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03.07.2008
Randbemerkungen zu Diplomaufgaben und Diplomarbeiten der FH Köln 2008

Wieder einmal Zeit für einen historic turn: Wenn eines fernen Tages alle Heroen der Architekturgeschichte abgefeiert sind und das Werk aller Architekten der zweiten und auch noch der dritten Reihe mit ausreichendem monographischem Material hinterfüttert ist, wenn alle Stilgeschichten ihre Revision ins nicht mehr Darstellbare erfahren haben und keiner mehr an die Möglichkeit eines historischen Überblicks der Wissenschaft Architektur glaubt, wird ein findiger Kunsthistoriker darauf verfallen, eine Geschichte der Diplomprüfungsaufgaben zu schreiben. Und er wird feststellen, dass genauso wie die Architektur auch die Geschichte der dazu vorbereitenden Prüfungen absolut zeitgebunden ist und sich deshalb vielleicht besonders gut zur Darstellung der Bedingungen, Probleme und Möglichkeiten der Disziplin - ähnlich wie das Verhältnis Bauherr und Architekt - eignet: Jede Aufgabenstellung unterliegt den unmittelbaren Voraussetzungen ihrer Zeit _ und wenn es nicht die Lehrer sind, die sich mit ihrer Aufgabenstellung als Genossen ihrer Zeit erweisen, so werden es die Schüler sein, die sich die gestellten Aufgaben auf ihre Weise anverwandeln.

Schon ein wenige Dekaden zurückgeworfener Blick zeigt dies: War es in den siebziger Jahren noch möglich, mit einer rein statistischen Untersuchung zu einem soziologischen Thema das damals jedem Absolventen Wohlstand und Glück verheißende Zertifikat zu erlangen, so bedurfte es in den späten achtziger Jahren oftmals der schön kolorierten Zeichnung eines möglichst zweckfreien Kulturbaus mit spielerischer Attitüde, um abschließend erfolgreich zu sein. Später kam die Tendenz zum Work Out dazu: Diplomarbeiten sollten den Schülern als letzte große Selbstverwirklichungsphase dienen, in denen alle Register gezogen, jede Form vermieden, jedes Material verwendet und jeder Kontext geleugnet werden konnte. Mancher studentische Ansatz mit eindeutig strengerer Observanz ist bei diesbezüglich "Kreativität und Phantasie" heischenden Professorenurteilen unter die Räder gekommen.

Pragmatisches vs. Freigeistiges

Dass heute die Zeiten wiederum anders sind, zeigen gleich mehrere Aufgaben, die sich den Studierenden beim diesjährige Diplom der einstigen FH Köln stellten, die eigentlich inzwischen "Cologne University of Applied Sciences" heißt. An die Stelle des ultimativen Auslebens kreativer Kräfte hat sich vielleicht allzu oft ein Pragmatismus geschlichen, der überschaubare Ausgangspunkte mit machbaren Lösungen verbindet. Traditionell steht für einen solchen Zielpunkt an der Kölner FH das Institut für Organisation des Bauens: Die Ergebnisse bei Hans-Peter Achatzi und Maria Mocanu zeigen, dass hier fast weniger der Entwurf denn die ordentliche Rechnung das Diplom dominiert. Für ein innerstädtisches Grundstück in Bergisch-Gladbach war die Anlage einer mehrgeschossigen Wohnbebauung vorzusehen, dessen Entwurfskonzept sich, so die Aufgabenstellung "innerhalb der vorhandenen Marktsituation" behaupten kann. Zu diesem Zweck entwickelte die Diplomandengruppe nach einer Markt- und Standortanalyse eine Masterplanung für den Objektstandort. Trotz dieses lobenswerten kollaborativen Ansatzes gelang es den Diplomanden schlussendlich nur unzulänglich, die geforderten wirtschaftlichen Ansprüche mit der ebenfalls gewünschten architektonischen Qualität zu verbinden.

Eigentlich hätte diese Aufgabe reizvoll sein können. Denn das Arbeiten im stadtbaulichen und architektonischen Kontext verbindet fast immer konzeptuelle und formale Fragestellungen, deren Kombination auf schöpferische, aber auch adaptive Fähigkeiten der Studierenden abhebt. Fast immer bietet sich dabei auch die Chance einer realitätsnahen, aber auch originellen Beschäftigung mit Konzept, Gestalt und Form - ohne dass alles wirklich zu Ende gerechnet worden ist.

