Kriterien für einen gelungenen Ort sind vielfältig - die Inbesitznahme des Bahnhofsvorplatzes ist, laut Boris Sieverts, eines.

Montagsgespräch im Domforum

Eine selbstbewusste Feststellung überschrieb das letzte Montagsgespräch zur Baukultur in Köln mit „Köln gelingt“. BDA-Vorstand Ute Piroeth, begrüßte rund 60 Anwesende zur Vorstellung weniger beachteter Bauprojekte, die als gelungen bezeichnet werden können. Zur Definition von Gelingen und Misslingen lieferte Architekt Simon Hubacher einleitend Schlagworte wie Investition, Priorität, Einbeziehung und gelenkte Veränderung, ohne die es eben „nicht gelingt“.

Zwitschermaschine, Schule, Siedlung und Pumpwerk

Dementsprechend erläutert Anton Bausinger, Geschäftsführer von Friedrich Wassermann, den Gewerbe- und Landschaftspark „Triotop“ am Wassermannsee: „Alpha eins“, „Zwitschermaschine“, „Nessie“ und „Etrium“, die erfolgreichen Produkte namhafter Architekturbüros als Sitz von Konzernen wie Sony und Public Care. Lösungen zu den dringlichen Neu -und Erweiterungsbauten offener Ganztagsschulen, präsentierte Engelbert Rummel, Betriebsleiter der städtischen Gebäudewirtschaft.

Nach der Sanierung für insgesamt 170 Millionen Euro habe es keinen Vandalismus mehr gegeben, so Rummel. Das bestätige den Erfolg. Kathrin Möller, aus dem Vorstand der GAG Immobilien AG, beglückwünschte wiederum zum Erhalt der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft mit Bildern von der Modernisierung der teils denkmalgeschützten Germaniasiedlung, des blauen Hofes, der preisgekrönten Riephahnsiedlung und der Neubauten auf dem Niel-Siemens-Gelände. Von Pumpwerken handelte dann der Vortrag von Henning Werker, Abteilungsleiter Planung und Bau der Stadtentwässerungsbetriebe: Wettbewerbsergebnisse Schönhauser Straße, Bremerhavener -sowie Uferstraße beweisen die Möglichkeit landschaftsgestalterischer Planung technoider Gebäude ohne Zäune und Scheinwerfer.

ästhetische Nachhaltigkeit

Abschließend erweiterte Stadtführer Boris Sieverts die Kriterien von Ökonomie, Sauberkeit und Corporate Identity mit Bildern aus der „Spaziergangswissenschaft“: Ein „Parkdeckrestaurant“, eine unberührte Landschaft im Speckgürtel der Stadt, die besetzte Treppe am Bahnhofsvorplatz. Sieverts appelliert an eine „ästhetische Nachhaltigkeit“ in der Planung, eine Achtung der natürlich vorhandenen Ortsqualitäten, „die man nicht auf den ersten Blick versteht“ – und empfiehlt einen Spaziergang jenseits der Orientierung an Bauwerk und Verkehrsweg – durch die vielschichtige Stadt.

Katrin Wefers

Weiterführende Links:

Hompage von TRIOTOP – Arbeit und Erholung werden eins

Zum Architekturführer:

>>>Hochwasserpumpwerk Schönhauserstraße

>>>OGTS Buschfeldstraße

Die Zwitschermaschine auf dem TRIOTOP-Gelände

Architektur: Reinhard Angelis, Köln

OGTS Buschfeldstraße in Köln Holweide, eine von 43 Neu -und Erweiterungsbauten offener Ganztagsschulen.

Architektur: Schilling Architekten, Köln

Hochwasserpumpwerk Schönhauserstraße

Kaspar Kraemer Architekten BDA, Köln

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