Eine der neuen Wohnwelten: Das Terrassenhaus "Girondelle" in Bochum. Foto ©2018 Peter Breuer

Ausstellung des Museums für Architektur und Ingenieurkunst NRW

Was wäre, wenn wir heute über neue Wohnformen, über die Stadt der Zukunft, über den modernen Menschen und die Gesellschaft, in der er lebt, nachdächten? Die Architektur könnte Ausdruck dieses Denkens sein! Die Ausstellung Modern gedacht! Symbole der Nachkriegsarchitektur des Museums für Architektur und Ingenieurkunst NRW (M:AI) stellt herausragende Bauwerke der 1950er bis 1970er Jahre in Deutschland vor. Sie sind Zeichen eines Aufbruchs von Architektur und Stadtplanung und zeigen, wie Architekten im 20. Jahrhundert sich die Zukunft vorgestellt haben. Das M:AI präsentiert Bauten wie das Uni-Klinikum Aachen, die Ruhr-Universität Bochum, die Neue Stadt Wulfen (Dorsten) und das ehemalige Gebäude der WestLB in Dortmund. An ihnen werden Ideen, Funktionen und Prozesse erläutert, die nichts von ihrer Aktualität verloren haben.

 

Der International Style als eine Facette der Nachkriegsmoderne: das Dreischeibenhaus in Düsseldorf 1957-60 von den Archittekten Helmut Hentrich und Hubert Petschnigg (mit Fritz Eller, Erich Moser und Robert Walter) errichtet . Foto© Peter Breuer.

 

Die Jahre zwischen 1950 und 1970 eröffneten Möglichkeiten für bauliche Experimente. Städtebauliche Strukturen wurden unter dem Schlagwort „Urbanität durch Dichte“ konzipiert. Das Wirtschaftswachstum und die Hoffnung auf eine durch Wissenschaft und Fortschritt geprägte Zukunft bildeten die Grundlage für die neuen Ideen und Ideale. Heute mögen die architektonischen Zeugen dieser Zeit fremd erscheinen, unbestreitbar bleiben ihre Alleinstellungs-merkmale – und mit ihnen der Versuch, Raum anders zu denken.

Gezeigt wird die Ausstellung in Kooperation mit der internationalen Konferenz der TU Dortmund „Big Beautiful Buildings. Als die Zukunft gebaut wurde“, die am 30. und 31. Oktober in Bochum stattfindet.

 

Modern gedacht! Symbole der Nachkriegsarchitektur

Foyer des Technischen Rathauses Bochum,
Hans-Böckler-Straße 19, 44787 Bochum

31. Oktober bis 16. November 2018
Eröffnung: Dienstag, 30.10.2018, 18 Uhr, Technisches Rathaus Bochum

Öffnungszeiten: Mo-Mi 8-16 Uhr, Do 8-18 Uhr, Fr 8-15 Uhr, Sa-So geschlossen

 

Das ehemalige Gebäude der WestLB in Dortmund des Architekten Harald Deilmann ist ein weiteres Beispiel, wie Bauwerke der Nachkriegsmoderne aussehen. Foto ©Ben Kuhlmann.

Begleitveranstaltungen

Mittwoch, 7. November 2018, 19 Uhr, Technisches Rathaus, Bochum

  • „Ist das Metastadtsystem wieder zeitgemäß? Modulares Bauen heute“
    Diskussion u.a. mit Richard J. Dietrich, Architekt der Metastadt, im Rahmen der Bochumer Stadtgespräche

 

Donnerstag, 15. November 2018, 19 Uhr, Technisches Rathaus, Bochum

  • „Masse mit Klasse – Nachkriegsmoderne weiterbauen. Herausforderungen für die Ruhr-Universität und die Universitätsrahmenstadt“
    Diskussion, veranstaltet von Ruhrmoderne e. V.

 

>> Das M:AI bitten um Anmeldung:

Projektpartner: TU Dortmund / Fachgebiet Städtebauleitplanung; StadtBauKultur NRW; Stadt Bochum; Ruhrmoderne e.V.

 

Das M:AI wird gefördert vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen

 

M:AI – Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW

Immer vor Ort, nie am selben
Das Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW, gegründet 2005, widmet sich aktuellen baukulturellen Themen, fokussiert auf Ausstellungen. Es hat keine eigenen Museumsräume, für jedes Thema entwickelt es ein eigenes Konzept – passend zum jeweiligen Ausstellungsort. Diese Form eines mobilen Museums ist weltweit einzigartig. Oft finden die Ausstellungen in Gebäuden statt, die einen direkten Bezug zum Thema haben – und das Ausstellungsgebäude wird so selbst zum anschaulichsten und größten Exponat. Die Projekte des M:AI sind Teil der Landesinitiative StadtBauKultur NRW 2020.

 

red|bs

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