Umnutzen und Weiterbauen: Fort IV in Köln

Das hätte im Prinzip auch für die Umnutzung und Umgestaltung des Forts IV der Kölner Stadtbefestigung gelten können, die Norbert Schöndeling und Michael Werling (Institut für Baugeschichte und Denkmalpflege) in den Mittelpunkt ihrer Aufgabenstellung rückten. Für den im stumpfen Winkel angelegten Festungsabschnitt in Köln-Bocklemünd sollte eine neue Funktion und eine entsprechende Umbau- oder Erweiterungsmöglichkeit gefunden werden. Die starke hermetische Struktur der in einen Erdwall eingebetteten Struktur wirft Probleme, aber auch Möglichkeiten auf: Vom Hotel bis zur Sportschule, vom Atelierhaus bis zum Gewerbecenter reichen die Umnutzungsideen der Diplomanden. Aber trotz der interessanten und vergleichsweise offenen Aufgabenstellung: Wirklich Wagemutiges fehlt, das meiste wirkt gebremst und übervorsichtig, als würden die Entwerfer schon ein gutes Jahrzehnt in einer Unteren Denkmalpflegebehörde arbeiten. Viele Arbeiten haben sich - vielleicht nahe liegend, aber nur in wenigen Fällen überzeugend - an der geknickten Fassade des Forts mit dem ausgeprägten Mittelrisaliten orientiert und dieser Figur ein weiteres Geschoss aufgesetzt. Das wirkt formal und schematisch, zumal die Aufbauten die Proportion des Wehrbaus stören, obwohl sie es gerade nicht sollen. Kein Wunder, dass unter vielen ähnlichen Entwürfen der ungewöhnliche Ausbau der Kasematten als Kindertagesstätte in Erinnerung bleibt - auch wenn hier natürlich urbane, infrastrukturelle Fragestellungen in den Hintergrund getreten sind.

Abreißen, Ausbauen oder Fluten?

Eine regelrechte Großaufgabe in Sachen Umnutzung stellte sich den Diplomanden bei Jürgen von Brandt und Marian Dutzcak (Institut für Städtebau), die eine industrielle Großstruktur als Teil eines kulturhistorischen Landschaftsraums planerisch umdefinieren wollten. Konkret ging es hier um ENCI/AINSI, eine riesige Mergelgrube mit Zementwerk an der Maas bei Maastricht. Interessant hier vor allem die Bandbreite der Vorschläge, die von einem völligen Abriss der Anlage und der Flutung der Grube bis zum konzentrierten Ausbau der Industriehalbinsel oder einer touristischen Nutzung des geologisch und landschaftlich interessanten Punktes reichen: Eine phantasieanstachelnde, wenngleich in der eigentlich notwendigen Komplexität kaum leistbare Aufgabe, die an einem realistischen Fall eine Vielzahl von Möglichkeiten der Bewältigung dieses verallgemeinerbaren urbanistischen Beispielfalls aufzeigt. Hier dominiert der Gruppeneffekt der Themenstellung: Über die einzelne Lösung hinaus erweist sich in der Zusammenschau aller Diplomarbeiten die Fülle des heute verfügbaren Handlungskanons zwischen kapitalistischem Realismus und ökologischer Vision. Auch das kann ein gutes Schlusswort für eine akademische Ausbildung sein.

Bedeutend beherrschbarer als die letztlich sogar regionalplanerische Aspekte angreifende Arbeit bei von Brandt/Dutzcak war sicherlich die Umnutzung des 2007 geschlossenen Dominikanerklosters Walberberg, die Gabriele Willbold-Lohr (Institut für Technik und Ökologie) zur Aufgabe des Diploms in ihrem Fachbereich gemacht hat. Ihr Thema litt wiederum erkennbar unter der zu großen Realitätsnähe. Sogar wenn man die traurige real existierende Zukunft des Klosters als Mischung aus Hotel, Gastronomie, Wellness, Tagung und betreutem Wohnen der Gruppe "Summit Health Care Management Partners GmbH" bewusst außer acht ließ, bot der Bau am Vorgebirge zwischen Köln und Bonn offenbar zu wenig Ansatzpunkte, um sich daran mit endgültiger Begeisterung abzuarbeiten. Auch wenn die Beschäftigung mit dem Erhalt der religions- und politikgeschichtlich bedeutsamen Anlage unbestreitbar verdienstvoll ist, blieben Ziel und Ergebnis blass.

