Tag des offenen Denkmals 2003 – ein voller Erfolg!

Bei strahlendem Sonnenschein lockte der Tag des offenen Denkmals zahlreiche Kultur- und Architekturinteressierte in die Stadt.

Bei insgesamt 89 unterschiedlichen Veranstaltungen erhielten die Besucherinnen und Besucher einen ganzen Tag lang Einblick in sonst nicht zugängliche historische Gebäude und hatten die Gelegenheit, an Themenführungen zu verschiedenen Aspekten der Kölner Baugeschichte teilzunehmen.

Nicht nur bundesweit wurde mit mehr als 4 Millionen ein neuer Besucherrekord verzeichnet, auch in Köln meldeten zahlreiche Teilnehmer, die bereits seit Jahren „ihre“ Baudenkmale am Denkmaltag öffnen, einen so bisher nicht erlebten Besucheransturm. Im Fort X am Neusser Wall, in der Hahnentorburg am Rudolfplatz oder im Wasser- und Elektrizitätswerk am Zugweg beispielsweise wurden jeweils 50 Prozent mehr Besucher als im vergangenen Jahr gezählt.

Aber auch viele der erstmalig in diesem Jahr geöffneten Bauten entwickelten sich zu wahren Besuchermagneten, was von Nutzern und Eigentümern mit zumeist großer Verwunderung kommentiert wurde. „Dass gerade unser Haus auf so viel Interesse stößt, hätten wir nie gedacht“ war das einhellige Echo der erschöpften, aber auch sichtlich zufriedenen Mitstreiter des Kölner Denkmaltages. Trotz teilweise minutenlangen Schlangestehens, um Einlass in eines der privat oder gewerblich genutzten Häuser in der Innenstadt und den Stadtteilen zu erhalten, war die Laune allerseits gut. Zwischen 200 und 300 Besucher wurden hier jeweils gezählt. Angenehm überrascht zeigten sich die für Auskünfte zur Verfügung stehenden Eigentümer und Architekten auch über die interessierten und zielgerichteten Fragen der Besucher zum Thema Denkmalschutz. Viele erkundigten sich nach den Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit der Kölner Denkmalbehörde, ob das denn nicht auch sehr schwierig gewesen sei…. Die hervorragend sanierten Gebäude jedenfalls belegen, dass sich die Mühe gelohnt hat!

Erfreulich ist aus Sicht der Kölner Denkmalpfleger auch das große Interesse am Gebäude des Crowne Plaza Hotels am Habsburgerring, ein häufig unterschätzter und wenig geliebter Großbau der frühen 1960er Jahre. Die fachkundigen Führungen rund um und durch das Hotel öffneten Hunderten von Besuchern die Augen für die städtebaulichen und architektonischen Qualitäten dieses an amerikanischen Vorbildern orientierten ehemaligen Verwaltungsgebäudes – auch das ein wichtiger Erfolg des Denkmaltages.

Als deutscher Beitrag zu den „European Heritage Days“ unter Schirmherrschaft des Europarates stellt der Tag des offenen Denkmals nun bereits seit 12 Jahren die Vielfalt des Denkmälerbestandes in den einzelnen Kommunen vor, um über Aufgagen und Arbeit von Denkmalschutz und Denkmalpflege zu informieren und für den Erhalt des (bau-)kulturellen Erbes zu werben. Der Stadtkonservator Köln hat sich von Anfang an an diesem Aktionstag beteiligt und organisiert und koordiniert das Gesamtprogramm des Kölner Denkmaltages. Ermöglicht wird die Durchführung dieses Tages durch die großzügige finanzielle Unterstützung der Stadtsparkasse Köln und der Friedrich Carl Heimann Gesellschaft.

Nach dem großen Besucherzuspruch dieses Jahres freut sich der Stadtkonservator Köln auf den Tag des offenen Denkmals 2004 am 12. September.

Wir würden uns freuen, wenn sich weitere Eigentümer und Nutzer von Baudenkmalen oder auch Architekten, die Sanierungen durchgeführt haben, zu einer Mitwirkung am Tag des offenen Denkmals 2004 entscheiden könnten.

Bei Interesse bitte melden bei:

Katharina.Zander@stadt-koeln.de oder konservator@stadt-koeln.de

Tel: 0221/221-27716 oder 22318

Katharina Zander

untitled

Cronwe Plaza, Habsburgerring

untitled

Volksgartenstr. 12

untitled

Am Römerturm 3

Schreibe einen Kommentar