Anlässlich des 100jährigen Gründungsjubiläums des Bauhauses rücken auch die Frauen, die dort studierten, in das öffentliche Interesse. Das ist wichtig und gut so. Doch wer dabei nach Architektinnen sucht, wird enttäuscht. Wir haben Expertinnen eingeladen, die uns drei historische Vorbilder aus der (Innen-)Architektur vorstellen. In einer hochkaratig besetzten Diskussionsrunde schlagen wir einen Bogen in die heutige Zeit, vergleichen die Situation und besprechen, was wir von den historischen Vorbildern lernen können.
Bei seiner Gründung galt das Bauhaus als getragen vom Geist der Gleichberechtigung. Schnell wurde jedoch klar, dass dies nicht der Fall war. Studentinnen – auch die, die räumlich arbeiten wollten – wurden in dekorative Fachrichtungen gedrängt. Hier haben einige große Leistungen vollbracht, die heute endlich zu Recht gewürdigt werden. Wer sich jedoch auf die Präsentation der Bauhaus- Studentinnen als Vertreterinnen der Webkunst und Malerei beschränkt, führt die Mechanismen von damals weiter.

Dabei gab es sie: Junge Frauen, die gegen die Widerstände am Bauhaus (Innen-)Architektur studiert haben. Einige haben nach dem 2. Weltkrieg mit oder ohne Abschluss in ihrem Beruf gearbeitet und gewirkt.

Im Bauhaus-Jahr 2019 möchten wir die (Innen-)Architektinnen am Bauhaus würdigen und als Vorbil- der präsentieren. Dazu stellen wir drei Vertreterinnen in kurzen Portraits vor, präsentiert von drei re- nommierten Wissenschaftlerinnen. Im Anschluss möchten wir mit den Expertinnen und der Architektin Frau Roggenkämper (Partnerin bei hpp Architekten, Düsseldorf) darüber sprechen, in wie weit Archi- tektinnen heute immer noch ähnlichen Hürden gegenüberstehen und was wir aus ihrem Werdegang für uns ableiten können. Moderiert wird die Diskussion von Frau Kleefisch-Jobst (M: AI, Museum für Architektur und Ingenieurskunst)
Die architektinnen initiative nw hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Leistung von Architektinnen sichtbar zu machen – für die Öffentlichkeit und als Vorbild für Planerinnen. Seit vielen Jahren präsen- tieren wir mit der jährlichen Veranstaltung „Vorbilder im Gespräch“ erfolgreiche Architektinnen. Die Erkenntnis, dass die renommierte Architekturschule nicht nur für männliche “Stars” wie Gropius oder Mies van der Rohe steht, sondern auch erfolgreiche (Innen-)Architektinnen hervorgebracht hat, ist beflügelnd für heute tätige Architektinnen.

Teilnehmerinnen
• Prof. Dr.-Ing. Mary Pepchinski, TU Dresden (spricht über Wera Meyer Waldeck)
• Tanja Scheffler, TU Dresden (spricht über Liv Falkenberg)
• Dr. Ute Maasberg, Architektenkammer Niedersachsen (spricht über Katt Both)
• Claudia Roggenkämper, hpp Architekten Düsseldorf (Diskussion)

Moderation
Ursula Kleefisch-Jobst, Geschäftsführende Generalkuratorin M: AI Museum für Architektur und Ingenieurskunst

 

Ablauf
• Begrüßung
• Vorträge über Architektinnen (jeweils ca. 20 Minuten)
• Anschließend: Podiumsdiskussion über Parallelen und Unterschiede zur Situation heutiger Architektinnen

Ende um ca. 21:30 Uhr, Ausklang bei Wein und Snacks

Eintritt
• Mitglieder der ai nw haben freien Eintritt
• Interessentinnen: 20 Euro, Studentinnen: 10 Euro

Anmeldung

 

Datum:
13.11.2019, 19.00 Uhr
Adresse:
Hochschule Düsseldorf
Campus Derendorf, Münsterstraße 156
40476 Düsseldorf Gebäude 4 (FB Medien),
Raum 04.E.002. (Hörsaal)