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Der Kölner Architekturpreis im Jubiläumsjahr

Alle drei bis fünf Jahre wird einer der ältesten deutschen Architekturpreise vergeben. Der Kölner Architekturpreis kap. Drei Jahre sind seit der letzten Auslobung und Preisverleihung im Jahr 2014 vergangen – drei Jahre in denen so mancher preisverdächtige Bau in Köln und um Umgebung entstanden ist – uns jedenfalls, würden einige einfallen.

Aber der Kölner Architekturpreis wird am 01. März 2017 nicht nur zum 13. Mal ausgelobt, sondern feiert auch sein 50-jähriges Bestehen. Grund genug, einmal genauer hinzuschauen.

Es ist ein Preis, der für baukünstlerische Leistungen, also für bereits Realisiertes verliehen wird. Denn hier, am fertigen Bauwerk ist ablesbar, ob die Idee der konkreten Realisierung standgehalten hat und die einst gedachten Konzepte, die oft lange Entwicklung mit vielen Beteiligten hinter sich haben, noch ablesbar sind. Folgerichtig wird nicht nur die Leistung der beteiligten Architekten sondern gleichermaßen auch der verantwortungsvolle Part der Bauherren gewürdigt, denn sie sind es zuletzt, die Architektur erkennen und zulassen müssen.

Der Preis soll die gesamte Breite des Bauspektrums vorbildliche Bauwerke abbilden, dazu gehören Neubauten und Umbauten genauso wie städtebauliche Anlagen, Freianlagen und Interventionen im öffentlichen Raum in Köln und Umgebung. Der Blick auf die Preisträger der letzten Jahre zeigt dieses breite Spektrum: Bürogebäude, Umnutzungen, städtebauliche Lösungen, temporäre Gebäude und immer wieder Wohnbauten: Prämiert wurden und werden Bauten von großer Unterschiedlichkeit: In Maßstab, Aufgabe, Budget und in ihrem Anspruch.

50 Jahre kap – 13 mal Kölner Architekturpreis – 70 Jahre Baukultur

Rund 250 Bauten und Freianlagen erhielten seit seinem Bestehen den kap. 1967, bei der ersten Preisverleihung, waren es 80 Gebäude: eine erste Bilanz der Kölner Bautätigkeit nach Kriegsende. Somit sind die Feiern in diesem Jahr gleichzeitig auch Anlass, auf 70 Jahre Kölner Baugeschehen zurückzublicken.

Durch die Auszeichnung von Gebäuden soll dazu beigetragen werden, das öffentliche Bewusstsein für Baukultur zu schärfen und die kulturelle Relevanz des Planens und Bauens zu verdeutlichen. Und diese finden sich nicht nur bei den prominenten Bauten, sondern in gleicher Weise bei den alltäglichen Bauaufgaben, die das Gesicht unserer Städte und Landschaften prägen.

 

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Mit der Auszeichnung wird eine Plakette, entworfen von dem Künstler Karl Burgeff, überreicht, die am Objekt auf die besondere baukulturelle Leistung hinweisen wird. © Barbara Schlei

 

In der jüngeren Vergangenheit konnten ausgezeichnete Bauwerke Qualitätsmaßstäbe in der zeitgenössischen Architektur Kölns, sowie weit über die Stadtgrenzen hinaus, setzen. Als Beispiel sei Kolumba genannt, das 2007 von Peter Zumthor fertiggestellte Kunstmuseum des Erzbistums Köln. Wie Kolumba, erhielt auch die 2013 von Sauerbruch Hutton für die evangelische Brückenschlag-Gemeinde Köln Flittard/Stammheim realisierte Immanuelkirche nach dem Kölner Architekturpreis den BDA Architekturpreis Nordrhein-Westfalen. Denn die mit dem kap ausgezeichneten Gebäude und städtebaulichen Anlagen sind eingebunden in ein System von BDA Preisen sowohl auf Landes-, als auch auf Bundesebene, und stets für den nachfolgenden BDA-Architekturpreis Nordrhein-Westfalen nominiert.

Bei der letzten Verleihung 2014 gehörten zum Beispiel die Immanuel-Kirche von Sauerbruch Hutton, Berlin, Bauherr: Evangelische Brückenschlag-Gemeinde Köln-Flittard/Stammheim, die Siedlung Buchheimer Weg, ein Ersatzneubau einer 50er-Jahre Wohnsiedlung der Architekten: ASTOC Architects and Planners oder das Baugemeinschafts Familienprojekt Brehmstraße, Architekturbüro Klaus Zeller aus Köln zu den Preisträgern.

Die Preisträger von 2014 auf einen Blick

 

Alle Daten auf einen Blick:

Die Ausgabe der Unterlagen erfolgt am 01.03.2017. Die Auslobung ist als pdf-Datei unter www.koelnerarchitekturpreis.de abrufbar oder wird auf Anfrage verschickt.

Anmeldeschluss: 14.07.2017

Einreichung der Beiträge: 12.09.2017

Preisverleihung und Ausstellungseröffnung: 22.09.2017

Ausstellung im Kölnischen Kunstverein: 23.– 27.09.2017

 

Kontakt kap:

Kölner Architekturpreis e.V.
Cäcilienstraße 48, 50667 Köln
Tel 0221 32 73 37

kap Vorstand: Rolf Vollmer, Björn Severin, Ute Becker und Anja Reiners
kap@ koelnerarchitekturpreis.de
www.koelnerarchitekturpreis.de

 

 

Jahresprogramm

Auch das Architektur Forum Rheinland widmet sein Jahresprogramm 2017 dem kap:

Im Jahr 1967 wurde in Köln die erste Bilanz gezogen. Bei der ersten Preisverleihung konnten 80 Bauten aus 20 Jahren Bauen nach dem Krieg mit dem neu geschaffenen Kölner Architekturpreis ausgezeichnet. Das 50-jährige Bestehen des kap nimmt das AFR zum Anlass, auf Bauten, Planer und Bauherren aus 70 Jahren Bauen in und um Köln zurückzublicken. Was wurde inzwischen alles prämiert, was erscheint davon heute noch auszeichnungswürdig und welche Preise versteht man nach Jahren nicht mehr so recht? Wie haben sich gesellschaftliche Veränderungen und gewandelte Paradigmen in der Planungskultur auf die Preisfindung ausgewirkt?

Zur Internetseite des AFR

 

Barbara Schlei

 

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Preis der Preisträger
Architekturpreis Nordrhein-Westfalen ging an die Immanuelkirche in Köln-Stammheim-Flittard.

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