Trampoline, Minigolf, Streetball, Skateparcours und Kletterwand - urbanes Idyll im Familienpark unter der Zoobrücke. Foto: Uta Winterhager

Die Preisträger des nrw.landschaftsarchitekturpreises 2014

Zum fünften Mal hat die Landesgruppe Nordrhein-Westfalen des bdla nw den Nordrhein-Westfälischen Landschaftsarchitekturpreis vergeben. Mit dieser Preisvergabe sollen die Kreativität und die Gestaltungs- und Leistungsfähigkeit von Landschaftsarchitektinnen und –architekten sichtbar werden.

Es wurden die Projekte, Planer und Bauherren werden ausgezeichnet, die mit ihrer Arbeit vorbildlich wirken, weil sie eine gestalterisch hochwertige, sozial und ökologisch orientierte Siedlungs- und Landschaftsentwicklung und eine zeitgemäße, mutige und kreative Landschaftsarchitektur fördern. Von den 22 eingereichten Projekten wurden vier prämiert.

Die Preise gingen an:

 

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So leer ist es hier nur an einem Montagmorgen im Januar. Foto: Uta Winterhager

 

• Peter Sparla, LILL + SPARLA Landschaftsarchitekten (Köln) für das Projekt Familienpark unter der Zoobrücke, Köln.

„Eine kluge Lösung für Unorte und die typischen Schmuddelecken unserer Städte ist das Projekt Familienpark unter der Zoobrücke“ befand die Jury einstimmig. „Unter der Brücke“ – ein typischer Unort wird mit Mitteln der Landschaftsarchitektur zu ei-nem Familienspielzimmer im Freien. Die Idee und ihre ästhetisch-funktionale Umsetzung sind beispielgebend für den Umgang mit vergleichbaren Situationen. Vermeintliche Standortnachteile werden durch geschickte Gestaltung und Funktionszuweisung in robuste und attraktive Angebote für Spiel, Sport und Freizeit verwandelt.“

 

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Umsonst und draußen, der Familienpark unter der Zoobrücke. Foto: Uta Winterhager

 

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Plan und Schnitt des Familienparks unter der Zoobrücke. Grafik Lill + Sparla

 

 

 

 

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Skatepark auf Schalke, Thomas Dietrich, Planergruppe Oberhausen. Foto: Claudia Dreysse

 

• Thomas Dietrich, Planergruppe GmbH Oberhausen für das Projekt Schalker Verein Gelsenkirchen

„Beim Projekt Schalker Verein Gelsenkirchen würdigte die Jury insbesondere den behutsamen und nutzerorientierten Ansatz. Das Konzept zur Wiedernutzbarmachung des Areals „Schalker Verein“ setzt sich mit der nach wie vor aktuellen Fragestellung der Nachnutzung altindustrieller Relikte auseinander. Der Planergruppe Oberhausen gelingt es dabei, mit einer ebenso kraftvollen wie uneitlen Formensprache den Raum neu zu definieren und dabei die Ästhetik nutzergenerierter zufälliger Elemente ganz selbstverständlich zu integrieren.“

 

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Johannisberg Bielefeld, Ehm Eike Ehrig, L-A-E LandschaftsArchitektur Ehrig & Partner (Bielefeld). Foto: LAE

 

• Ehm Eike Ehrig, L-A-E LandschaftsArchitektur Ehrig & Partner (Bielefeld) für das Projekt Johannisberg Bielefeld

„Der respektvolle Umgang mit dem historischen Erbe überzeugte die Jury bei dem Projekt Johannisberg in Bielefeld. Mit dem Johannisberg rückt die Wiedernutzbarmachung vergessener Orte in den Fokus. Ein Ort mit Geschichte wird über Parkpflegewerke untersucht und seine Qualitäten werden behutsam wiederentdeckt und schließlich in konkrete Gestaltung umgesetzt, die sich sehr zurückhaltend gibt und großen Respekt gegenüber der Vergangenheit spüren lässt.“

 

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Nordpark Pulheim:Blick von Horizontallee zur Parkterrasse, Ulrike Böhm, bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau (Berlin) Foto:Fotoatelier2

 

• Ulrike Böhm, bbzl böhm benfer zahiri landschaften städtebau (Berlin) für das Projekt Nordpark Pulheim

„Besonders beeindruckt war das Preisgericht von der schlichten, aber kraftvollen und wie selbstverständlich wirkenden Lösung des Übergangs zwischen Innen und Außen beim Projekt Nordpark Pulheim. Mit der Definition eines Siedlungsrandes über eine Art „parc agricole“ gelingt bbzl die Schaffung eines neuen Typs von Naherholungslandschaften am Stadtrand. Integriert in das Projekt „Regio Grün“ der Regionale2010 schafft der Nordpark eine abwechslungsreiche und spannende Genese aus Landwirtschaft und Stadtrand. Die Qualitäten des Wettbewerbsentwurfes wurden mit großer Sorgfalt in gebaute Landschaft übersetzt.“

 

„Die vier ausgezeichneten Beiträge zeigen – bei aller Unterschiedlichkeit in Bezug auf Lage und Rahmenbedingungen – wie Orte in der Stadt mit Mitteln der Landschaftsarchitektur nachhaltig in Wert gesetzt werden. Es entstehen Freiräume, die in unterschiedlichster Art von der Bevölkerung in Besitz genommen werden können.“

 

 

 

(red./uw)

 

 

 

 

 

Das M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW präsentiert  mit dem bdla vom 9.10. bis 13.11.2014 im Technischen Rathaus in Köln (Willy-Brandt-Platz 2) Preisträger und Teilnehmer des LandschaftsArchitekturPreises.

Öffnungszeiten: Mo 8-16 Uhr, Di 8-18 Uhr, Mi 8 -16 Uhr, Do 8 -16 Uhr, Fr 8-14 Uhr.

Eröffnung und Preisverleihung: 8.10.2014, 18 Uhr. Anmeldung: bdlanw@bdla.de

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