Haus der Baukultur für Köln

Eine "kleinere", aber dennoch hochkomplexe Aufgabe stellten Gerd Hamacher (Institut für Städtebau) und Peter Scheder (Institut für Entwerfen-Konstruieren-Gebäudelehre), die - sehr aktuell - den Bau eines "Hauses der Kölner Baukultur" in unmittelbarer Nähe des Rathauses in den Mittelpunkt der Aufgabenstellung rückten. Die Forderungen an den Entwurf, der hier aus interessantem Bestand, aus einer dichten archäologischen Überlieferung des römischen Kölns im Baugrund und aus einer vielfältigen Verwendungsfähigkeit des Baus resultieren sollte, geben ein Beispiel für eine kleine, vielfältige, aber im Rahmen der Zeitvorgabe zu bewältigende Diplomaufgabe. Zumindest eine der daraus hervorgegangenen Arbeiten hat der Problemstellung durch eine minimale bauliche Anfügung an Bestehendes eine spannungsreiche, konzeptuell diskutable Lösung entlockt, die jenseits des "Machbaren" (und damit wohl auch des Erwarteten) die Möglichkeit einer zeichenhaften Architektur bedenkt.

Einen vergleichbaren, von vornherein jedoch tiefer schürfenden Ansatz verfolgte das Diplomthema "Rheinkilometer 852.600, Stromland Martini, ein Ort der Ruhe" bei Hannes Hermanns und Carola Wiese (Institut für Entwerfen-Konstruieren-Gebäudelehre). Eine Stätte der Kontemplation, ein Kloster, eine Möglichkeit des betreuten Wohnens mit Einheiten für bis zu zwei Personen sollten die Studierenden entwerfen. Angedockt werden musste das klösterliche Thema an die spätgotische Martinikirche in Emmerich - bei den Architekturstudierenden der FH kein unbekannter Ort, finden doch regelmäßig Blockseminare und Übungen in der dortigen Außenstation der Kölner Schule statt. Den Überbau des Entwurfs sollte eine "Hommage an Luigi Snozzi" bilden, dessen bekannte "24 Aphorismen" der Ausgangspunkt für den analytischen Teil der stadtbaulichen und den formalen Ansatz der Arbeiten war. Bei aller Genugtuung über eine deutlich weiter als bis zur Bauvoranfrage reichende Aufgabenstellung und entsprechende akzeptable Ergebnisse: Dass bei den Diplom-Resultaten neben dem konzeptuellen Angang Snozzis auch deutliche Annäherungen an dessen unbestreitbar angenehme Formsprache zu erkennen sind, überrascht zwar nicht, lässt aber dennoch die Frage aufkeimen, ob eine solche unmittelbare Nähe zum Werk eines einzelnen vorbildhaften Architekten wirklich sinnvoll ist. Die durchaus originellen und konzeptuell durchdachten Arbeiten dieser (kleinen) Diplomgruppe dürften realiter zwar eine durchaus attraktive Architektur hervorbringen, verfehlen aber mangels formalen Transfers die Besonderheiten der Snozzischen Ortsspezifik, um die es hier wohl gegangen ist. Dennoch: Lehrer und Diplomanden haben die Aufgabe für eine einheitliche Präsentation genutzt, deren durchdachte Gestaltungs- und Darstellungsformen sich erheblich von den meisten anderen Diplompräsentationen abhebt.

