Die „Chargesheimer Gesellschaft“

Die Entwicklung der Gesellschaft, die Würdigung des Werkes von Chargesheimer, Ausstellungen – Gespräche – Arbeitsgruppen – Projekte, der Wallrafplatz … zunächst horizontal … dann vertikal

1997-1998 Eine Gruppe von conviviandi erwägt in den allmonatlichen „4 hoch 2“-Runden einen Verein kritischer Kultur in Köln zu gründen.

09. 06. 1998 Wolfgang Brüggen, Gigi Campi, Wolfram Gerbracht, Ines Kaiser, Rainer Kling, Laurenz Lenkewitz, Willi Linden, Rainer Michalke, Dr. Reinhold Misselbeck, Hans-Jürgen von Osterhausen, Dr. Michael Pauseback, Dieter Pesch, Christel Plöthner, Rolf Röder und Dr. Robert von Zahn gründen die „Chargesheimer Gesellschaft, Förderung kritischer Kultur in Köln“.

Einige Projekte werden bereits bei der Gründungssitzung vorgeschlagen und diskutiert, u.a. eine Präsentation im Rahmen der Photokina 98, die Veranstaltung von Chargesheimer Gesprächen, die Digitalisierung von 24.000 unveröffentlichten, im Archiv des Ludwig Museums lagernden Chargesheimer-Negativen, die Veranstaltung von Ausstellungen mit Chargesheimer-Originalen (Jazz-Windows und Portfolio) und die Idee zur Wallrafplatz-Umgestaltung … Über letzteres berichten alsbald der Kölner Stadtanzeiger und die Kölnische Rundschau.

Der Vorstand leitet Verhandlungen mit den zuständigen Stadtämtern ein und stellt Ende 1998 eine „Wallrafplatz Projektgruppe“ zusammen: Prof. Bruno Franken, Prof. Heinz Bähr, Wolfgang Brüggen, Gigi Campi, Hans Jürgen von Osterhausen, Dieter Pesch, Rolf Röder und Dr. Robert von Zahn machen sich an die Arbeit.

06. 07. 1998 Ein erstes Ergebnis ist zu verzeichnen. Zwischen der „Chargesheimer Gesellschaft“ und der Stadt Köln wird ein Vorvertrag über die freiwillige Übernahme der Kosten der Umgestaltung des Wallrafplatzes sowie der Einmündungsbereiche der abgehenden Seitenstraßen geschlossen.

05. 10. 1998 Die „Chargesheimer Gesellschaft“ wird im Vereinsregister des Amtsgerichts Köln unter VR Nr. 12930 eingetragen.

10. 08. 1999 Die Finanzbehörden erkennen der „Chargesheimer Gesellschaft“ die Gemeinnützigkeit zu. Stadtplanungsamt und „Chargesheimer Gesellschaft“ entscheiden sich für den Bau einer Musterfläche auf dem Wallrafplatz. WDR und Sion-Brauerei sind bereit die Implementierung dieser Fläche am Wallrafplatz/Ecke Rechtschule finanziell zu unterstützen.

15. 12. 1999 Im Kölner Rathaus findet ein entscheidendes Gespräch mit dem Oberbürgermeister Harry Blum statt. Gigi Campi und Rolf Röder (Vorsitzender, bzw. Schatzmeister der C.G.) erläutern Pläne und Kosten. Die Absichten der „Chargesheimer Gesellschaft“ finden die volle, stimulierende Zustimmung des Oberbürgermeisters: „Ein verführerischer Vorschlag. Ich bin überzeugt, dass nicht nur Privatpersonen, sondern auch Unternehmen und Institutionen – im Sinne der Kölner Tradition – das Projekt unterstützen werden. Die Präsentation der Musterfläche wird den Ausschlag geben. Eine Publikation sollte ausführlich über alle Details informieren. Und die Medien müssen mitspielen … Ich bin überzeugt, sobald erste Abschlüsse vorliegen, werden auch unsere Ratsfraktionen und unsere Ausschüsse die Umwandlung des Platzes mittragen … Ich denke, dass noch im Herbst 2000 der endgültige Vertrag zwischen der „Chargesheimer Gesellschaft“ und der Stadt zur Unterschrift vorliegen sollte …“

Hartmut Hoferichter (Stadtplanungsamt) und Detlef Fritz (Tiefbauverwaltungsamt) nehmen an dem Gespräch mit Harry Blum teil. Der Oberbürgermeister bittet beide Verantwortlichen aus der Stadtverwaltung, die die Entwicklung des Projektes von Anfang an begleiten, die Arbeit der „Chargesheimer Gesellschaft“ weiterhin voll zu unterstützen.

31. 12. 1999 Während der Millenniumsfeier im Funkhaus schlagen OB Harry Blum und WDR Intendant Fritz Pleitgen als Datum für die Einweihung der Musterfläche den 4. Juli 2000 vor. Gigi Campi: „Wunderbar, zu Satchmos 100. Geburtstag!“ Wolfgang Clement ist zugegen und läßt sich informieren: „Eine tolle Initiative. Zum Gelingen viel Glück!“

16. 02. 2000 Die Projektgruppe Wallrafplatz und der Vorstand stellen sich auf das Datum 4. Juli ein. Ein Konzert? Rundfunkdirektorin Monika Piel: „Ja. Wenn unsere Bigband sich nicht auf Tournee befinden wird, könnte es zur Einweihung der Musterfläche und zum 100. von Louis Armstrong ein Platzkonzert der WDR Bigband geben“…

16.05.2000 Die Projektgruppe legt dem Vorstand der Gesellschaft unter dem Arbeitstitel „Wallrafplatz Vertikal“ eine kritische Revision der Fassadengestaltung vor. Federführend ist der Architekt Bruno Franken, FB Architektur der FH Köln.

 

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