Installation im Ausstellungsraum für Brauchbarkeit

Ausgangspunkt der Installation von Jörg Obergfell, die im Raum für Brauchbarkeit im Stadtteil Köln Kalk, sind einfache Geräteschuppen im Norden Japans. Diese kleinen, improvisierten Gebäude sind etwas grundlegend anderes als jene Konst­ruktionen, die von Architekten – den ›Schöpfern von Form‹ – entworfen werden. Sie sind gewissermaßen eine unerwünschte Erinnerung daran, dass Dinge älter und langlebiger sind als Ideen und dass es gelegentlich sogar schwierig sein kann, zwischen den bei­den zu unterscheiden.

 

© Jörg Obergfell

 

Sie dienen in dieser eher armen Gegend hauptsächlich zur Lagerung von Materialien für kleine Landbewirtschaftungen oder werden als Freizeithäuschen genutzt. Viele dieser Konstruktionen zwischen Chaos und Ordnung weisen auf eine gewisse Übersteigung ihres Zweckes, einen Übermut in der Ausführung hin. Durch einen kreativen Umgang mit Resten wird auf eindrückliche Weise eine Notwendigkeit unbewusst künstlerisch gelöst.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jörg Obergfell fotografierte eine Vielzahl dieser kleinen „Architekturen ohne Architekten“ sowohl im Sommer als auch in der dortigen Gegend sehr schneereichen Winter.

 

288 der so entstandenen Fotografien werden wandfüllend im Ausstellungsraum für Brauchbarkeit gezeigt. Eine improvisierte Struktur, die die Elemente der Schuppen von Aomori aufgreift, findet angrenzend ihren Platz im Raum.

Installation im Raum für Brauchbarkeit, Foto © Florian Müller

 

Der Ausstellungsraum für Brauchbarkeit zeigt im heterogenen und stark wachsenden Stadtteil Köln Kalk junge künstlerische Positionen aus dem In- und Ausland. Primär raumbezogene Installationen, Skulptur, Fotografie, Malerei und Medienkunst werden um Performances Künstlergespräche und Konzerte zeitgenössischer Musik ergänzt.

 

© Jörg Obergfell

Die Ausstellung ist auch am kommenden Samstag, den 4.11. im Rahmen der Museumsnacht zu sehen.
Weitere Infos auf den Seiten des Ausstellungsraumes für Brauchbarkeit
red

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