Von Gutkind bis Snozzi

Auf die Spitze getrieben hat diese andere, bedeutend weniger pragmatische Tendenz zur "Kunst der Aufgabe" der Diplomjahrgang von Uwe Schröder (Institut für Entwerfen-Konstruieren-Gebäudelehre, Lehrgebiet Entwerfen und Architekturtheorie), der diesmal mit dem Berliner Architekten und Architekturlehrer Klaus Theo Brenner ("Das städtische Reihenhaus") zusammengearbeitet hat: Unter dem Titel "WohnRaumStadt" war für ein Gelände am Berliner Tiergarten eine Wohnanlage zu entwerfen. Mehr noch als bei Wiese/Hermanns stand hier die theoretische Beschäftigung im Vordergrund. Der architektonischen Konkretisierung ging die Beschäftigung mit verschiedenen Klassikern der Raumtheorie des 20. Jahrhunderts in einem Seminar und eine über Exkursion und Referat geleistete Analyse der Wohnbauten Erwin Gutkinds in Berlin voraus. Aus der Grundidee "ihres" jeweiligen Raumtheoretikers synthetisierten die Studierenden zunächst die Konstituenten für ein abstraktes Modell einer Stadtstruktur, die als Modell in Betonguss die erste Stufe der Arbeit bildet. Diese geometrische Figur wurde dann durch eine Übertragung des sozialen, städtebaulichen und architektonischen Ansatzes des Berliner Architekten Gutkind (1886-1968) angereichert und mündete in einen konkreten Vorschlag für den Wohnbau in Berlin, der "die gegenwärtigen gesellschaftlichen und infolge auch räumlichen Bedürfnisse an ein Wohnen in der Stadt kritisch thematisiert und architektonisch zum Ausdruck bringen soll": Eine Herausforderung für alle Beteiligten, denn die zumeist unkonkreten stadtbaulichen Vorstellungen der Raumtheorien ließen sich in den meisten Fällen genauso wenig unmittelbar umsetzen wie die heute nur noch bedingt gültigen Wohnbaukriterien Gutkinds. Hier stand eine große Transferleistung im Vordergrund, bei der durchgängig diskutable, in vielen Fällen jedoch eher als abstrakte Lösungen zu verstehende Modellfälle herausgekommen sind. Eine sehr strikte Format- und Materialvorgabe, die die Studierenden schon aus Schröders Seminaren kannten, hat dafür gesorgt, dass eine nahezu museumsreife Präsentation mit Gussbetonmodellen und formal identischen Plandarstellungen entstanden ist. Bei aller Verschiedenheit der Entwürfe, die natürlich nicht alle gleich stark sind, zeigt sich hier bei allen Unwägbarkeiten der etwas zu komplexen Fragestellung eine Begeisterung für die gemeinsame Sache: Hier "ging was". Sicherlich eine Hochschulerfahrung, die die meisten nicht vergessen werden - und gemeinsam mit den Arbeiten bei Hermanns/Wiese eine Visitenkarte der Schule, die beweist, dass zumindest die architektonischen Probleme dieser Welt nicht allein mit der derzeit gängigen Pragmatik bewältigt werden können.

Andreas Denk

Andreas Denk, Chefredakteur der Zeitschrift "der architekt", ist Kunsthistoriker und freier Kunstkritiker. Er lebt und arbeitet in Bonn und Berlin.


Die Diplomarbeiten sind bis zum 17. Juli im Bau der Architekturfakultät zu sehen (Öffnungszeiten Montag-Freitag: 9.00-21.00 Uhr, Samstag: 9.00-14.00 Uhr). Am 15. Juli findet im Karl-Schüssler-Saal des Fachbereichs Architektur der FH Köln um 17 Uhr erstmals die "Disputatio" genannte Diplomkritik statt, bei der besonders gute Arbeiten vorgestellt und diskutiert werden. Gastkritiker ist Professor Günter Pfeifer (TU Darmstadt).




dk diplom08 larchitecte_progressife
[+] Progressive Architektur? Die Diplomarbeiten des Jahrgangs 2008 sind noch bis zum 17. Juli zu sehen.
(Schablonengraffiti, FH Köln, Unbekannter Künstler)
Fotograf: Stephanie Ludwig

dk diplom08 christian_busch_schndeling_werling
[+] Bauen im Bestand: Umnutzung des Fort IV in Köln Bocklemünd (Entwurf: Christian Busch)
Fotograf: Christopher Schriner

dk diplom08 dina_kalff_schndeling_werling
[+] Aufbauten zum Weiterbauen einer ehemaligen Festungsanlage. (Entwurf: Dina Kalff)
Fotograf: Christopher Schriner

