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BDA Montagsgespräch: Mehr Pragmatismus – weniger Standards im Wohnungsbau

BDA Montagsgespräch
20. Februar 2017 | 19:30 bis 21:30 Uhr | Domforum, Domkloster 3, 50667 Köln

Wohnungen entstehen derzeit an vielen Stellen und doch ist die Klage um den Deutschen Wohnungsbau laut und deutlich: zu wenige bezahlbare Wohnungen, zu teuer die Quadratmeterpreise, zu kompliziert die bautechnischen Forderungen.

Die zunehmende Wohnungsknappheit in Deutschlands Metropolen führt auch zu einer Hinterfragung der Regelwerke und der Vielfalt an Normen und Gesetzen. Durch die Umsetzung von technischen und funktionalen Normierungen im Wohnungsbau und die damit verbundene Überregulierung, entstehen in der Praxis meist nicht die zeitgemäßen Gebäude, die wir benötigen, weder in architektonischer oder sozialer noch in ökonomischer Sicht.

Das Vokabular der Architektur schrumpft. Die Frage nach der architektonischen Qualität wird mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt und durch die Frage nach dem Stand der Technik überlagert.
Es scheint eine unabänderliche Regel zu geben, dass Standards immer höher, strenger, sicherer, restriktiver und teurer werden. Eine Re- Standardisierung und Vereinfachung der Bauregeln könnte eine Lösung sein und Voraussetzung bieten über Absicherungsstandards und Gewohnheitsstandards zu Gunsten einer größeren Detailvielfalt neu nachzudenken. Denn, bauen muss wieder einfacher, kostengünstiger, schneller und innovativer werden.

Das BDA Montagsgespräch möchte die Debatte über Standards im Wohnungsbau führen: Kann, durch eine Neubewertung der „erforderlichen Standards“, die Diskussion über die architektonische Qualität neu belebt werden und welche Beispiele belegen das positiv?

Begrüßung und Einführung:

Ute Piroeth, Vorstand BDA Köln
Statements:
Dr. Karen Jung
, Kuratorin, M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW,
Matthias Rottmann, DeZwarteHond. Köln,
Detlef Dier, Beyer + Dier Architekten BDA-Stadtplaner, Ingolstadt,
Alexander Bendzko, Abteilungsleiter Technik gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt

 

Anschließend Diskussion im Zwiegespräch:
Kay Noell, experimenteller Wohnungsbau, Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, NRW
Klaus Hafer, öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger, Beratender Ingenieur der Ingenieurkammer-Bau NRW
Dr. Karen Jung, Kuratorin, M:AI Museum für Architektur und Ingenieurkunst NRW
Matthias Rottmann, DeZwarteHond. Köln
Detlef Dier, Beyer + Dier Architekten BDA-Stadtplaner, Ingolstadt
Alexander Bendzko, Abteilungsleiter Technik gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft Ingolstadt

Gesprächsleitung:
Burkard Dewey, Dewey Muller Architekten Stadtplaner, Köln

Die Veranstaltung ist bei der AKNW mit 2 Unterrichtsstunden als Fortbildung beantragt. Für die Ausstellung einer entsprechenden Bescheinigung erhebt der BDA vor Ort eine Gebühr von 10 Euro. Für BDA-Mitglieder ist die Bescheinigung kostenfrei.

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