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Friedrich-Ebert-Platz
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Markttag in Porz: an einem Samstag im November um 9:00 h

Ein Schritt ins akustische Paradies: Wenn Markttag ist, wird der Friedrich-Ebert-Platz zum urbanen Mittelpunkt des heterogen zersiedelten Groß-Stadtteils Porz. Der Platz ist groß, an die 150 x 150 m, mit unregelmäßiger Geometrie und unregelmäßiger Randbebauung. An der Südseite überragt St. Joseph die Ansammlung von Marktständen, auf der Ostseite der glatte Bau von Karstadt. Doch die Bebauung vermag dem Platz wenig eigene Akustik zu geben - im Gegensatz zu den Textil- und Kunststoffdächern der Stände.



[?] 360 Grad Panorama, Friedrich-Ebert-Platz

Sie zergliedern das Stimmengewirr von leisen Kunden und lauten Verkäufern in lange Reihungen von Klangballen, an denen der Passant entlang schlendert wie an einer Reihe von Schaufensterscheiben. Und sie geben den Stimmballungen einen gedämpften Seidenmattschimmer. Wer nur hört, wundert sich über das auffälligste Geräusch, das dem visuell gelenkten Besucher kaum in den Sinn kommen wird: das permanente hohe Rascheln und Knistern der Klarsichttüten, in die an einem Dutzend Stellen zugleich Obst und Gemüse mit routinierten Griffen verpackt werden. Rhythmisiert wird es vom Klackern harter Absätze auf dem Steinpflaster.

Das Geräuschspektrum des Platzes ist am Markttag in überdurchschnittlich hohen Frequenzen gelagert. Nur gelegentlich tuckert von der Rheinseite ein Schiffsmotor darunter entlang.
Mitte November nimmt der Martinsmarkt den Ebert-Platz ein, und die Obststände müssen in die benachbarte Wilhelmstraße umziehen. Dem Hörer gibt dies die Möglichkeit, dieselben Schallquellen in anderer akustischer Umgebung zu hören. Die Wilhelmstraße ist eine platzähnliche Fußgängerzone, im optischen Eindruck schluchtartig. Hier wirkt die Nordseite des Karstadt-Gebäudes als eine große und effektive Reflexionsfläche. Die gegenüber liegenden Klinkerfassaden sind hingegen von unregelmäßiger Fläche. Das Treiben an den Marktstände in der Straße erhält Nachhall und eine stärkere akustische Verbreitung. Nahm man eine Woche zuvor die Klänge des Verhandelns und Verkaufens auf dem Friedrich-Ebert-Platz wie eine Reihung von akustischen Parzellen wahr, durchläuft man nun in der Wilhelmstraße einen homogeneren Raumklang.

Robert v. Zahn
Musikwissenschaftler, Köln
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Unterscheidet sich ein grüner von einem steinernen Platz? Wie verändert sich die Akustik in Abhängigkeit von Tageszeit und Wochentag? Diesen und anderen Klang-Fragen gingen ein Musikwissenschaftler und ein Klangkünstler nach. Sie hörten sich auf Kölner Plätzen um und kamen zu erstaunlichen Betrachtungen.

Friedrich-Ebert-Platz
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Poller Kirchplatz
Rheinufer


ebertplatz1
[+] Öd und leer zeigt sich der Platz an marktfreien Tagen.

 
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