dk diplom08 katharina_karczewski_schndeling_werling
[+] Komplexität der Aufgabe: Wie umnutzung, wie weiterbauen, wie umbauen? (Entwurf: Katharina Karczewski)
Fotograf: Christopher Schriner

dk diplom08 david_bilstein_achatzi_mucano
[+] Gemeinsamer Masterplan und individuelle Kostenkalkulation für ein städtisches Quartier in Bergisch-Gladbach (Entwurf: David Billstein)
Fotograf: Christopher Schriner

dk diplom08 britta_eich_achatzi_mucano
[+] Wie umgehen mit den Anforderungen des Marktes und den Vorstellungen der Gestalter? Die Diplomgruppe von Hans-Peter Achatzi und Maria Mocanu versucht Antworten zu geben. (Entwurf: Britta Eich)
Fotograf: Christopher Schriner

dk diplom08 katharina weitershagen1 achatzi mucano
[+] Aktueller Bezug: Innerstädtisches Nachverdichten steht im Fokus der aktuellen Architekturdebatte (Enwturf: Katharina Weitershagen)
Fotograf: Christopher Schriner

dk diplom08 alexander_unsinn_hamacher_scheder
[+] Vergangenes, Aktuelles und Zukünftiges treffen direkt aufeinander: Der vielschichtige Ort läßt ein Haus der Baukultur entstehen. (Enwturf: Alexander John Unsin)
Fotograf: Christopher Schriner

dk diplom08 niklas_claen_willboldlohr_werling
[+] 2007 geschlossenen, jetzt mit einer Umnutzung bedacht: Das Dominikanerkloster Walberberg (Entwurf: Martin Claßen)
Fotograf: Christopher Schriner

dk diplom08 pfeiffer_von_brandt
[+] Direkt an der Maas gelegen: Städtebauprojekt in den Niederlanden (Entwurf: Miriam Pfeiffer)
Fotograf: Christopher Schriner

dk diplom08 veronika_howe_von_brandt
[+] Abreißen, Ausbauen oder Fluten? Eine Mergelgrube mit Zementwerk als Stadterweiterung (Entwurf: Veronika Howe)
Fotograf: Christopher Schriner

dk diplom08 lars gronewold hermanns wiese
[+] Ein Ort der Ruhe für Emmerich (Entwurf: Lars Gronewold gen. Krüger)
Fotograf: Christopher Schriner

dk diplom08 tobias_schewe_hermanns_wiese
[+] Stromland Martini als Hommage an Luigi Snozzi (Enwturf: Tobias Schewe)
Fotograf: Christopher Schriner

dk diplom08 wohnraumstadt_gruppe
[+] Museumsreif oder gleichmacherisch? Die Einheitlichkeit in der Gruppe von Uwe Schröder und Klaus Theo Brenner
Fotograf: David Kasparek

dk diplom08 valentin_niessen_schrder_brenner
[+] 14 Lösungsansätze für ein Grundstück am Berliner Tiergarten: "WohnRaumStadt" als theoretisch-konzeptionelle Suche nach Antworten auf heutige Anforderungen für das Wohnen (Entwurf: Valentin Niessen)
Fotograf: Christopher Schriner

dk diplom08 christopher schriner schröder brenner
[+] Raster müssen nicht orthogonal sein: Auch innerhalb formaler Gleichheit finden sich die unterschiedlichsten Entwürfe. (Entwurf: Christopher Schriner)
Fotograf: Christopher Schriner

 

Kommentare
Re: Kunst der Aufgabe
warum wird die "formale gleichmacherei" bzw. formale vorgabe durch den prof als besondere diplomleistung betrachtet? warum wird nicht gerade die eigenständigkeit! als abschluß einer hoch!schulausbildung angestrebt?
eitelkeit des lehrkörpers? will man sich als "schule" darstellen?

Ein Kommentar von Unbekannt (03.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
kunst der kritik? der städtebau hat die totalitären utopien überwunden und ist in der realität angekommen. näher betrachtet wird auch der realismus zur utopie. leider sind die städtebauarbeiten flüchtig modellbetrachtet, aber die hoffnung auf konstruktiven dialog zwischen architektur(theorie) und städtebau bleibt.

