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Städtebauliche Planung im Rechtsrheinischen | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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14.11.2005 Podiumsdiskussion zum aktuellen Stand der Deutzer Hochhausplanung. Er wolle die Diskussion um die Deutzer Hochhäuser versachlichen. Mit diesem Wunsch eröffnete Bernd Streitberger, Kölns Dezernent für Stadtentwicklung, Planen und Bauen, eine Podiumsdiskussion im Forum für Architektur. Doch hoch her ging es nicht im Kap am Südkai, obwohl der von allen Parteien im Kölner Rat gemeinsam verabschiedete Bebauungsplan von 2003 durch die UNESCO-Diskussion ins Wanken gebracht wurde. Denn zwei Jahre danach steht zur Debatte, ob die geplanten Hochhäuser nicht nur "domverträglich" sondern überhaupt notwendig und lukrativ sind. Wie kann Stadtplanung im Spannungsfeld von Verlässlichkeit und Flexibilität gelingen? Die der Stadt häufig vorgeworfene mangelnde Verbindlichkeit in ihren Zusagen, wollte Streitberger nicht allein tragen. Er erinnerte an das großzügige Glasdach für den Deutzer Bahnhof, das im ursprünglichen Entwurf für rund 30 Millionen Euro als architektonisches Highlight eingeplant war. Weil es den funktionalen Anforderungen der Bahn AG nicht genügte und ihr in Herstellung und Unterhalt zu teuer war, lehnte das Verkehrsunternehmen diese Investition in den Deutzer Bahnhof ab und bevorzugte hauptstädtische Bahnprojekte. Das Dach kommt also nicht und durch die Intervention der UNESCO ist zudem die Entwicklung des Standorts Deutz in ein Planungsvakuum geraten. Oder liegt das vielleicht an den lauter werdenden Stimmen derjenigen, die die Hochhausträume auch unter Marktgesichtspunkten kritisch sehen? Auch Theodor Greif von der Immobilienfirma Greif & Contzen warnte davor, dass durch ein Überangebot an Büroflächen den Investoren, die bereits in den Standort Köln investieren, die Geschäfte wegbrechen. Ein Problem ist, dass der Markt schnelleres Handeln erfordert als durch Bebauungspläne möglich ist. Alternativ dazu könnte ein rechtlicher Rahmen mit Zielen und Grundsätzen für ein Stadtgebiet vereinbart werden und dann die Ausführung über Realisierungswettbewerbe erfolgen. Fixe Leitlinien und Verhandlungsspielräume für die konkrete Planung – da nickten die Immobilien-Vermarkter dem Baudezernenten beifällig zu. Dabei soll es nicht ausschließlich um die Frage der Bauhöhe gehen, denn städtebauliche Qualität, so war zu lernen, habe auch zu tun mit Volumen, Flächen und Ensemblewirkung. Wenn Dank der UNESCO oder der Marktentwicklung diese Erkenntnis in Köln Fuß fassen konnte, dann hat der "Deutzer Hochhausjammer" immerhin sein Gutes gehabt. Was blüht dem Standort Deutz in der Zukunft? Für den Deutzer Bahnhof wird es eine "kleine Lösung" geben, die insgesamt nicht mehr als 10 Millionen Euro kostet. Alle Bahnhofszugänge sowie die Zugänge zur Messe und zu den Straßen- und U-Bahn-Haltestellen werden behindertengerecht ausgebaut. Bis spätestens 2007 soll der Umbau des historischen Empfangsgebäudes abgeschlossen sein. Streitberger, der sich stets für den Jahn-Turm eingesetzt hatte, räumte ein, er rechne für den 15. Dezember mit einem Ratsbeschluss, der die Überarbeitung des ursprünglichen Bebauungsplans vorsieht. Er geht davon aus, dass der Rat den Bedenken der UNESCO entgegenwirkt und die Gebäudehöhen und Büroflächen verringert, also die Hochhauspläne kippt. Ab Januar könnte ein Workshop mit drei geladenen Planungsbüros stattfinden. Dort sollen neue Vorschläge einer städtebaulichen Umsetzung erarbeitet werden, möglichst nicht Konkurrenz zueinander sondern kooperativ. Diese neuen Pläne für Deutz werden im Juli 2006 erneut der UNESCO vorgestellt, die daraufhin hoffentlich den Dom von der "Roten Liste" nimmt. Ob die Stadt von der UNESCO - zu recht oder unrecht - erpresst wird oder einen guten Vorwand nutzt, um ehrgeizige aber ungare Hochhauspläne in der Schublade verschwinden zu lassen, zu hoffen bleibt, dass das Ergebnis zum Wohle Kölns ausfallen möge. Petra Metzger Lesen Sie auch zum Thema Chronologie der Kölner Hochhausplanungen |
![]() [+] So sah die Kölner Skyline noch 2003, in der vom Kölner Stadtplanungsamt in Auftrag gegebenen Sichtfeldanalyse aus. Quelle: peter eisenlauer, maier+neuberger, architekten / münchen ![]() [+] Die historische Stadt mit den sakralen Türmen im Westen und als Pendant die Kathedralen der Neuzeit auf der anderen Rheinseite. Türme und Zeichen hier wie dort. Montage: Gatermann + Schossig ![]() [+] Städtebauliches Modell, vorerst noch aktueller Planungsstand. Foto: JSWD Generalplaner GmbH |
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