... an Oper und Schauspielhaus? ... in der archäologischen Zone?

koelnarchitektur.de fragt die Architekten. Zweiter Teil der neuen Serie

In der Serie Statusabfrage lässt koelnarchitektur die Architekten der Projekte zu Wort kommen, die sich derzeit im Baustellen- oder Schwebezustand befinden. Sachlich, prägnant und aus erster Hand ist hier zu erfahren, wo es weiter geht, wo es stockt und wo sich etwas ändern wird.

In dieser Woche gilt unser Interesse den Kulturbauten. Wir freuen uns über die Grundsteinlegung für die Erweiterungsbauten der Oper und das Fortschreiten der Planungen für das Jüdische Museum und die archäologische Zone. Leider konnten wir keine Neuigkeiten von der Moscheebaustelle erfahren und die Zukunft des ehemaligen Rautenstrauch-Joest-Museums am Ubierring ist trotz der umfangreichen Studie zu Umnutzung als Sitz der Rheinischen Musikschule und „Haus für Kino, neue Medien und Filmbildung“ so ungewiss, dass wir leider nicht darüber berichten können.

Sanierung der Bühnen Köln

„Natürlich steht noch einiges an, aber wir liegen mit der Sanierung der Bühnen Köln nach wie vor im Zeit- und Kostenrahmen. Gerade haben wir vor der Kinderoper den Grundstein gelegt und das Richtfest dafür ist bereits für das kommende Frühjahr geplant. Aktuell bemustern wir die Fassade des Neubaus an der Krebsgasse, die goldene Mosaikwand für die Kinderoper sowie die gesamte Bestuhlung für Schauspiel-Haus und Kinderoper. Die nächsten Meilensteine aus planerischer Sicht sind der Abschluss der Rohbauarbeiten Anfang 2014, die darauffolgende Montage der Fassade der Werkstatttürme sowie der gleichzeitige Ausführungsstart aller TGA-Gewerke. Natürlich kann es beim Bauen im Bestand immer Überraschungen geben, aber wir arbeiten mit Hochdruck daran, die Ensemble-Mitglieder schnellstmöglich aus den Interimsstätten in die „Heimat“ zurückzuholen.“

Remigiusz Otrzonsek, Gesellschafter HPP Architekten

Zum Baustellenrundgang im Juli 2013
>>“Auf wolkigen Höh’n wohnen die Götter“
31.07.2013
Die spannende Inszenierung einer Großbaustelle – Rundgang durch die Sanierungsmaßnahmen von Oper und Schauspielhaus.

 

Neubau Jüdisches Museum und Archäologische Zone

„Die Planung der Archäologischen Zone und des Jüdischen Museums geht nunmehr über fünf Jahre. In dieser Zeit wurde der prämierte Wettbewerbsentwurf mehrfach überarbeitet und in Zusammenarbeit mit den vielen Planungsbeteiligten: Archäologen, Historikern, Denkmalamt, Stadtplanungsamt, Behindertenverband, Landschaftsverband Rheinland etc. qualitativ weiterentwickelt. Die entwurfsrelevanten Punkte der Wiederherstellung des historischen Stadtgrundrisses mit Fassung des Rathausplatzes und Rahmung der Renaissancelaube, der mineralischen, dem Sujet des Gebäudes entsprechend gebrochenen Fassade, sowie der die mittelalterliche giebelständige Bebauung abstrahierenden Gebäudesilhouette, wurden beibehalten. Das Projekt kann der Bauaufgabe entsprechend in drei Bereiche unterteilt werden: dem Umbau des Historischen Rathauses und Spanischen Baus, der Überdeckung der neuen Grabungsbereiche auf dem Rathausplatz sowie der Stahlkonstruktion des Jüdischen Museums, das stützenfrei die besonders wertvollen Bereiche der historische Synagoge und der Mikwe überspannt.

Organisatorisch hat sich im Jahr 2013 einiges gewandelt. Mit der Beteiligung des LVR, der Neubesetzung der wissenschaftlichen Projektleitung sowie einer veränderten Projektleitung und -steuerung wurden im Projekt neue Impulse gesetzt eine zügige Umsetzung zielorientiert anzugehen. Derzeit laufen mehrere Prozesse parallel: von Bauantrag und Ausführungsplanung über Ausschreibung und Vergabe bis zur Ausführung erster Baumaßnahmen. So soll das auf dem Rathausplatz errichtete Fassadenmuster die Akzeptanz in der Bürgerschaft stärken und für eine Bebauung sowie Zugänglichkeit dieses an archäologischen Befunden reichen Gebietes werben, damit dies Anfang 2019 für die Bevölkerung eröffnen kann.“

Andreas Schmalz, Wandel Hoefer Lorch Architekten + Stadtplaner

Zum koelnarchitektur-Modul
>>Archäologische Schichten

Uta Winterhager

 

 

Zum ersten Teil der Serie >>Statusabfrage 1

23.10.2013
… an der Einsturzstelle des Historischen Archivs?
… mit dem Neubau des Historischen Archivs?

 

Sie legten den Grundstein für die Erweiterungsbauten der Oper am 28.20.2013: OB Jürgen Roters, geschäftsführender Direktor der Bühnen Patrick Wasserbauer, Opernintendantin Birgit Meyer, Schauspiel-Intendant Stefan Bachmann und Remigiusz Otrzonsek

Foto: SBK/Rakoczy

Standort Tunisstraße mit Blick auf das Schauspielhaus. Hier im Grenzbereich zwischen der neuen Kinderoper und dem künftigen Kleinen Haus wurde auf dem Gelände der früheren Opernterrassen der Grundstein gelegt.

Foto: SBK/Rakoczy

Ansicht des geplanten Museumsneubaus zur Obermarspforten – vis à vis des Wallraf-Richartz-Museums.

Grafik: Wandel Hoefer Lorch GmbH

Die tatsächlichen Dimensionen des Projekts zeigen die folgenden Illustrationen (grünlich/Ausgrabungen, hellgrau/Neubau): Ebene -01 niedristes Level der Ausgrabungen.

Grafik: Wandel Hoefer Lorch GmbH

Ebene OO: Eingang auf Höhe des Altermarkts

Grafik: Wandel Hoefer Lorch GmbH

Ebene 01: Straßenniveau des Rathausplatzes, der Luftraum über der Synagoge bleibt offen.

Grafik: Wandel Hoefer Lorch GmbH

Ebene 02: die Ausstellungsräume des Jüdischen Museums

Grafik: Wandel Hoefer Lorch GmbH

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