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Martinikirche, Bielefeld |
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![]() [+] Blick durch das Restaurant im Hauptschiff. Foto: Stephan Falk BAUBILD An einer stark befahrenen Straße in Bielefeld Bethel gelegen, dominiert die Martinikirche die Umgebung. Eigentlich ein unauffälliger Backsteinbau mit niedrigem Turm, aber neben einer Tankstelle und gegenüber von eingeschossigen Zweckbauten ist sie das einzige Stück Architektur hier. Sie zieht die Menschen an, selbst an einem Werktag ist die Kirche gut gefüllt. Ganz sicher liegt es daran, dass die Martinikirche keine Kirche mehr ist, heute heißt sie "GlückundSeligkeit" und ist ein Restaurant: Hier muss niemand auf harten Kirchenbänken sitzen, Kerzen sind keine Lichtopfer und selbst singen ist auch nicht angesagt – die Popmusik kommt von der CD. Kein schweres Kirchenportal bildet mehr den Eingang zur Kirche, sondern eine Glas-Schiebetür. Vom offenen Eingangsbereich unter der neu gestalteten Empore fällt der Blick in den Kirchenraum. Gepolsterte Stühle in unterschiedlichen Farben stehen um locker gruppierte, kleine Tische im Mittel- und Seitenschiff. Das Konzept des Architekten Heinrich Martin Bruns, bei dem die evangelische Kirche Mitspracherecht hatte, war, den Charakter des Kirchenraumes hervorzuheben. Das Gebäude sollte so behandelt werden, dass es jederzeit wieder als Kirche genutzt werden kann. Der Kaufpreis für die Kirche betrug nur einen symbolischen Euro, wobei das Grundstück Eigentum der evangelischen Kirche blieb und in Erbpacht vergeben wurde. Der Käufer, Gastronom Joachim Fiolka, investierte rund zwei Millionen Euro in den neunmonatigen Umbau. Entstanden ist ein Restaurant mit über 300 Sitzplätzen, die gleiche Anzahl steht noch einmal im Biergarten zur Verfügung. |
![]() [+] Die Martinikirche mit abgetragenem Turm. Foto: Vera Lisakowski ![]() [+] Grundriss EG Zeichnung: Heinrich Martin Bruns [>] Weiter |
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