Unter wechselnden Themen stellt die jährliche Tagung die grundlegende Frage nach der Identität der Architektur – eine Frage, die das Selbstverständnis der Disziplin angeht und sich zuerst an ihre maßgeblichen Vertreter richtet, an die Architekten.

Gleich einer Inventur hinterfragt und erforscht die Tagung zur „Identität der Architektur“ den gegenwärtigen Bestand der Disziplin, gemeint ist der Bestand an verbindlichen Grundlagen, Techniken, Prinzipien, Methoden, Begriffen, Referenzen und Vorstellungen, die Entwurf und Bau von Architektur und Stadt betreffen. Mit der Feststellung des Inventars verfolgt die Tagung das Ziel, die Beiträge zur „inneren“ Bestimmung der Disziplin für den Diskurs über Architektur und als Publikationsvorhaben für Praxis, Lehre und Forschung bereitzustellen und so eine anschauliche Annährung an die Komplexität der Profession zu leisten.

Die Aufnahme erfolgt in jährlichen Tagungen unter den jeweils vorgegebenen und zu verhandelnden Themen. Teilnehmer der Tagung sind in erster Linie Architekten, die einen relevanten, entwurflich/baulichen Beitrag unter dem jeweiligen Thema der Tagung vorgelegt haben. Mit der Diskussion am konkreten gebauten Beispiel ergibt sich so erst die Möglichkeit, insbesondere auch den Fragen zu Methoden, Werkzeugen und Prozessen nachzugehen, die Entwurf und Bau des jeweiligen Beispiels bestimmt haben.

Thema Funktion

Dass ein Gebäude funktionieren soll, ist eine praktische Forderung, die sich an Entwurf und Bau der Architektur richtet. „Funktion“ ist Teil des Objektes und bezieht sich auf einen übergeordneten Zusammenhang, eine Struktur, einen Organismus, ein Ganzes, beispielshalber ein Gebäude. Daher lässt sich die „Funktion“ auch als grundlegende Eigenart eines Gebäudes beschreiben. In Abhebung von den allzu oft synonym angewandten Begriffen, denen des „Zwecks“ oder des „Gebrauchs“ (Nutzung), unterhält der Begriff „Funktion“ keine unmittelbare Beziehung zu einem (veranlassenden) Subjekt. Mit anderen Worten: wenn wir vom „Gebrauch“ sprechen, meinen wir das „Wohnen“, wenn wir über den Zweck reden, zielen wir auf die „Wohnenden“, wenn wir hier aber nach „Funktion“ fragen, dann ist – um im Beispiel zu bleiben – das „Wohngebäude“ unmittelbar angesprochen.

Nähere Infos unter:

https://ida.rwth-aachen.de

 

Die Tagung „Identität der Architektur“ wird von einem wissenschaftlichen Komitee begleitet.

Mitglieder des Komitees

Ulrich Brinkmann, bauwelt, Berlin Jasper Cepl, Dessau/Köln
Jørg Himmelreich, Zürich
Hartwig Schneider, Aachen/Stuttgart Uwe Schröder, Aachen/Bonn

Moderatoren

Ulrich Brinkmann Jasper Cepl
Jørg Himmelreich Michael Mönninger

 

Veranstaltung
Datum: 24.-25.01.2019

Ort: Foyer des “Reiffmuseums“, Fakultät Architektur, RWTH Aachen University, 52062 Aachen Webseite: ida.rwth-aachen.de

Veranstalter:Lehr- und Forschungsgebiet Raumgestaltung, Prof. Uwe Schröder und der Lehrstuhl Baukonstruktion, Prof. Hartwig Schneider

 

Kammerpunkte

Die Teilnahme an der Tagung wird pro Tag mit 4 Unterrichtsstunden für Mitglieder der Architektenkammer NRW, BW und RP der Fachbereiche Architektur, Innenarchitektur, Landschaftsarchitektur und Stadtplanung angerechnet. Auf Wunsch erhalten Sie eine Teilnahmebescheinigung.

Datum:
24.01.2019, 9.00 - 18.15 Uhr
bis 25.01.2019, 9.30 - 18.15 Uhr
Adresse:
RWTH Aachen