In seiner Veranstaltungsreihe „Wohngebiet Rheinland - wo wachsen, wie wohnen?“ betrachtet das Architektur Forum Rheinland am 01.07.2013 die Möglichkeiten von Baugemeinschaften und ...

Wohnen als „marktwirtschaftliche Ware“ ist in den unter Druck geratenen Miet- und Immobilienmärkten unserer Großstädte in die Diskussion gekommen. Zwischen dem zu geringen Angebot öffentlich geförderter Wohnungen und dem stetig teurer werdenden „freien Markt“ finden Normalverdiener immer weniger bezahlbare Angebote an Wohnraum. In früheren Zeiten von Wohnungsnot wurden Wohnungsbaugesellschaften der Städte oder Wohnungsbaugenossenschaften gegründet, die noch heute größere Bestände besitzen. Zur Eigentumsbildung einfacherer Einkommensschichten über Genossenschaften sind heute die individuell gestalteten Bauten von Baugruppen gekommen, die interessantere (Gemeinschafts-)Wohnideen umsetzen, als der übliche Wohnungsbau des freien Marktes. Dazu sind Genossenschaften und Baugruppen oft sozial agierende und stabilisierende Gemeinschaften im Quartier.

Wenn Genossenschaften und Baugruppen in der Lage sind, auch Menschen mit kleineren Einkommen qualitätvollen Wohnraum zu bieten, der oft noch innovativer und sozial stabilisierend ist, warum wird dann heute nicht mehr Wohnraum vom „anderen Markt“ erstellt? Warum werden diese Bau- und Eigentumsformen von Planungsverantwortlichen im Land und in den Städten nicht stärker gefördert und unterstützt?

Werner Heinen (Architekturhistoriker, Köln) gibt einen Überblick über die historische Entwicklung der zahlreichen Genossenschaften und ihrer Bauten in Köln.

Angelika Simbriger (Sozialplanerin, koelnInstitut) referiert über die aktuelle Situation des „anderen Marktes“ und geht den heutigen Fragestellungen nach.

Montag, 01.07.2013, 19:30 Uhr

Domforum

Domkloster 3

50667 Köln

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Eine Veranstaltung des AFR Architektur Forum Rheinland in der Reihe „Wohngebiet Rheinland – wo wachsen, wie wohnen?“

Info@Architektur-Forum-Rheinland.de

Baugruppe

Gemeinsam genutzter Innenhof der Baugruppe „Sülzer Freu(n)de“

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