TOKYO – DIE CITY

Japanische Fotografie der 1960er- und 1970er- Jahre aus der Sammlung des Museum der Moderne Salzburg

In den 1960er- und 1970er-Jahren entwickelten die Fotograf_innen in Japan eine neue visuelle Sprache und ein Bewusstsein für die sich verändernde politische und soziale Realität. Ihr Stil markierte einen radikalen Bruch mit der traditionellen Bildauffassung und wird als are, bure, boke beschrieben, als „rau“, „unscharf“ und „unfokussiert“.

Das Museum of Modern Art in New York zeigte 1974 als erste ausländische Institution zeitgenössische Fotografie aus Japan. Aber nur zwei Jahre später entwickelte sich Österreich zum wichtigsten Ausgangspunkt für die Rezeption japanischer Fotografie in Europa. Zu verdanken ist dies Otto Breicha, dem Gründungsdirektor des Museum der Moderne Salzburg, der 1975 nach Japan reiste, Fotografen in ihren Studios besuchte, die Herausgeber der wichtigen Fotomagazine traf und ein einzigartiges Konvolut zusammenstellte, das sich heute im Museum befindet.

2018 hat das Museum der Moderne Salzburg einen ersten Teil der Sammlung unter dem Titel I-Photo präsentiert, ein Begriff, der sich an das literarische Genre der Ich-Erzählung anlehnt. In einer weiteren Ausstellung, die vom 20. Juni bis 13. September 2020 stattfindet, thematisiert es das Verhältnis von Stadt, Land und Gesellschaft.

Das Japanische Kulturinstitut stellt eine Auswahl von zehn Positionen aus der Sammlung des Museum der Moderne Salzburg vor.

Datum:
11.09.2020
bis 24.10.2020

Adresse:
Japanisches Kulturinstitut
Universitätsstraße 98
Köln, 50674 Deutschland