Ein Kommentar von vhowe (04.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
warum diese vorwegnahme der disputatio?
mist: dies fördert immer wieder die dummen hintergedanken.
hannes hermanns
ps: ich mag das "unbekannt" nicht.

Ein Kommentar von Unbekannt (04.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
herzliche grüße an die lieben kolleginnen und kollegen aus dem sonnigen süden. lucas

Ein Kommentar von prof.dr.g.lucas (08.07.2008)
Kunst? Geschmack? Abschluß
Herzlich willkommen im wirklichen Leben.
Herzlich willkommen ihr Dipl.-"INGENIEURE" - denn Architekten seid ihr nicht. Erst mit Aufnahme in die AKammer wird man ordentlicher Architekt.
Ja und was ist ein Architekt bzw. ein Dipl-Ing. Fachrichtung Architektur? Ein Künstler? Ein Jünger der sich dem Stil seines Prof. unterwirft? Ein Individum, welches frei entwirft, gestaltet und "plant".
Nein er ist vieles mehr - und jeder für sich verschieden. Es gibt die Planer und Wettbewerbs Architekten, es gibt die Bauleiter und Rechner, es gibt die ...
Der Beruf ist vielfältig und lässt sich nicht eingrenzen. Deshalb sind auch die Arbeiten vielfältig und NICHT VERGLEICHBAR.
Hier nur die Gruppen Hermanns / Schröder hervorzuheben zeigt nur, wie kleingeistig man ist - da man sich anderen Dingen verschließt.
Na ja --- Geschmack --- ist ja bekanntlich verschieden - gut so - sonst wären alle Gebäude grau.

Ein Kommentar von Bernd (09.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
Institut C1 bewertet
und feiert sich selbst

Ein Kommentar von Unbekannt (09.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
Zu den Kommentaren ergeben sich einige Fragen:
-Warum trauen sich nur so wenige, zu dem zu stehen, was sie hier schreiben?
-Bernd, wer ist "man" in deinen Ausführungen "[...]Hier nur die Gruppen Hermanns / Schröder hervorzuheben zeigt nur, wie kleingeistig man ist - da man sich anderen Dingen verschließt. [...]" ?
-Seit wann ist Andreas Denk (der Verfasser dieses Artikels) teil des Instituts 1?

Ein Kommentar von David Kasparek (10.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
Ach komm... tu doch nicht nicht so! Wir kennen doch alle die Verbindung von Herrn Denk und Herrn Schröder!
Diese Selbstprofilierung ist inszeniert und eine ausgemachte Sauerei!

Ein Kommentar von Unbekannt (10.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
Jawoll!

Acht Kommentare hat es dieses Jahr gebraucht bis die Online-Disputatio so richtig entfesselt und die Sau durchs Dorf getrieben wird.
Person Unbekannt vom 10.07.08: Dass Selbstprofilierung inszeniert ist, liegt in der Natur der Sache. Schön, dass du mit der anonymen Wortmeldung unterstreichst wie wenig dir (darf ich Du sagen?) selbst an Profilierung liegt.
Richtig schön wirds allerdings erst wenn man sie Anderen zugesteht und es statt Sauerei Engagement nennt.

Ein Kommentar von Daniel Hubert (10.07.2008)
Diskussion und seine Form
Wollt Ihr wirklich dieses Forum in "dieser" Form nutzen?
Über die Außenwirkung der Hochschule braucht man hier nun nichts mehr schreiben...
Bleibt zu hoffen, dass es eine wertige/gehaltvolle Disputatio gibt!

Ein Kommentar von Unbekannt (10.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
... es hat nicht acht Kommentare gebraucht, sondern einen schlechten Artikel.

Ein Kommentar von Unbekannt (11.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
tja. . . kritik verträgt der (angehende) architekt am wenigsten. . .

Ein Kommentar von Unbekannt (11.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
Zu Unbekannt vom 03.07.08: Die formale Einheit macht die Unterschiede der einzelnen Arbeiten deutlich; die Eigenständigkeit der Verfasser zeigt sich im Inhalt der Arbeiten. Es wäre wünschenswert, wenn die Plandarstellung als Transportmittel des Inhalts, als Mittel zum Zweck, gesehen werden könnte. Dann würde die oberflächliche Betrachtung endlich durch eine inhaltlichen Auseinandersetzung ersetzt. Disputatio am Dienstag ist die Chance dazu. Es bleibt zu hoffen, dass die unqualifizierten Kommentare unter dem Deckmantel "Unbekannt" dann ausbleiben.

