Alles noch ganz neu ... Stadthaus GB 26 © Foto berndt + lorz

Sechs sehenswerte Projekte am Tag der Architektur 2016

Der von den Architektenkammern der Länder initiierte und organisierte Tag der Architektur 2016 findet wie in den Jahren zuvor wieder am letzten Juniwochenende statt. In ganz NRW werden am 25. Und 26. Juni in 146 Städten und Gemeinden 325 Bauten für Besucher  geöffnet sein. Das klingt in der Summe nach einer beachtlichen Zahl, doch Köln führt hier die Tradition der Verweigerung fort und tritt in diesem Jahr mit nur noch 23 Projekten auf – zum Vergleich, es waren im letzten Jahr immerhin noch 32.

Aus dem aus Kölner Sicht geschrumpften Katalog diesen Jahres haben wir die kleine Auswahl der Guten und Sehenswerten getroffen, die wir an dieser Stelle präsentieren möchten.

 

Freianlagen Erzbischöfliches Berufskolleg

Schon länger möchten wir über das Erzbischöfliche Berufskolleg an der Berrenrather Straße berichten, müssen uns nach Absprache mit Dreipass Architekt/innen jedoch noch eine Weile gedulden. Solange gehen wir also in den Garten und freuen uns am Grün der Freianlagen.

PowerPoint-Präsentation

Freianlagen Erzbischöfliches Berufskolleg © Förder Landschaftsarchitekten

 

Besichtigungsadresse: Berrenrather Straße 119-129/ Ecke Universitätsstraße, 50937 Köln

Landschaftsarchitekten: Förder Landschaftsarchitekten, Essen

 

Gestaltung der Freianlagen Opernquartier Köln

Ähnlich verhält es sich mit den Bühnen der Stadt Köln, auch hier ist noch viel Geduld aufzubringen, bevor wir wieder über Architektur (oder Schauspiel) reden können. Wer der Baustelle jetzt schon etwas näher kommen möchte, kann sich die Gestaltung der Freianlagen des denkmalgeschützten Opernquartiers erläutern lassen.

csm_2505-WES-Grosser_Offenbachplatz_ohne_Moebel_innen_0564833644

Visualisierung des dreifarbigen Bodenbelags nach dem historischen Original © WES LandschaftsArchitektur

 

Besichtigungsadresse: Offenbachplatz, 50667 Köln-Innenstadt

Landschaftsarchitekten: WES GmbH LandschaftsArchitektur, Düsseldorf

Gerling Quartier Köln

Nicht mehr ganz neu, aber so ungewöhnlich im Kölner Stadtbild, dass wir den geführten Besuch im Gerling Quartier auch an dieser Stelle noch einmal nachdrücklich empfehlen wollen

KSG, Gerling Quartier Köln, Photo Marcus Schwier

 

Besichtigungsadresse: Hildeboldplatz 20, 50672 Köln, Führung: Nur Sa. um 11:00, 13:00 und 15:00 Uhr (begrenzte Personenzahl)

Architekten: ksg kister scheithauer gross architekten und stadtplaner GmbH, Köln

 

Stadthaus GB 26

Es sieht nicht aus wie Köln, erinnert eher an Berlin. Und doch ist das Stadthaus in der Großen Brinkgase der Entwurf des Frankfurter Büros berndt + lorz. Ein sehenswertes Beispiel für einen innerstädtischen Lückenschluss mit einer Mischnutzung aus Wohnen und Arbeiten.

 

csm_2555-P1140387_3651d8cb24

Das Stadthaus in der Großen Brinkgasse Foto © berndt + lorz

 

Besichtigungsadresse: Große Brinkgasse 26, 50672 Köln

Architekten: architekten berndt+lorz, Frankfurt

 

Akustiksegel Kammermusiksaal

Die beiden hölzernen Akustiksegel über der Bühne im Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und Tanz reißen uns jetzt gestalterisch nicht unbedingt vom Hocker… Wohl aber das gesamte Gebäude: Eine Collage aus Sichtbetonkörpern und roten Flächen, voller Durchdringungen und Überschneidungen, Vor- und Rücksprünge, rau und ungeheuer plastisch, ebenso kleinteilig wie massiv. An drei Seiten sitzt diese Festung brav in ihrem Block, bis die Figur als Schnecke endet, um einen kleinen Vorplatz auszubilden. Mit diesem eindrucksvollen Statement haben Werkgruppe7 und Bauturm (beide Köln) 1969 den Wettbewerb für den Neubau der Musikhochschule gewonnen, die seit 1974 hier ihren Stammsitz hat.

Mehr lesen unter Wo sie singen, tanzen und musizieren

akustiksegel-kammermusiksaal-2

Die Akustiksegel im Kammermusiksaal der Hochschule für Musik und Tanz © Foto Ursula Nerger

 

Besichtigungsadresse: Hochschule für Musik und Tanz Unter Krahnenbäumen 87, 50668 Köln-Innenstadt, Sa. 25.06.16 10:00-12:00 Uhr

Architekten: sh8 architekten

 

Umbau und Umnutzung eines Industriehallen-Gebäudes

Konversionen von Industriehallen in Büro- oder Galerieräume sind kein neues, aber immer noch ein aktuelles Thema. Ein gelungenes Beispiel findet sich im Belgischen Viertel, wo die Stiftung für Kunst und Baukultur B.& U. Findeisen nun die Räume einer ehemaligen Schweißerei bezogen hat. Dort gibt es nun ein Gemäldearchiv mit Ausstellungszonen im Erdgeschoss, das den Nachlass der 2010 verstorbenen Künstlerin Britta Findeisen verwaltet, sowie eine Galerie mit Bibliothek und Leseplätzen.

umbau-und-umnutzung-eines-industriehallen-gebaeudes-1

Umbau und Umnutzung eines Industriehallen-Gebäudes © Foto Andreas Skott

 

Besichtigungsadresse: Venloer Straße 19, 50672 Köln-Neustadt Nord

Verfasser: Prof. Findeisen, Köln

 

Die vollständige Datenbank mit allen Teilnehmern des Tags der Architektur 2016 finden Sie auf der homepage der AKNW.

 

Uta Winterhager

Artikel teilen

Ihre Meinung zählt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.