Made in Cottbus

Der BDA-Architekturpreis ‚Große Nike‘ wurde erstmalig verliehen – zwei Kölner Projekte erhielten eine „Kleine Nike“.

Cottbus ist im Kommen …

… Cottbus arbeitet an seinem Ruf als Universitätsstadt und Cottbus hat Glück: Hier gibt es einen Leiter des Liegenschafts- und Bauamtes, der innovative Projekte unterstützt. Und hier steht seit 2002 eines der bemerkenswertesten neuen Häuser des Landes Brandenburg – das IKMZ der BTU. Hinter diesen Abkürzungen verbirgt sich das „Informations-, Kommunikations- und Medienzentrum“ der „Brandenburgischen Technischen Universität“, einfacher ausgedrückt: die neue Bibliothek, gebaut von Herzog & de Meuron.

Nike – der Preis für Architektur

Und seit dem 29. Juni 2007 ist es auch amtlich, dass Cottbus für gute Architektur steht: Der Präsident der BTU Cottbus, Prof. Dr. Walther Ch. Zimmerli, und der Leiter des IKMZ, Dr. Andreas Degkwitz, nahmen den BDA-Architekturpreis „Große Nike“ auf dem BDA-Tag in Kassel entgegen.

Aus dem Urteil der Jury – u.a. mit Almut Ernst (Berlin), Marta Schreieck (Wien), Raoul Bunschoten London), Peter Brückner (Tirschenreuth), Kaspar Kraemer (Köln) und Heinrich Wefing (Berlin) – : „Das IKMZ wird mit seiner gestalterischen Qualität zum exemplarischen Studienobjekt der Architektur im elektronischen Zeitalter. Der architektonische Gesamteindruck, die skulpturale Wirkung, seine stadtbauliche Funktion und seine gesellschaftspolitische Aussage erheben das Gebäude auf dem Cottbuser Universitätscampus über viele andere zeitgenössische Bauwerke. Das Engagement von Bauherren und Architekten hat zu einer Architektur geführt, die jenseits der perfekten planerischen Gestaltung einer Bauaufgabe symbolischen Wert für unsere Gesellschaft besitzt.“

Der Preis der Preise

Für den erstmalig ausgelobten BDA-Architekturpreis „Große Nike“ qualifizierten sich bundesweit 63 deutsche und internationale Architekten mit ihren Bauwerken. Diese Projekte, die bereist mit einem BDA-Landespreis prämiert wurden, zählen zu den herausragenden Projekten der letzten zehn Jahre. Die Besonderheit des neuen BDA-Architekturpreises besteht darin, dass unterschiedliche Qualitäten in Architektur und Städtebau in eigenen Preiskategorien gewürdigt werden: In sieben Sparten werden Projekte mit einer „Kleinen Nike“ ausgezeichnet; den BDA-Architekturpreis „Große Nike“ erhält das Projekt, das die meisten „Kleinen Niken“ auf sich vereinen konnte.

Die einzelnen Preiskategorien umfassen klassische Qualitätskriterien: So gibt es eine „Kleine Nike“ für …

• die „beste stadtbauliche Interpretation“,

• den „architektonischen Gesamtausdruck“,

• die „beste Raumwirkung“ und

• für „Detailvollkommenheit“.

Ergänzt wird die Beurteilung durch Kategorien, die den gesellschaftlichen, den wirtschaftlichen und den ökologischen Bezug von guter Architektur verdeutlichen sollen.

Köln ganz weit vorn!

Aber auch die Kölner ließen sich nicht lumpen. Eine Nike für den „architektonischen Gesamteindruck“ ging an die Architekten Johannes und Ulrike Schilling für das Bürogebäude Gereonswall 75 in Köln. Und über eine Nike für „soziales Engagement“ freuten sich Wiegmann Architekten und Architekturbüro Trübenbach für die Sanierung der Katholischen Pfarrkirche St. Peter.

Die nominierten und die ausgezeichneten Projekte werden unter anderem im Deutschen Architektur Zentrum DAZ, im Deutschen Architektur Museum und im Rahmen der documenta 12 in Kassel zu sehen sein.

Natalie Bräuninger

Weitere Informationen zu den Kölner Projekten:

Bürogebäude Gereonswall

Pfarrkirche Sankt Peter

Hier finden Sie alle Preisträger:

Große Nike

Universitätsbibliothek in Cottbus

Die Universitätsbibliothek in Cottbus von herzog & de Meuron gewann die ‚Große Nike‘

Sanierung Olympiastadion

Kleine Nike für die ‚beste Raumwirkung‘: Die Sanierung des Olympiastadions in Berlin von gmp von Gerkan, Marg und Partner, Hamburg

Bürohaus Deichtor

Auch BRT Bothe Richter Teherani, Hamburg gingen nicht leer aus: ‚Kleine Nike‘ für die ‚beste städtebauliche Interpretation‘ – Bürohaus Deichtor, Hamburg

Bürogebäude Gereonswall 75, Köln

Eine ‚Nike‘ ging an die Kölner Architekten Johannes und Ulrike Schilling.

Foto: Jens Willebrand

Pfarrkirche St. Peter

Und auch die Kölner Architekten Wiegmann und Trübenbach erhielten eine ‚Nike‘.

Foto: Lukas Roth

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