Wie soll die "Archäologische Zone mit Jüdischem Museum" in Zukunft heißen?

Seit nunmehr zwei Jahren arbeitet das Team des LVR an der Konzeption der „Archäologischen Zone mit Jüdischem Museum“. Damit sind die inhaltlichen Weichen gestellt. Doch bislang ist es ein Museum ohne Namen. Auch uns ist in zahlreichen Beiträgen – und nicht zuletzt bei der Formulierung der Überschriften – immer wieder aufgefallen, dass das Museum, das 2019 auf dem Rathausplatz eröffnen wird, eine etwas zu sperrige Bezeichnung trägt. Doch nie konnte sich – weder in der Redaktion noch im Stadtgespräch – eine überzeugende Kurzform oder eine griffige Bezeichnung durchsetzen, die dem Projekt in seiner Gesamtheit gerecht geworden wäre. Ein kryptisches Buchstabenkürzel wie AZmJM? – das ist hier keine Lösung … es klingt nicht nur unmöglich, es wird auch den vielen Themen aus zweitausend Jahren Stadtgeschichte, die hier dargestellt und erlebt werden sollen, nicht annähernd gerecht.

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Still des LVR-Videos zur Namensfindung

 

Weil die Namensfindung aber ein wichtiger Schritt ist, um das Museum in der Stadt zu etablieren, haben nun Dr. Thomas Otten, Leiter des  beim Landschaftsverband Rheinland und Dr. Marcus Trier, Direktor des Römisch Germanischen Museums Köln, den Startschuss für eine ungewöhnliche Aktion gegeben. Bis zum 15. September sind alle Bürgerinnen und Bürger eingeladen, ihre Idee für einen Namen für das neue Museum abzugeben.

Doch dann entscheiden nicht der Museumsdirektor oder das Los, sondern die eingereichten Ideen fließen in einen Kreativworkshop ein, in dem der LVR und die Stadt Köln weiter an der Namensfindung arbeiten werden. Die dort entwickelten Vorschläge sollen anschließend dem politischen Lenkungskreis des LVR und der Stadt Köln präsentiert werden. Dieser spricht eine Empfehlung für eine Namensvariante aus. Ende 2016 entscheiden die politischen Gremien des LVR im Benehmen mit der Stadt Köln über den Namen. Anschließend wird die Öffentlichkeit über den neuen Namen informiert. Dr. Thomas Otten, Leiter des zukünftigen Museums und Dr. Marcus Trier wünschen sich eine rege Beteiligung: „In den letzten Monaten sind bereits viele Interessierte eigeninitiativ tätig geworden und haben ihre Vorschläge eingesandt. Wir freuen uns über zahlreiche weitere Ideen, die in die Diskussion einmünden werden. Schließlich ist jede Einsendung Beweis für das hohe Interesse der Bürgerinnen und Bürger an diesem für Stadt und Region bedeutenden Museumsprojekt.“

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Still des LVR-Videos zur Namensfindung

Unter Museumsname-gesucht sind ab sofort alle Informationen zum Namensfindungsprozess zu finden, unter anderem auch ein kurzer Videoclip.

Vorschläge können per Mail, im Bürgerbüro, Laurenzplatz 4 oder im Foyer des LVR-Landeshauses, Kennedy-Ufer 2, in Köln-Deutz abgegeben werden. Dort liegen Infoflyer und Karten zum Ausfüllen bereit. Aus allen Einsendungen werden je zehn LVR-Museumsjahreskarten sowie zehn Kölner MuseumsCards verlost.

Mehr Informationen zum neuen Museum gibt es im Rahmen einer Führung vor Ort durch Dr. Thomas Otten und Dr. Marcus Trier am Mittwoch 24. August, 17.30 Uhr bis 18.30 Uhr. Treffpunkt ist vor dem Eingang des Praetoriums, Kleine Budengasse 2, 50667 Köln. Anmeldung unter museumsname-gesucht@lvr.de

(red/uw)

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