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Dagobertstraße |
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![]() [+] Fotograf: Lukas Roth Der Quader ist die dominante Form dieses Wohn- und Praxisgebäudes in der Kölner Altstadt. Der dunkel verklinkerte Block füllt die vierte Ecke einer Straßenkreuzung, wie sie heterogener kaum sein könnte. Der Neubau ist eingerahmt von Gründerzeitbauten und hat Nachbarn aus verschiedenen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts. Das Grundstück, das aufgrund seiner ungünstigen Ost-West-Ausrichtung lange Zeit brach lag, wurde 2000 bis 2004 bebaut. Mit dem eigenwilligen Neubau hat Professor Peter Kulka die Ecke von Dom- und Dagobertstraße bündig geschlossen. Als Begrenzung des Straßenblocks setzt er einen modernen Akzent und einen ruhigen Schlusspunkt zugleich. Seinem gegenüberliegenden Pendant entsprechend springt das Erdgeschoss am Schnittpunkt der beiden Straßen zurück. In der dritten Etage wird die Ecksituation ein weiteres Mal betont, indem die massive Gebäudekante zugunsten eines übergreifenden Fensterbandes durchbrochen ist. Stadtgrau mit Farbeffekten Die Fassade zur Dagobertstraße ist völlig eben. Hier liegt der Hauptzugang zum Gebäude. Eine Reihe übereinander gesetzter Fenster sowie ein Oberlicht lassen Tageslicht in das repräsentative Treppenhaus, an das sich ein Aufzug anschließt. Im Kontrast zu dem gedeckten Anthrazit der quadratischen Fassadenklinker sind die Wände des Treppenhauses in frischem Gelb und Hellgrün gestaltet und leuchten nach draußen. Das dunkle Grau fügt sich ein, integriert den Bau in das innerstädtische Straßenbild. Es korrespondiert mit dem Asphalt ebenso wie mit der dunklen Fassade des Doms. Zudem ist es praktisch weil schmutzresistent. Aus diesen Erwägungen gibt Kulka dunklen Fassaden den Vorzug vor dem zuweilen klinisch wirkenden Weiß moderner Wohnarchitektur. Damit es jedoch nicht düster oder traurig wirkt, versieht er die Aufschnitte seines Gebäudes mit Silberblech oder farbigen Wandflächen und hebt sie damit in doppelter Weise hervor. An der Domstraße befindet sich der Zugang zu einem zweiten Treppenhaus. Es führt zu den als Praxen geplanten Einheiten der ersten Etage, die zur Zeit als Wohnraum genutzt werden. Zwei Einfahrten, jeweils an der Domstraße und an der Dagobertstraße, erschließen den vier Mietern den Komfort von insgesamt acht PKW-Stellplätzen. Ein schwebender Vorbau fängt Blicke und gibt sie frei Im Gegensatz zu der zurückhaltenden Nordseite, tritt das Gebäude zur Domstraße plastisch hervor. Als Blickfang dient ein containerartiger Aufbau, der die Fassade der vierten Etage durchbricht und zweigeschossig in den Straßenraum hineinragt. Er öffnet sich nach Süden mit einer großzügigen Fensterfront, deren Gliederung das Raster seiner Silberblechummantelung wieder aufnimmt. In seinem Inneren thront man geradezu über der Domstraße und hat einen buchstäblich herausragenden Blick auf die Nordseite der Kathedrale. Mit der gleichen Dramatik, mit der dieser Vorbau nach außen drängt, springt unmittelbar daneben die Fassade zurück. Ein tiefer Einschnitt bis hinunter zur zweiten Etage lässt in die oberen Geschosse südliches Tageslicht einfallen. Der so geschaffenen Abstand zur Nachbarbebauung dient als Terrasse, deren rückwärtige Begrenzung - eine Wandfläche in strahlendem Orange - das Licht fängt und reflektiert. Auf diesem Gebäudeteil liegt ein Dachgarten, der von der vierten Etage aus zugänglich ist. |
![]() [+] Die Ecksituation zur Domstraße. Fotograf: Lukas Roth ![]() [+] Im Inneren des Aufbaus scheint man über der Domstraße zu schweben. Fotograf: Lukas Roth ![]() [+] Plastische Durchformung und Farbgebung setzen einen Akzent in der Domstraße. Fotograf: pme [>] Weiter [<] Übersicht |
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