Holzstruktur von Design-to-Production der Cambridge Mosche (Marks Barfield Architekten) ©Blumer-Lehmann AG

Architekturforum im Rahmen der DACH+HOLZ International 2018 am 22. Februar

Neuen Wohnraum schaffen – schnell, ressourcenschonend und lebenswert, wie soll das gehen? Die Möglichkeiten des Holzbaus haben in den letzten Jahren diese Frage der Architektur geprägt, und jüngste Projekte internationaler Architekten liefern Antworten. Neue Technologien der Holzverarbeitung sind in großem Maßstab anwendbar geworden und es geht weiter!

Ein Grund mehr für BauNetz, das Architekturforum LIVINGWOOD im Rahmen der DACH+HOLZ International 2018 in das Zeichen des Wohnbaus zu stellen. Mit LIVINGWOOD präsentiert BauNetz im Rahmen der Fachmesse DACH + HOLZ International 2018 in sechs Vorträgen mit Architekten, Ingenieuren und Forschern preisgekrönte und visionäre Projekte aus ganz Europa und stellt aktuelle Entwicklungen und wegweisende Projekte rund um das Thema Holzbau vor.

 

Sauerbruch Hutton, Deutschland, Jürgen Bartenschlag

Studentenwohnheim ÑWoodieì in Hamburg von Sauerbruch Hutton Architekten © Sauerbruch Hutton / Rendering: on3studio GmbH


Sauerbruch Hutton stellen ihr Studentenwohnheim Woodie vor, das Platz für 371 Studenten bietet. Woodie überzeugt mit einem hohen Vorfertigungsgrad der Holzbauteile in Modulbauweise. Mit dem Studentenwohnheim Woodie in Hamburg wurde im Oktober 2017 das (derzeit weltweit) größte Wohnbauprojekt in Holz-Modulbauweise fertiggestellt. Das Wohnhaus für 371 Studierende entsteht als Teil des neuen Wohnquartiers im Stadtteil Wilhelmsburg, das an den experimentellen Charakter der IBA 2013 anknüpft, und sich den Grundsätzen des Universal Designs verschreibt: nachhaltig, einfach, inklusiv.

 

SEHW Architektur, Deutschland, Xaver Egger
Ebenfalls gespannt sein dürfen die Kongressteilnehmer auf das Shared Living Projekt, das SEHW Architekten als WG-Haus für Berufseinsteiger, Start-Up-Gründer und Kreative geplant haben. Nicht nur Wohnraum, sondern ein ganzes Wohnmodell für urbane Nomaden errichteten sie in Berlin. Bürogründer Xaver Egger präsentiert das Projekt, das dank vorgefertigter Holz-Massiv-Elemente in Systembauweise in einer Bauzeit von nur viereinhalb Monaten fertiggestellt werden konnte. Die Shared-Living Apartements bieten Platz für insgesamt 50 Bewohner in zehn modernen Business-WGs.

 

Kaufmann Bausysteme, Österreich, Christian Kaufmann
Die Experten von Design-to-Production hingegen werden aufzeigen, dass es mittlerweile keine Grenzen mehr gibt, was die Umsetzung der Entwürfe von Architekten in Holz anbelangt.

Die Pioniere der Gebäudedatenmodellierung schlossen unter anderem schon die Prozesskette zwischen Idee und Fabrikation von so renommierten Architekten wie Shigeru Ban und Renzo Piano. Ausführend beteiligt an gleich beiden vorhergehenden Bauprojekten waren die Holzbauspezialisten von Kaufmann Bausysteme unter der Leitung von Christian Kaufmann. Auf die Umsetzung von Wohnbauprojekten aus Holzmodulen spezialisiert, ist die Expertise des Familienunternehmens aus diesem Bereich kaum noch wegzudenken.

 

 

SPS Architekten, Österreich, Simon Speigner

Wohnbau auf dem Areal der ehemaligen Hummelkaserne in Graz-Reininghaus von SPS Architekten, Thalgau © paul ott photografiert

 

Den ersten sechsgeschossigen Holzbau der Steiermark errichtete Simon Speigner mit seinem Büro SPS Architekten auf einem der größten Stadtentwicklungsgebiete Österreichs. Gemeinsam mit Kaufmann Bausysteme schuf das Büro vier identische Baukörper, die 92 geförderte Wohnungen nach Passivhaus-Standard stellen.

 

Helen & Hard, Norwegen, Reinhard Kropf
Das preisgekrönte Büro aus Norwegen wurde 1996 von Siv Helene Stangeland und Reinhard Kropf gegründet. Mit Standorten in Stavanger und Oslo wächst das Büro stetig und ist international tätig. Spezialisiert auf ökologische Standards und Nachhaltigkeit vom Designprozess bis zur Umsetzung macht Holz den vorwiegenden Baustoff ihrer aufsehenerregenden Wohnprojekte aus.

 

Design-to-Production, Schweiz, Fabian Scheurer

Holzstruktur von Design-to-Production der Cambridge Mosche (Marks Barfield Architekten) ©Blumer-Lehmann AG


Während Vorfertigung, Modulbauweise und serielle Produktion aus Holz im großen Maßstab angekommen sind, denkt Fabian Scheurer mit Design-to-Production schon wieder weiter. Welche digitalen Lösungen können in Zukunft das Bauen mit Holz optimieren, wie geht es weiter? Visionen für den Baustoff, dessen Nutzung unaufhaltbar wächst.

red|bs

 

Die Teilnahme am Architekturforum LIVINGWOOD ist kostenfrei und als Fortbildung von den Architektenkammern anerkannt.

Programm und Anmeldung

Donnerstag, 22. Februar 2018, 9:30 – 15:00 Uhr

Konrad Adenauer Saal
Congress-Centrum Nord
Koelnmesse Eingang Nord
Deutz-Mülheimer-Straße 111
50679 Köln

 

Programm

Ab 9:30 h Einlass

9:45 h Begrüßung und Einführung
Friederike Meyer
BauNetz, Berlin | Deutschland

10:00 – 10:30 h
Simon Speigner
SPS Architekten, Thalgau | Österreich

10:35 – 11:20 h
Jürgen Bartenschlag
Sauerbruch Hutton, Berlin | Deutschland

11:25 – 11:55 h
Christian Kaufmann
Kaufmann Bausysteme, Reuthe | Österreich

12:00 – 12:45 h
Pause mit Mittagsimbiss

12:50 – 13:20 h
Reinhard Kropf
Helen & Hard, Stavanger | Norwegen

13:25 – 14:10 h
Xaver Egger
SEHW, Berlin | Deutschland

14:15 – 15:00 h
Fabian Scheurer
Design-to-Production, Zürich | Schweiz

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