Wohnhaus in Hahnwald, Scheuring + Partner © Foto Scheuring + Partner

Die Anerkennungen des kap 2017

Wohnhaus Köln-Hahnwald

Wohnhaus in Köln Hahnwald, Scheuring + Partner © Foto: scheuring + partner

 

Die Einpassung des Wohnhauses in die Natur und die Aufteilung in Funktionsbereiche hat große Vorbilder in der modernen Architektur. Mit der hier gewählten Anordnung und Abfolge der Gebäudeteile und insbesondere mit der Führung der Wände mit ihren „Durchblicken“ wird jedoch ein eigenständiger Gesamteindruck geschaffen, der seine Vorbilder nicht verleugnet und zugleich die eigenen Gestaltungskraft deutlich macht. Zugleich bleibt dieses „Deutlichmachen“ durch Höhe, Materialwahl und Einpassung in das Grundstück zurückhaltend und dem Bewohnen verpflichtet.

Architekt: Scheuring + Partner Architekten mbB Bauherr: Martina und Pascal Küppers
Fotos: Scheuring + Partner
Adresse: Bonner Landstraße 125, 50996 Köln

 

Rheinboulevard Köln-Deutz

Rheinboulevard Köln-Deutz, planorama © Foto: Hanns Joosten

 

Der Rheinboulvard zwischen der Hohenzollernbrücke und der Deutzer Brücke schafft einen neuen vitalen öffentlichen Raum für Köln, der den Fluss und das Panorama auf die Innenstadt erlebbar macht. Trotz seiner eher harten und sehr robusten Materialität besitzt das Projekt eine überraschend hohe Aufenthaltsqualität, was durch seine sehr intensive Nutzung während der Sommermonate deutlich wird. Das Projekt hat sich innerhalb von sehr kurzer Zeit einen festen Platz im Kölner Stadtbild erobert und wirkt durch seine Selbstverständlichkeit so, als wenn es schon immer da gewesen wäre.

 

Architekt: PLANORAMA Landschaftsarchitektur, Berlin
Bauherr: Stadt Köln, Amt für Landschaftspflege und Grünflächen

Adresse: Kennedyufer Köln Deutz, zwischen Hohenzollernbrücke und Deutzer Brücke

 

Neuordnung östliche Domumgebung Köln

Östliche Domungebung mit Baptisterium, Allmann Sattler Wappner, © Foto Brigida Gonzàlez

 

Zu den größten Verheerungen der Nachkriegszeit gehört die Kölner Domplatte. Dass Städtebau aber auch heilsam sein kann, beweisen die so behutsamen wie präzisen Eingriffe in die östliche Domumgebung. Die Zusammenhänge zwischen der singulären Sakralarchitektur und dem gemeinschaftlich organisierten Stadtraum sind dank der geglätteten Raumkanten und entschlossener Rückbauten nun wieder lesbar. Aus einem Ort der Autogerechtigkeit wurde auf diese Weise wieder eine Sphäre der Passanten.

Architekt: Allmann Sattler Wappner Architekten Bauherr: Stadt Köln – Stadtplanungsamt Fotos: Brigida Gonzàlez
Adresse: Am Domhof, 50667 Köln

Lesen Sie zum Thema auch: Hügel – Platte – Hügel und Die Schnittstelle

 

Übergangswohnheim für Flüchtlinge

Zwischem dem Einfachen und dem Banalen liegt ein tiefer Graben.

Übergangsswohnheim, pagelhenn © Foto Jens Kirchner

 

Dieses Projekt gehört zu Ersterem und ist naturgemäß daher wenig spektakulär – ein einfaches Haus für mittellose Flüchtlinge – bei unser Besichtigung zeigte uns eine junge dreiköpfige Familie Ihr kleines Heim in welchem außer Teppichen keine weiteren Möbel, geschweige denn Spielsachen, zu finden waren und doch herrschte eine friedliche, fröhliche Stimmung, das Minimalwohn-/Kochzimmer hat eine kleine Loggia, die an allen Ecken der Häuser zu finden sind – die Absturzsicherung der Loggien werden durch, mit Flüssigkunststoff beschichtete Holzlatten gerahmt, welche die ganze Fassade horizontal gliedern – ein Massivbau mit Dämmziegeln, verputzt- keine weitere Containerwut – nein einfach, widerholbar, adaptierbar – klug gebaut. Eine Seltenheit bei dieser Bauaufgabe. Die Jury hätte gerne mehr davon.

