ABGESAGT – Gedenkort Deportationslager Köln Müngersdorf – Einweihung

Das Deportationslager Köln-Müngersdorf befand sich von 1941 bis 1945 im Bereich des heutigen Walter-Binder-Weges. Es wurde auf Veranlassung der Geheimen Staatspolizei in Zusammenarbeit mit städtischen Behörden seit Herbst 1941 errichtet und von der Kölner Gestapo betrieben. Das Lager bestand aus den Räumlichkeiten des ehemaligen preußischen Fort V, von dem nur noch Fundamentreste erhalten sind, sowie einem Barackenlager, auf dessen Gelände sich heute eine Kleingartenanlage befindet. Hunderte jüdischer Frauen, Männer und Kinder wurden im Laufe der folgenden Monate in den modrigen Gebäuden und Kasematten interniert. Insgesamt mussten schätzungsweise um 3.500 Personen das Fort und das Barackenlager vor ihrer Deportation erleiden. Das Lagergelände durfte nur mit Genehmigung tagsüber verlassen werden. Viele der Inhaftierten hatten Zwangsarbeit in Kölner Betrieben zu leisten. Der Gedenkort besteht aus einem Kunstwerk von Simon Ungers und dem zum Standort des ehemaligen Barackenlagers führenden Weg des Gedenkens mit drei Infoblöcken.

Der Bürgerverein Köln-Müngersdorf e.V. und das NS Dokumentationszentrum der Stadt Köln
laden herzlich ein zur Einweihung des
Gedenkorts Deportationslager Köln-Müngersdorf 1941-1945

PROGRAMM

  • Begrüßung durch die Vorsitzende des Bürgervereins Köln-Müngersdorf e.V.
    Hildegard Jahn-Schnelle
  • Musikbeitrag Duo Kontrasax Christina Fuchs und Romy Herzberg
  • Rede Armin Laschet, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen (angefragt)
  • Rede Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln
  • Rede Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland und Mitglied des Vorstands der Synagogen-Gemeinde Köln
  • Musikbeitrag Duo Kontrasax Christina Fuchs und Romy Herzberg
  • Rede Hildegard Jahn-Schnelle, Vorsitzende des Bürgervereins Köln-Müngersdorf e.V.
  • Rede Dr. Werner Jung, Direktor des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln
  • Musikbeitrag Rolly, Benjamin und Stephan Brings, Lied „David“
  • Schülervorträge Lebensbilder Betroffener
  • Berichte von ehemaligen Internierten des Lagers Hartmut Unger, Hans Schiefbahn, Fritz Remmel
  • Kaddisch-Gebet, vorgetragen von Mordechay Tauber, Kantor der Synagogen-Gemeinde Köln
  • Gang über den Weg des Gedenkens zum Standort des ehemaligen Barackenlagers, begleitet vom Duo Kontrasax

Um Anmeldung wird  bis Montag, 9. März 2020 gebeten.
info@bvm.koeln, per Fax unter 0221 4308759.

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Datum:
15.03.2020, 15.00 Uhr Uhr

Adresse:
Walter-Binder-Weg Fort V
Köln Müngersdorf