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Kolumba |
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Kontinuierliches Wachstum durch gezielte Ankäufe und Schenkungen sakraler Plastik oder Malerei sprengen die räumlichen Möglichkeiten des Erzbischöflichen Diözesanmuseums am Roncalliplatz. Deshalb entschloss man sich 1974, neu zu bauen, und diskutierte als Standort seit Mitte der 1990er Jahre eins der letzten Trümmergelände Kölns, St. Kolumba. Die ursprünglich romanische, spätgotisch erweiterte Kirche St.Kolumba, war die traditionsreichste und größte Pfarrgemeine der mittelalterlichen Stadt. 1945 von Bomben getroffen und bis auf die Umfassungsmauern zerstört, überstand lediglich eine Kalkstein-Madonna die Angriffe unbeschadet. Gottfried Böhm errichtete 1950 für das gerettete Marienbild die Sakramentskapelle "Madonna in den Trümmern". Unmittelbar dahinter liegt ein Ausgrabungsgelände, auf dem archäologische Spuren von 2.000 Jahren europäischer Baugeschichte zu finden sind: gotische, romanische, merowingische, römische. Dialog der Kunst mit dem Ort Diese Bestandteile und Fragmente vorhandener Architektur zu respektieren und einzubeziehen war eine der wesentlichen Aufgabenstellungen des seit 1993 vorbereiteten Wettbewerbs, als dessen erster Preisträger unter 167 Einsendungen im Juni 1997 der Schweizer Architekt Peter Zumthor hervorging. Die Jury unter Vorsitz von Max Bächer urteilte: "In besonderer Weise gelingt es der Arbeit, die integrative Absicht des Auslobers umzusetzen und sowohl die Kapelle als auch die Boden- und Baudenkmale der Kolumba-Kirche in einem Gebäude gleichwertig zu verbinden." Das neue Erzbischöfliche Diözesanmuseum ist, auch wenn es von der katholischen Kirche finanziert wird, ein Kunstmuseum, das sich nicht nur christlicher Kunst widmet. Joachim M. Plotzek, seit 1990 Direktor des Museums, "will ein Museum der Nachdenklichkeit und des intensiven Dialogs zwischen Kunst und den Anliegen der Kirche". Der Neubau birgt eine doppelte Chance: Neben dem Gewinn für das Museum und der Neupräsentation der Bestände wird auch das Stadtkarree zwischen der Konsummeile Hohestraße, Opernhaus und Nordsüdfahrt revitalisiert werden. |
![]() Ruinen der spätgotischen Kirche St. Kolumba und das Oktogon der Kapelle "Madonna in den Trümmern" bestimmen derzeit noch den traditionsreichen Bauplatz. Das Gotteshaus bleibt in seiner Funktion selbstständig und mit dem heutigen Eingang erhalten. Foto: Diözesanmuseum, Köln ![]() Modell der Gesamtanlage im Stadtraum, Birnbaumholz Foto: Diözesanmuseum, Köln [>] Weiter [<] Übersicht |
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Internetseite des Museums /// |
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