Ansicht Roncalliplatz von Caruso St John aus dem 2. Werkstattverfahren im Dezember 2014 © Carus St John. London

Der Kölner Kulturrat lädt zur Podiumsdiskussion über die Historische Mitte

KÖLNER KULTURGESPRÄCHE: Der ehemalige Oberbürgermeister Jürgen Roters gab den Anstoß für eine Planung zur Neugestaltung der „Historischen Mitte“. Die Bündelung der drei Institutionen Römisch-Germanisches Museum, Kölnisches Stadtmuseum und Kurienhaus der Hohen Domkirche zu Köln am südlichen Ende des Roncalliplatzes soll nach dem Willen der Initiatoren „die zweitausendjährige Geschichte der Stadt Köln sowie des Kölner Doms an historischer Stelle dokumentieren“. Der räumliche Zusammenschluss biete die einmalige Chance, die Einzigartigkeit des Ortes und die besonderen Bezüge zwischen den historischen Museen unserer Stadt und den Schätzen der Kirche hervorzuheben.

Die Aufnahme dieser Idee in Politik und Öffentlichkeit war überwiegend positiv – und doch müssen einige Fragen gestellt werden: Wie viele Kultur-Neubauten verträgt die Stadt? Was sind die Alternativen? Wäre eine „Kleine Lösung“ sinnvoller? Ist es kulturpolitisch sinnvoll, neben dem „äußeren Ring“ mit MAKK, Kolumba und WRM ein „Museumsquartier im Schatten des Domes“ anzusiedeln?

Das Bühnendebakel zeigt: Eine realistische Kalkulation der Kosten sowie Änderungen im Projektmanagement und der Vergabepraxis sind zwingend notwendig.

Schließlich geht es um die Bebauung eines der prominentesten Grundstücke in Europa und die Ansiedlung von drei wichtigen Kölner Museen in direkter Nähe des Domes mit enormer Bedeutung für Stadtbild und Stadtentwicklung. Welche Voraussetzungen müssen also für das Projektmanagement erfüllt sein, um Kostenexplosionen und Verzögerungen zu vermeiden? Wie kann eine solide Finanzierung für dieses Projekt sichergestellt werden?

Eine solche historische Gelegenheit bedarf sorgfältigster Planung hinsichtlich Programm und Funktion des Bauwerkes – deshalb müssen ohne Zeitdruck Experten gehört und entsprechende Konzepte erarbeitet werden. Zu klären sind in diesem Zusammenhang auch die Fragen nach möglichen Synergieeffekten durch örtliche Konzentration und wie die Bürger rechtzeitig in den Planungsprozess einbezogen werden können.

 

Am Dienstag, dem 16. Februar 2016 um 19.00 Uhr im 1. OG des Römisch Germanischen Museums, Roncalliplatz 4, 50667 Köln

 

Moderation

Christian Hümmeler, Ressortleiter der Lokalredaktion des Kölner Stadt-Anzeigers

 

Auf dem Podium

Peter Füssenich, Dombaumeister

Prof. Dr. Werner Görg, Präsident der IHK zu Köln,

Vorsitzender des Aufsichtsrates der Gothaer Versicherungsbank VVaG

Franz-Josef Höing, Dezernent für Stadtentwicklung, Planen, Bauen und Verkehr der Stadt Köln

Susanne Laugwitz-Aulbach, Dezernentin für Kunst und Kultur der Stadt Köln

Prof. Albert Speer, AS&P – Albert Speer & Partner GmbH

 

 

Anmeldung bis 15.2.2016 an info@koelnerkulturrat.de

 

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(red./uw)

 

 

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