Ein Kommentar von Stephanie Ludwig (11.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
@ bernd.
verschließt du dich möglicherweise den arbeiten von hermanns / schröder? bist du kleingeistig ?

natürlich sind alle arbeiten verschieden, das bedeutet aber nicht, daß nicht darüber gesprochen werden kann ? oder geschrieben ? schade daß nicht alle kommentare so differenziert sind wie der artikel.

@unbekannt vom 0907:
jedes institut bewertet sich selbst, weil die aufgabensteller immer ihre eigenen aufgaben benoten.

Ein Kommentar von krs (11.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
Was hier gar nicht in Betracht gezogen wird, ist die Bearbeitungsdauer der verschiedenen Arbeiten. Während sich die beiden gut weggekommenen Gruppen bereits mindestens seit letztem Herbst mit ihrem Thema beschäftigen konnten, hatten die restlichen hier eher schlecht bewerteten Diplomanden genau 12 Wochen Zeit, um theoretisch und praktisch an ihrem Thema zu arbeiten. Hier fehlende Tiefe zu beanstanden finde ich mehr als unangebracht, weil einfach nicht leistbar. Bei einer Bearbeitungsdauer von annähernd 9 Monaten sollte man jedoch von größerer Tiefe ausgehen können, was den Begriff "Kunst" m.M. dann doch etwas relativiert.
Ein Kommentar von keo (13.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
ich bitte darum, in zukunft alle anonymen kommentare auszuschliessen.
hannes hermanns

Ein Kommentar von hannes hermanns (13.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
wie? die hatten länger Zeit als andere?geht das überhaupt?
Ein Kommentar von Unbekannt (13.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
@ prof. herrmanns:

kann ich verstehen, dass sie alle anonymen beiträge ausschliessen möchten, sind es doch diejenigen, die (zugegeben teils niveaulos) unangenehme wahrkeiten aussprechen. unangenehm auch für SIE herr prof. herrmanns...? ziemlich unangenehm aber für herrn schröder, wenn ich mir "keos" beitrag durchlese...

den hier so oft angeprangerten "deckmantel der anonymität" sehe ich als einen großen wert dieses forums an, denn er deckt den verfasser im wahrsten sinne des wortes vor benachteiligungen an der hochschule.

ich ziehe es daher auch vor anonym zu bleiben, ich habe da (warum bloß?) kein
vertrauen. mein problem...? vielleicht... jedenfalls ist es MEINE entscheidung! schliessen sie mich aus von dieser diskussion, wenn sie möchten. es wäre ein weiteres armutszeugnis dieser schule!

Ein Kommentar von Unbekannt (13.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
Jedes Semester der gleiche Witz. Ich kann mich nur dem Kommentar von Bernd (09.07) anschließen. Sollten die Aufgaben in Zukunft nicht interdisziplinärer gestellt werden? Oder wird diese Herangehensweise weder von den Diplomanden noch von den Lehrenden beherrscht? Eine Art "marktorientierter quadratisch gerasterter Raum" ;-)
Ich wünsche Euch viel Erfolg!

Ein Kommentar von Sebastian Jonas (13.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
Meiner Meinung nach handelt der Artikel von etwas ganz Wesentlichem - den jeweiligen Qualitäten.
Und diese ist nun mal von uns allen gefordert, egal ob Institut X oder Y, egal ob Planer, Wettbewerbsarchitekt, Bauleiter oder Rechner.
Denn, ganz gleich welcher Schwerpunkt und damit einhergehenden Prioritäten:
Unterm Strich tragen wir alle dieselbe Verantwortung für die gebaute Umwelt.

Und der Artikel kritisiert ALLE Arbeiten. Bis auf eine. Und damit meine ich nicht Hermanns/Schröder. Deshalb verstehe ich die ganze Aufregung überhaupt nicht.

