Blick in des Foyer zwischen Kölnischem Stadtmuseum und Römisch-Germanischem Museum © Staab Architekten

Ratsbeschluss sichert die Aufnahme der Planungen

Lange haben sie hinter verschlossenen Türen beraten, gestern endlich hat der Rat der Stadt Köln die Aufnahme der Planungen für den Neubau der Historischen Mitte mit neuem Kölnischen Stadtmuseum und neuem Verwaltungsgebäude für das Römisch-Germanische Museum beschlossen und dafür 5,4 Millionen Euro bereitgestellt. Die Stadt Köln will gemeinsam mit der Hohen Domkirche den gesamten Bereich südlich des Kölner Doms zwischen Roncalliplatz, Am Hof sowie Kurt-Hackenberg-Platz neu gestalten. Nach dem geplanten Abriss des heutigen Kurienhauses sowie des jetzigen Verwaltungsgebäudes des Römisch-Germanischen Museums ist die Errichtung eines neuen Gebäudeensembles mit einer Bruttogrundfläche von knapp 19.000 Quadratmetern für das Kurienhaus der Hohen Domkirche (Archiv, Bibliothek, Rendantur), das Kölnische Stadtmuseum sowie das Verwaltungsgebäude des Römisch-Germanischen Museums vorgesehen.

Lageplan der Historischen Mitte © Staab Architekten

 

Aber noch beinhaltet der Ratsbeschluss nur die ersten Planungen einschließlich der Entwurfsplanung. Im Anschluss sind eine Genehmigungs- und Ausführungsplanung sowie europaweite Ausschreibungen für weitere Fachplaner sowie die technischen Gewerke notwendig, bevor der tatsächliche Baubeginn erfolgen kann. Der städtische Anteil an den Bruttogesamtbaukosten wird mit circa 115 Millionen Euro kalkuliert.

 

 

Seit der Entscheidung des Wettbewerbs im Spätherbst 2016 haben die Beteiligten die Zeit genutzt und eine vergleichende Nutzwertanalyse von Neubau- und Sanierungsvariante für das Kölnische Stadtmuseum hinsichtlich Kosten, Zeit und Qualität erstellen lassen. Ihr zufolge würde der Neubau weniger kosten als eine Sanierung, die derzeit mit 119,1 Millionen Euro angesetzt wird. Der beschlossene Neubau kann zudem schneller und nach neuesten technischen Anforderungen umgesetzt werden. Hinzu kommt der eindeutige Lagevorteil für das Stadtmuseum, das direkt in das Herz der Kölner Innenstadt an prominenteste Stelle ziehen würde.

Entschieden hat der Rat auch über die Organisationsform für die Projektpartnerschaft zwischen Stadt Köln und dem Metropolitankapitel der Hohen Domkirche Köln. Die Politik ist der Empfehlung der Verwaltung gefolgt und hat beschlossen, eine Bauherrengemeinschaft in der Rechtsform einer Gesellschaft bürgerlichen Rechts zu gründen. Zudem wird eine vorberatende Lenkungskommission „Neubau Historische Mitte“ eingerichtet.

Basis für die Ratsvorlage ist der Wettbewerbsentwurf des Büros Staab Architekten, der 2016 den ersten Preis im architektonischen Realisierungswettbewerb „Historische Mitte Köln“ erhalten hatte. Der Siegerentwurf wurde seitdem gemeinsam mit allen Projektbeteiligten umfangreich überarbeitet, vertieft und weiterentwickelt – basierend auf den Empfehlungen der Jury und Forderungen aus dem politischen Raum folgend.

 

red|uw

 

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