Abriss des Kindergartens St. Hermann Joseph von Gottfried Böhm im Februar 2007. Foto: Veit Landwehr © bildpark.net

Gebäude aus der Zeit des Brutalismus in Köln

Das BDA Montagsgespräch am 23. April thematisiert die auch in Köln wieder-entdeckte Architektur aus der Zeit des Brutalismus. Was wird abgerissen, umgenutzt oder saniert? Oder läutet der aktuelle Hype eine Trendumkehr ein?

Schon in der Zeit des Wiederaufbaus nach dem zweiten Weltkrieg aber stärker noch in den 60 und 70er Jahren ist die Einwohnerzahl der Stadt Köln stark gewachsen. In der Folge sind in Köln zahlreiche Gebäude und Raumskulpturen entstanden, die auf-merksame Fachleute als „baukulturelle Zeitzeugen“ wiederentdeckt und wertschätzen, während gleichzeitig in der Stadtöffentlichkeit und verantwortenden Politik ihr Abriss eingeleitet wird. Das Rodenkirchener Rathaus, der Ebertplatz, die Mensa der Universität und das Hauptgebäude der TH-Köln sind Beispiele dieser Entwicklung.

Selbst einzelne Gebäude des Kölner Pritzkerpreisträgers Gottfried Böhm erscheinen auf der Abrissliste. Anstatt das 50 jährige Bestehend des Gutbrod-Ensembles gegenüber des Unihaupt-gebäudes, mit Hörsälen, Bibliothek, Seminargebäuden, Platzfläche und Straßen-unterführung, zu feiern, steht es um den Erhalt des „fast Denkmals“ offenkundig nicht zum Besten.

Andernorts wir der Brutalismus bereits geschätzt. Das DAM zeigt aktuell unter dem Titel SOS Brutalismus Modelle und Betonabgüsse von „Betonmonstern“ aus der ganzen Welt. Und die namensgleiche Internetseite #SOSBrutalismus legt eine offenen Datensammlung zur Rettung dieses baukulturellen Erbes an.

Der BDA Köln fragt, wie in Köln mit diesen Gebäuden, Räumen, Skulpturen, wie mit der baulichen Nachkriegsgeschichte umgegangen wird? Wie lässt sich der baukulturelle Wert dieser Epoche vermitteln und welche Sanierungs- und Nachnutzungskonzepte gibt es bereits? Diesen Fragen wird mit drei Vorträgen und einer anschließenden offenen Diskussion nachgegangen:

 

Begrüßung und Einführung

  • Prof. Andreas Fritzen, Vorstand BDA-Köln

Projektvorstellung und Diskussion

  • Yasemin Utku, Stadtplanerin Dortmund,
    „Zukunft von gestern für morgen – zum Umgang mit der Nachkriegsmoderne“
  • Prof. Dr. Riklef Rambow, Wüstenrot-Stiftungsprofessor für Architekturkommunikation am Karlsruher Institut für Technologie,
    „Baustoff, Stil, Epoche: Beobachtungen zur öffentlichen Wahrnehmung von Beton“


Podium

Mit den Vortragenden und:

  • Dr. Thomas Werner, Stadtkonservator der Stadt Köln
  • Anke von Heyl, Kunsthistorikerin im Arbeitskreis Nachkriegsmoderne, RVDL

 

Moderation

  • Prof. Andreas Fritzen, Vorstand BDA-Köln

Die Veranstaltung ist bei der AKNW als Fortbildung angefragt. Für die Ausstellung einer entsprechenden Bescheinigung erheben wir vor Ort eine Gebühr von 10 Euro. Für BDA-Mitglieder ist die Bescheinigung kostenfrei.

 

red|bs

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