Eine außergewöhnliche und schwierige Konversion, JSWD transformierten das Haus der Deutschen Industrie zum FLOW Tower © Foto Christa Lachenmaier

JUNG ist im vierten Jahr Kooperationspartner des DAM Preises

Seit 2007 vergibt das Deutsche Architekturmuseum (DAM) mit Sitz in Frankfurt am Main jährlich die Auszeichnung des DAM Preises für herausragende Bauten in Deutschland. JUNG, seit 2017 Kooperationspartner des DAM-Preises, ist bereits zum vierten Mal in den Entscheidungsprozess des gestaffelten Juryverfahrens involviert. Aus rund 100 Nominierungen der Longlist hat die Expertenjury 23 Projekte für die Shortlist zum DAM Preis 2020 ausgewählt, zuzüglich 3 Auslandsprojekten von deutschen Architekten.

Weitere Infromationen sowie die vollständige Shortlist finden Sie hier

Eine außergewöhnliche und schwierige Konversion, JSWD transformierten das Haus der Deutschen Industrie zum FLOW Tower © Foto Christa Lachenmaier

Auf der Shortlist: FLOW Tower, Köln

Der ehemalige Sitz des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI) an der Rheinuferstraße ist jetzt ein Wohnhaus. Die geschwungene Hochhausscheibe von 1978 (Architekt: Claus Winkler) wurde durch ein Staffelgeschoss und eine Tiefgarage erweitert. Die großflächige Verglasung des Erdgeschosses und der aufgeständerte Charakter des Hochhauses blieben erhalten.

Grundriss Detail FLOW Tower nach der Konversion © JSWD Architekte

Das immer schon als Wahrzeichen interpretierte Gebäude erhielt im Rahmen der Sanierung ein zeitgemäßes Gesicht. Die Bestandsfassade war aus bauphysikalischen und funktionalen Gründen nicht zu erhalten. Die neue Fassadenkonstruktion trägt den Bedingungen der Wohnnutzung Rechnung und interpretiert die ursprüngliche Bandfassade neu. Weiße Brüstungsbänder aus Metall umgeben das Gebäude und wölben sich auf den Längsseiten im Bereich der geschossweise versetzten Balkone nach außen. Die Brüstungen sind hier gelocht ausgeführt. Die geschwungene Form der Balkone unterstreicht die Dynamik des Baukörpers. Die Fensterrahmen und die geschlossenen Fassadenpaneele sind im Kontrast zu den weißen Brüstungsbändern in einem warmen Sandton gehalten. An den schlanken Stirnseiten des Gebäudes zeigt sich der gerillte Sichtbeton aus den Siebzigerjahren.

Dank der großen Geschosshöhe konnten als besondere Wohnform 2-3-geschossige »Stadthäuser« mit eigenem West-Garten integriert werden. Um die beiden erhaltenen Erschließungskerne gruppieren sich vielfältige Wohnungstypen.

red|uw

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