Kunst und Gedöns

Ein Preis für Baukünstlerinnen
Gesucht: Kompetenz, Kreativität und hoher künstlerischer Anspruch

Nur 15 Prozent aller öffentlichen Mittel zur Kunstförderung gehen in Deutschland an Frauen, hinzu kommt ein durchschnittlich rund 25 Prozent niedrigeres Gehalt im Vergleich zu den männlichen Kollegen. Das ist in der Baubranche nicht anders: „Von den 25.000 Mitgliedern der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen sind etwa 28 Prozent Frauen und diese sind hauptsächlich im Bereich der Innenarchitektur tätig“, sagte Frauenminister Armin Laschet

Dies zum Anlass geht der Künstlerinnenpreis des Landes Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr an die Baukunst im Bereich Architektur, Städtebau und Landschaftsplanung. In den letzten 14 Jahren wurden bereits verschiedene Kunstsparten thematisiert: Multimedia/ Neue Medien, Theaterliteratur, Neue Musik, Photographie, Zeitgenössischer Tanz und zuletzt Malerische Positionen.

Mit der Preisförderung wollen das Frauenministerium und die Kulturabteilung der Staatskanzlei zur Chancengleichheit beitragen und die Öffentlichkeit auf Defizite sowie besondere Leistungen der Künstlerinnen aufmerksam machen. 2010 sind Architektinnen angesprochen, die “mit Kompetenz, Kreativität und hohem künstlerischen Anspruch unser Land mitgestalten,” so der Kulturstaatssekretär Grosse-Brockhoff.

Einsendeschluss: 30. Juni

Zur Debatte stehen ein Hauptpreis in Höhe von 10.000 Euro für das Gesamtwerk einer Künstlerin sowie ein Förderpreis von 5.000 Euro. Nach Eingang der Dokumentationsmappen, wird sich eine Fachjury von fünf Expertinnen für die zwei Preisträgerinnen entscheiden, damit die Preisübergabe im November stattfinden kann. Für die Organisation ist das Frauenkulturbüro e.V. in Krefeld zuständig, das den Künstlerinnenpreis 1996 ins Leben gerufen hat.

Bewerben können sich diplomierte Ingenieurinnen aus den Bereichen Architektur, Städtebau und Landschaftsplanung, dabei ist die Mitgliedschaft in der Kammer nicht zwingend erforderlich. Allerdings sollten sie in Nordrhein-Westfalen geboren sein, leben oder arbeiten. Einsendeschluss ist der 30. Juni.

Weitere Infos und Bewerbungsunterlagen

Katrin Wefers

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