Newsletter-Anmeldung Druckansicht
St. Konrad, Marl
Magazin
Termine
Architekturführer
Projektpate
Projekt
Partner
Stadtplanungsamt
Newsletter
Kontakt
Sitemap

koelnarchitektur.de wird unterstützt von:

hochtief avocado-law

koelnarchitektur.de empfehlen:


  [>] Raum im Raum Konzept für das Totengedenken
  [>] Trauer und Wirtschaftlichkeit
  Strukturwandel in der Zechensiedlung
St. Konrad hatte seine Anfänge in der alten Zechensiedlung des Bergwerks "Auguste-Victoria". Die Missionsschwestern, die dort einen Kindergarten leiteten, erkannten die Notwendigkeit, am Sonntag auch in der Zechensiedlung eine heilige Messe zu feiern. Schon während des Zweiten Weltkrieges gab es regelmäßig gottesdienstliches Leben in der Kindergartenbaracke, die bei dem großen Luftangriff am 17. März 1945 zerstört wurde. Nach dem Krieg wurde in der Zechensiedlung eine Holzbaracke errichtet, die die Grundlage für die neue Konrad-Gemeinde bildete. 1956 erfolgte die Grundsteinlegung der Konrad-Kirche; 1957 wurde sie feierlich eingeweiht. Architekt war Emil Steffan (1899-1968), dessen Name eng mit der Entwicklung der Sakralarchitektur in Deutschland nach 1945 verbunden ist. Die Gemeinde wuchs auf über 3300 Mitglieder und Anfang der sechziger Jahre kamen sonntags über 700 Besucher zum Gottesdienst.

Ende der siebziger Jahre veränderte sich das Bild in der Zechensiedlung drastisch. Die Familien wurden kleiner. Viele türkische Familien zogen in die Bergmannshäuser. Wegen des für Zechenhäuser üblichen Wohnrechts auf Lebenszeit veralterte die Konrad-Pfarre. Die Gemeinde schrumpfte auf etwa 1200 Mitglieder und wurde bereits seit 1979 von dem Pfarrer in Christ-König mit verwaltet. Im Jahr 2003 wurden drei Pfarreien zur neuen Gemeinde St. Franziskus zusammengelegt. Ab 2004 überlegte der Kirchenvorstand, wie es mit St. Konrad weitergehen könnte – die Kirchensteuereinnahmen und die Kirchenbesucher reichten nicht mehr aus, sie als selbstständige Kirche zu betreiben.

In der Kirche ein Kolumbarium einzurichten bot die Möglichkeit, das architektonisch wertvolle und denkmalgeschützte Gebäude zu erhalten. Nachdem die bischöfliche Genehmigung vorlag, wurde am 8.Januar 2006 der letzte Gottesdienst in der Konrad-Kirche gefeiert. Zum Ende des festlichen Gottesdienstes wurde die Eucharistie nicht in den Tabernakel zurückgestellt. Das heilige Brot wurde zusammen mit den heiligen Ölen für Taufe, Krankensalbung und Firmung und dem Evangelienbuch in einer feierlichen Prozession zur benachbarten Barbara-Kirche getragen. Damit war die Konrad-Kirche profaniert, der dreimonatige Umbau zu Kolumbarium konnte beginnen. Ostern 2006 wurde das neue Kolumbarium geweiht.


Das Architekturbüro Pfeiffer, Ellermann, Preckel

Die katholische Kirchengemeinde St. Franziskus in Marl

kirchen kolumb schnitt
[+] Schnitt durch das Gebäude.
Zeichnung: Architekturbüro Pfeiffer, Ellermann, Preckel


kirchen kolumb vis innen2
[+] Der Innenraum mit den Einbauten.
Visualisierung: Architekturbüro Pfeiffer, Ellermann, Preckel


[<] Zurück

Druckvorschau | Seite empfehlen | © 2012 koelnarchitektur.de