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02.06.2007
A:JUGEND Redakteurin Cornelia Gräf sprach mit den Absolventen Dipl. Ing. Mirja Richter und Dipl. Ing. Stefan Löper, die beide vor sieben Jahren an der FH Köln ihr Studium abschlossen. Beide arbeiten nicht in einem konventionellen Architekturbüro, sondern sind im Bereich der Lichtplanung tätig. Sie arbeiten jetzt in dem Lichtplanungsbüro 4:1.

Stephan, wie kamst du zu 4:1?

Stephan Löper: Seitdem ich ca. 18 Jahre alt bin, interessiere ich mich für Veranstaltungstechnik und habe auch in diesem Bereich gejobbt. Dann, während dem Studium, habe ich nebenbei bei 4:1 gearbeitet. 2000 habe ich nach 10 Semestern mein Diplom gemacht und nach dem Studium hier richtig angefangen zu arbeiten.

Warum hast du dich für ein Studium der Architektur und nicht das der Veranstaltungstechnik entschieden?

Stephan Löper: Weil es damals den Studiengang der Veranstaltungstechnik noch nicht gab und mich zum anderen die Architektur schon immer interessiert hat. Die Beleuchtung war zunächst eher ein Hobby.

Wieso arbeitet ein Architekt als Lichtplaner?

Stephan Löper: Man versteht, was Architekten planen und erreichen wollen. Man kann Pläne schnell lesen und verstehen, was von großem Vorteil ist. Man erkennt die Absichten der Architekten, für die wir die Lichtplanung durchführen, Lösungen zu finden und anspruchsvolle Konzepte zu entwickeln.

Welchen Bereich hast du im Studium vertieft?

Mirja Richter: Bauorganisation bei Herrn Professor Dr. Koopmann. Vor meinem Architekturstudium habe ich 4 Semester VWL studiert, was mir aber nicht so gelegen hat. Ich habe mich zwar immer für das Wirtschaftliche interessiert, aber Architektur war dann für mich das Optimale. Das Wirtschaftliche und das Kreative, in einem vereint. Und das setze ich auch hier bei 4:1 in die Tat um. Ich bin in den Leistungsphasen 6-8 tätig und für alles was es rund um das Büro zu organisieren gibt.

Wie bist du dann zu 4:1 gekommen?

Mirja Richter: Durch das Studium kannte ich Axel Schiller, der mich anrief, und mich fragte, ob ich Interesse an einem Job hätte. Damals brauchte 4:1 jemanden für die Organisation.

Wie hast du damals und wie denkst du heute über das Architektendasein?

Mirja Richter: Am Anfang des Studiums hat man das Gefühl, man verbessert die Welt - macht sie schöner. Am Ende des Studiums wusste ich dann aber, dass ich doch nicht so die Kreative bin, sondern mich eher für die Bauleitung interessiere. Das wollte ich ursprünglich machen. Ich wollte vor Ort sehen was passiert. Die Mitarbeit an der Ausschreibung und die Kostenkontrolle macht mir viel Spaß. Du kannst vor Ort sehen und begutachten, ob die Planung wirklich so ausgeführt wird, wie du es dir vorstellst. Klar, der Entwerfer zeichnet, macht seine Skizze, bringt die erste Idee, dann jedoch kommt der Ausführungsbereich. Die Materialitäten, die ja letztendlich entscheiden - bestimmt über die Ausschreibung. Und das war das, was mich gereizt hat.

Was denkst du über deine Zukunft?

Mirja Richter: Ich möchte gerne mit der 4:1 arbeiten und expandieren. Wir haben immer mehr Projekte und möchten noch einen Planer einstellen.
Für mich selber möchte ich immer mehr Verantwortung übernehmen und mich weiterbilden. Ich möchte nicht stehen bleiben und mich für alle Bereiche interessieren. Das ist meine Zukunft.


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Cornelia Gräf


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A_Jugend 4:1_S Löper und M Richter
Stefan Lörper und Mirja Richter waren Kommilitonen und sind jetzt Kollegen
Fotograf: Cornelia Gräf

 

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