Bedeutungsvolles Lernen

Um den Klingelpützpark soll ein Bildungsverbund entstehen, der Planer und Pädagogen gleichermaßen beteiligt.

Das in NRW bisher einmalige Modellprojekt geht in die konkrete planerische Phase: Noch bis zum 9. Januar 2008 können sich Arbeitsgemeinschaften aus Architekten und Landschafts-/Stadtplanern um die Teilnahme am städtebaulichen Planungsworkshop (pdf) bewerben.

Im Kölner Stadtteil um den Klingelpützpark soll ein Bildungsverbund entstehen, der im Kern die Hauptschule und die Grundschule am Gereonswall, das Abendgymnasium an der Koyotostraße, das Hansagymnasium am Hansaring, die Freizeitanlage Klingelpütz und den KSJ Jugend-tower sowie eine noch zu errichtende Kindertagesstätte umfassen wird. Dieses in Nordrhein-Westfalen bisher einmalige Modellprojekt wurde von der Stadt Köln, mit Unterstützung der Montag Stiftungen ‚Urbane Räume’ und ‚Jugend und Gesellschaft’ aus Bonn initiiert.

Ziel des Verbundes ist die Entwicklung und Gestaltung des Quartiers rund um den Klingelpützpark zu einer zukunftsfähigen und gemeinsam verantworteten Bildungslandschaft. Es sollen im pädagogischen und baulichen Sinne Räume geschaffen werden, die ein lebensnahes, verantwortungsvolles und inklusiv angelegtes Lernen und Lehren für alle Nutzerinnen und Nutzer der Einrichtungen und für die Bürgerinnen und Bürger des Kölner Stadtteils Altstadt-Nord ermöglichen.

Auf einander abegestimmte Prozesse führen zum Ziel

Diese pädagogische Zusammenarbeit wird neue Raumprogramme in zum Teil neu entstehenden Gebäuden zur Folge haben. Sie werden gemeinsam in einem partizipativen Prozess geplant. So wird eine Architektur entwickelt, die optimal für alle Beteiligten nutzbar sein wird und den Stadtteil um den Klingelpützpark stärkt.

Die Inhalte und die Formen der Zusammenarbeit wurden von den Einrichtungen selbst in insgesamt sechs Werkstätten entwickelt. Sie wollen ihre Zusammenarbeit auf der Basis der Leitidee „Bedeutungsvolles Lernen“ gemeinsam gestalten.

Damit dieses Vorhaben bald Wirklichkeit wird, haben die Pädagogen der beteiligten Einrichtungen gemeinsam mit den Montag Stiftungen und der Stadt Köln eine Kooperationsvereinbarung entwickelt, die im Mai 2007 im Klingelpützpark von den Partnern unterzeichnet wurde.

Gesucht: Ein Konzept für die räumliche Entwicklung der Bildungslandschaft

Damit begann für die Einrichtungen die gemeinsame Arbeit, um in einem vielschichtigen Prozess die „Türen zu öffnen“ und den Weg zu einer abgestimmten Entwicklung gemeinsam weiter zu gehen. Dabei wurden in zwei Arbeitsgruppen, der AG Bau und der AG Pädagogik, sowie in weiteren Projektgruppen Grundlagen erarbeitet, die in die weiteren Überlegungen und Entwicklungen Eingang finden. Viele Engagierte Akteure trafen sich regelmäßig, um sich auszutauschen und die Inhalte des Projektes weiter in die Zukunft zu denken. Ein Schwerpunkt für die zukünftige bauliche Entwicklung lag in der Abschätzung von möglichen Raumbedarfen in den Einrichtungen, die über die Beschreibung derzeitiger und zukünftiger Aktivitäten formuliert wurden.

Im Spätherbst 2007 fand in Köln ein Partizipationsworkshop statt, auf dem über Möglichkeiten der Einbindung von Kindern und Jungendlichen in den Prozess nachgedacht wurde. Die Ideen, die von den Akteuren entwickelt wurden werden im Jahr 2008 umgesetzt werden.

Ab Februar 2008 werden nun in einem weiteren Schritt Architekten und Stadtplanern in einem Planungsworkshop über einen Zeitraum von drei Monaten in einen intensiven Dialog mit den Akteuren der Bildungslandschaft treten, um städtebauliche Rahmenbedingungen für die Entwicklung des Verbundes zu erarbeiten.

Weitere Projektinformationen und die Bewerbungsunterlagen finden Sie hier.

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