Das kleine Grün – Urbane Gärten

Das Architektur Forum Rheinland stellt in seiner Veranstaltung am 03.09.2012 historische Wurzeln und aktuelle Tendenzen des ‚Urban Gardening‘ vor.

Urbanes Gärtnern hat in Deutschland eine lange Tradition. Neben dem Leipziger Arzt Moritz Schreber gibt es viele weitere Wurzeln des städtischen Gartens. Haus- und Kleingärten, grüne Innenhöfe und Dachgärten sind heute der wichtige private Beitrag zum Stadtgrün. Inzwischen entwickelt sich das urbane Gärtnern mit sozialem, ökologischem und stadtgestalterischem Anspruch weiter, wofür Begriffe wie guerilla-gardening oder urban-gardening stehen.

Junge Paare und Familien wagen sich in Schrebergartenvereine oder werden auf unverbindlicherer Basis Mitglied einer jener neuartigen urban-gardening Vereine, aber auch konventionelle Gartenmessen und -center boomen.

Ist der neue Gartenkult – das Jäten, Ernten, Häckseln, Säen- nicht doch ein Rückzug ins Laubenpieperhafte?

Welche Rolle spielt das kleine Grün aktuell in der und für die Stadt? Wie privat, wie öffentlich ist sein Charakter? Wie sind seine Entwicklungen historisch, soziologisch, ökonomisch und stadtentwicklungspolitisch einzuordnen?

Vorträge und Impulse:

Thesen über eine neue positive Definition des Verhältnisses zwischen Stadt und Landschaft, abgeleitet aus einer historisch-theoretischen Analyse, bringen Einsichten für die aktuellen Tendenzen des urban-gardening. (Thomas Knüvener, Architekt BDA und Landschaftsarchitekt, Knüvener Architekturlandschaft, Köln )

Gebaute Projekte zeigen beispielhaft auf, wieviele Gesichter das kleine Grün im Laufe der letzten Jahrzehnte unter geänderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen entfaltet hat, dabei durch seine Kompensationswirkung eine Vielfalt unterschiedlicher Bedürfnisse zu bedienen hatte und wie und durch wen dies heute geschehen kann. (Friedhelm Terfrüchte, Landschaftsarchitekt BDLA, Planungsbüro DTP Davids Terfrüchte Partner, Essen )

Verschobene Grenzen zwischen dem Öffentlichen und Privaten thematisiert der dritte Beitrag. Die Verlagerung ehemals privater Funktionen in den urbanen Raum stellt die Frage nach Urbanität und städtischem Freiraum, die zukünftig eine wichtige Rolle in der Stadtentwicklung spielen wird. (Isabel Finkenberger, Freie Stadtplanerin, Köln)

Montag, 03.09.2012, 19:30 Uhr

Domforum


Domkloster 3, 50667 Köln

Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Eine Veranstaltung des AFR Architektur Forum Rheinland in der Reihe „Grün, Grüner, Köln – Gürtel, Parks und Gärten in der Stadt“

info@architektur-forum-rheinland.de

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