Architekturstudenten versteigern öffentlichen Raum in Düsseldorf

„Temporäre Architekturen“, und „Flexible Strukturen“ bieten die Möglichkeit, Orte

befristet zu verändern, sie in einem neuen Licht erscheinen zu lassen. Genau das wollen die Architekturstudenten Verena Gerdesmeier und Patrick Stührenberg der Fachhochschule Münster. Sie konnten sich mit Ihrer Idee der „temporären“ Gestaltung des Gustaf-Gründgens-Platzes gegen ihre studentischen Kollegen der Hochschulen Aachen, Düsseldorf, Dortmund und Münster erfolgreich durchsetzen. Ihr Konzept wurde von der Jury unter Vorsitz von Prof. Günther Zamp-Kelp prämiert.

„Mein eigener Platz“

Mein eigener Platz in Düsseldorf, dieser Traum kann bald für wenig Geld wahr werden. Von 10 bis zum 30 September 2004 wird der Gustaf-Gründgens-Platz in Düsseldorf Stück für Stück versteigert- natürlich für begrenzte Zeit. Quadratmeterweise soll der Platz für einen Grundbetrag von 1,45 € für jeweils 24 Stunden versteigert werden. Während der Erlös wohltätigen Zwecken zugeführt wird, eröffnet der Zuschlag dem Ersteigerer ungeahnte Variationen der Nutzung und Gestaltung. Auf „seiner“ Fläche, ist dabei erlaubt was nicht verboten ist, vielfältige Möglichkeiten der In-Besitznahme eröffnen sich.

Experimente sollen im Projekt „Temporäre Architektur“ Anlass bieten, neue Lösungen für schwierige Situationen zu finden. Die Aufforderung für städtische Orte zeitlich begrenzte Architektur-, Garten- oder Kunstprojekte zu schaffen, richtete sich an Studenten unterschiedlicher Disziplinen in NRW. Im jährlichen Rhythmus soll eine Entwurfsaufgabe an fünf Hochschulen zusammen mit einer Stadt bearbeitet werden. Der von einer Jury gekürte Entwurf wird danach als Kleinst-Architektur oder als Mini-Gartenkunst für vier bis sechs Monate innerhalb eines festen Kostenrahmens verwirklicht. Die Zusammensetzung der Hochschulen, die Federführung und die Städte, die dafür Orte zur Verfügung stellen, wechseln jährlich. Studenten aus Münster, Dortmund, Aachen, Düsseldorf starteten in diesen Jahr mit möglichen Szenenbildern und Interventionen für den Gustav-Gründgens-Platz in Düsseldorf.

Gefördert wird das Projekt von der Landesinitiative StadtBauKultur NRW und der Stadt Düsseldorf, die auch Initiatoren und Auslober des Projektes sind.

meinplatz2004

Barbara Schlei
Readktion

temporaereArchitektur

Foto: Initiative StadtBauKultur NRW

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