Architekt: pagelhenn architektinnenarchitekt, BDA, BDIA

Bauherr: Amt für Wohnungswesen der Stadt Köln
Adresse: Potsdamer Straße 1a + 1d, 50859 Köln

 

 

Neubau Kita St. Agnes mit Jugend- und Familienzentrum

Kita St. Agnes © Foto Jürgen Schmidt

 

Mit einer einfachen baulichen Konfiguration von vier Gebäudeflügeln, die sich um einen Innenhof gruppieren, gelingt ein spannungsreiches und räumlich vielfältiges Haus. Die Differenz von umgebendem Waldgrundstück und dem steinernen Innenhof, der Abgeschlossenheit des Innenhofs und den immer wieder auftauchenden Durchblicken in die Umgebung, der Kontrast zwischen den zurückhaltenden Materialien der Flurbereiche und der starken Farbigkeit der Eingänge der einzelnen Kindergartengruppen erzeugen den Reiz dieser Anlage und machen diesen Kindergarten zu einem einprägsamen und angemessenen Ort.

Architekt: Thomas Duda
Bauherr: Kath. Pfarrgemeinde St. Agnes Köln
Adresse: Stormstraße 1, 50679 Köln

 

 

Magnus 31, Aufstockung Parkhaus

Magnus 31, Wilkin & Hanrath Bauphasen © Foto Tobias D. Kern

 

Hybride Mischwesen nehmen selten ein gutes Ende. Die Chimäre etwa, ein Fabelwesen der Antike, zugleich Löwe, Ziege und Schlange, wird mit einem Speer erlegt. Im Gegensatz dazu verdient das Kölner Hybrid, halb Parkhaus, halb Wohnanlage, Anerkennung. Das gilt gleichermaßen für die Architekten, Bauherren und Behörden. Gemeinsam wurde der ökonomisch gebotene und baupolitisch vorbildliche Rückbau eines Parkhauses realisiert, indem auf den oberen drei Etagen trister Parkraum in Wohnraum umgewandelt wurde. Die Fassade verbindet die ungleichen Elemente auf stadträumlich wirksame Weise.

Architekt: Wilkin & Hanrath Bauphasen
Bauherr: Metropol Immobiliengruppe, WvM Immobilien + Projektentwicklung GmbH, Contipark International Parking GmbH
Adresse: Alte Wallgasse 31, 50672 Köln

 

 

Haus F in Köln-Weiß

Haus F, Jswd Architekten © Foto Christa Lachenmaier

 

Zur Straßenseite hält das Gebäude zum einen mit der Giebelführung und zum anderen mit seiner starken Farbe, seinem Material und der Fenstergestaltung eine sehr gute Balance zwischen Einpassung und Eigenständigkeit. Nach hinten ist die Abfolge der Gebäudeteile eigenwillig, zugleich aber den jeweiligen Nutzungszwecken angepasst und wiederum durch Farbe und Material und Linienführungen selbstbewusst und zugleich ansprechend verbunden. Fenstergestaltung und Fensterverteilung geben dem gesamten Komplex Leichtigkeit und Transparenz. Die Ausnutzung der Grundstücksfläche ist ausgezeichnet gelungen.

Architekt: JSWD Architekten
Bauherr: Ralf und Annika Feckler Fotos: Christa Lachenmaier
Adresse: Auf der Ruhr 58a, 50996 Köln

 

Liebe Deine Stadt Museum

Liebe deine Stadt Museum, BeL © Foto Veit Landwehr

 

Die Belebung des Stadtbildes durch wechselnde Pavillons ist grundsätzlich zu begrüßen. Durch die feingliederigen Kolonaden und die Leichtigkeit der Überdachung lädt er zur Begehung oder zum Schutz vor Regen ein und bleibt vor seinem Hintergrund transparent. Gleichzeitig nimmt die Struktur dem zentralen Verkaufsstand die Schwere. Dazu trägt auch die symmetrische Dreigliederung des Standes bei. Die dort geschaffenen „Einbuchtungen“ nehmen das Dreiermotiv auf, schaffen Platz und verstärken mit ihrem Zurücktreten den räumlichen Eindruck. Von der Rückseite erscheinen die drei“Ausbuchtungen“ jeweils wie die Apsis einer romanischen Kirche und passen so zum Thema des Pavillons.

Architekt: BeL Sozietät für Architektur

Bauherr: Merlin Bauer, Köln
Adresse: mobil

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