lob. Nein, zu plan bekommen wir die Aktion leider nicht nochmals hin. Ist zeitlich zu eng. Aber wir arbeiten an der Fortsetzung. Halten Sie Ohren und Augen auf. Wir kommen wieder. Keine Frage.

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