Ein Kommentar von Unbekannt (13.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
ich nehme mal an @ keo du meinst mit den 2 gut weggekommenen gruppen hermanns + schröder.
ich kann dir versichern das wir "gruppe hermanns" genau wie ihr auch unser diplomthema erst am anfang dieses semesters bekommen haben.wir hatten für unsere snozzi analyse, die städtbauliche analyse/entwurf emmerich und unseren eigentlichen entwurf um st.martini von 1:10000 bis 1:20 keinen tag länger zeit als ihr. das nur zu bearbeitungsdauer und leistungen, also bitte nur über sachen schreiben die auch stimmen.

Ein Kommentar von ts (13.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
Genau genommen ist das gesamte Studium die Vorbereitung auf die Diplomarbeit. Ich gestehe, ich habe mich 11 Semester vorbereitet.
Für unsere Gruppe gilt das Gleiche wie für Hermanns/Wiese, wir haben die Aufgabenstellung wie alle anderen bekommen. Für persönliche Rückfragen und Erklärungen diesbezüglich, Polemiken natürlich auch, stehe ich gerne zur Verfügung.

Ein Kommentar von krs (14.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
Wer sich nur unter "Unbekannt" aufregen kann, traut sich nicht sachlich zu argumentieren und hinter seiner Meinung zu stehen und ist deswegen als Gesprächspartner nicht ernst zu nehmen. Für sachliche Diskussionen gibt es offene Ohren. Professoren fürchten nicht die unqualifizierten Beiträge wild gewordener Wüteriche. Werdet erwachsen, Ihr "Unbekannten"!
Kerstin Kuhnekath

Ein Kommentar von Unbekannt (14.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe

wieso steht denn jemand nicht hinter seiner meinung, nur weil er als "unbekannt" auftritt?!? warum sind die argumente nicht sachlich, nur weil kein name dahinter steht?!? und weshalb ist er deswegen nicht ernst zu nehmen?

frau kuhnekath, nehmen sie es mir nicht übel, aber mit ihrem beitrag haben sie die unsachlichste, fast schon dümmlichste aller aussagen getroffen, da sie pauschalisierend und nicht differenzierend allen "unbekannten" die kompetenz abschreiben sachlich zu argumentieren. darüber hinaus werden sie unsachlich und persönlich wertend, indem sie andere als "wild gewordene wüteriche" bezeichnen. vielleicht sollten sie sich mal der schwachen qualität ihres beitrages bewusst werden und sich selbst von der diskussion ausschliessen.

Ein Kommentar von Unbekannt (14.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
also...
es ist schon anzunehmen, daß die teilweise unsachlichen beiträge gegen ein institut oder einen oder mehrere profs eher von studenten ins feld geführt werden, die eben nicht dort studieren. benachteiligungen aufgrund von kommentaren in diesem forum sind dann eher unwahrscheinlich, eher applaus aus anderen lagern.
als problem bei der diskussion mit "unbekannt" empfinde ich, daß ich nicht weiß, wieviele unbekannt es eigentlich gibt. fantasienamen wären mir dementsprechend lieber, auch der wiedererkennungswert von einer diskussion wäre dann größer. nur so als anregung.

mal ganz davon abgesehen vermisse ich eine wirklich fundierte kritik. es gibt was an den arbeiten vieles was kritikwürdig ist, das wird aber erstaunlicherweise selten kommentiert. stattdessen wird zeit damit verschwendet sich darüber zu monieren, wer welchen artikel wie geschrieben hat. es könnte doch helfen sich über ergebnisse auszutauschen und nicht daüber welche motive wohl dahinterstecken. ich persönlich habe zB schwierigkeiten mit der vorstellung, daß die teilweise durchaus heterogenen meinungsträger des instituts 1 zusammmensitzen und pläne schmieden, um sich selbst zu feiern. aber auch das nur am rande.

lg

chris

Ein Kommentar von krs (14.07.2008)
Re: Kunst der Aufgabe
dies ist ja auch nur ein journalistischer artikel.
schreibt doch auch einen. also so richtig mal mit den inhalten nicht nur formales oder lautes gebell! das wäre toll!

Ein Kommentar von vhowe (16.07.2008)
Und was ist Ihre Meinung?
Schreiben Sie einen Kommentar!



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