Das Otto-&-Langen-Quartier in Köln Mülheim-Süd

Jeden Dienstag 19 Uhr – eine Stunde Baukultur #501

Auf dem Areal der ersten Gasmotorenfabrik der Welt, wo der Verbrennungsmotor die Dampfmaschine ablöste und dieser Motor bis in die heutige Zeit den Antrieb für Mobilität maßgeblich bestimmt, entsteht ein neues Stadtquartier. Auf der letzten in öffentlicher Hand befindlichen Fläche in Köln Mülheim-Süd soll auf einer Flache fünf Hektar das Otto-&-Langen-Quartier entstehen.

Seit 2011 erwecken Anja Kolacek und Marc Leßle von raum 13 mit ihren Inszenierungen die alte Industriebrache des einstigen Weltkonzerns Klöckner-Humboldt-Deutz zu neuem Leben und machen sie so zu einer der aufregendsten Kulturstätten Kölns. Die Transformation dieses Stadtraums über Generationen hinweg ist beispielhaft für die Umwälzung unserer Gesellschaft und steht im Fokus der künstlerischen Arbeiten im Deutzer Zentralwerk der Schönen Künste. Vom Goethe-Institut auf die Liste der zehn nennenswerten, kulturell genutzten historischen Industrieanlagen gehoben, entstehen hier prozessorientiert Erinnerungslandschaften ebenso wie Bildungs- und Denklandschaften.

raum13 hat sich zum Ziel gesetzt eine Auseinandersetzung mit den überlieferten Ortsgeschichten sowie denkmalgeschützten und -würdigen Räumen zu suchen, um zu der Erschaffung eines lebenswerten Stadtviertels beizutragen, in dem Kunst den Ausgangspunkt und der Mensch den Maßstab bilden. raum13 ist dabei Motor für zukunftsweisende Entwicklungen und initiiert Diskussionen zwischen Kunst, Wirtschaft, Stadtentwicklung, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft. Ein konkretes Anliegen ist die Schaffung einer Bewusstwerdung für die Notwendigkeit eines Umdenkens in Sachen Stadtplanung im öffentlichen Diskurs.

Auf das Bauprojekt Quartier bezogen, sollen – statt Isotopen oder monokultureller (Nicht-)Orte – polydimensionale Räume entstehen, die sowohl ein vielfältiges Zusammenleben als auch verschiedenartige Antworten auf derzeit brisante stadtgesellschaftliche Fragen ermöglichen. Die gegenwärtig wichtigsten Aufgaben: Wohnen, Arbeit, Umwelt, Mobilität, Inklusion, Diversität, Beteiligung und Demokratie.

Wie sähe eine Stadt aus, die sich aus der Kraft der Kunst stetig neu entwickelt und in der das menschliche Miteinander Mittelpunkt und Maßstab bildet? Diese Frage wollen wir mit Anja Kolacek und Marc Leßle von raum 13 und mit Ihnen diskutieren.

Moderation: Almut Skriver, Vorstandsmitglied im hdak

 

Datum:
29.10.2019, 19.00 Uhr
Adresse:
Haus der Architektur Köln

Josef-Haubrich-Hof 2
50676 Köln