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OGTS Buschfeldstraße
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OGTS_Schilling_Ansicht-Suedwest
[+] Adressierung des Ortes: OGTS Buschfeldstraße von Schilling Architekten
Fotograf: Jens Willebrand

Entlang der Bergisch-Gladbacher-Straße im Kölner Stadtteil Holweide diffundiert die Bebauung in einem Gemisch aus vorstädtischer Zeilenbauweise und quasiländlicher Punktbebauung, hier und da finden sich Ansätze eines städtischen Blockrandes. Im Norden schließt die Buschfeldstraße an, die im Wesentlichen vom kleinen Maßstab der Wohnbauten geprägt wird. Einzig die Evangelische Versöhnungskirche und die von der Straßenflucht zurückgenommene Anlage der Berthold-Otto Grundschule vergrößern den Maßstab und weisen damit auf ihre kollektive Funktion hin.

„Ortstypisches“ wäre an dieser Stelle kaum zu finden; zu stark sind die Wohnhäuser von vermeintlichen Individualismen geprägt. Als Charakteristikum ließe sich allenfalls deren Deckung mit geneigten Dächern destillieren, doch selbst hier findet ein munterer Wechsel von Trauf- und Giebelständigkeit statt. An diesem diffusen Ort setzt der Neubau der Offenen Ganztagsschule (OGTS) aus der Feder des Kölner Büros Schilling Architekten ein markantes Zeichen, das den Ort der Schule selbstbewusst im Straßenraum adressiert. Und obwohl dieser Bau einer selbstreferentiellen Ordnung folgt, vermittelt er zwischen dem Altbau der Schule im Norden und dem Turm der Versöhnungskirche im Süden, der selbst wiederum Zeichen des Außergewöhnlichen ist.

Zunächst sollten die Räume der OGTS im Altbau untergebracht werden, der dazu hätte revitalisiert und erweitert werden sollen, doch erwies sich diese Lösung als unwirtschaftlich. Daher fiel die Entscheidung zugunsten eines Neubaus. Dieser schließt das Schulgelände zur Buschfeldstraße hin ab und ersetzt an dieser Stelle einen provisorischen Pavillon. Mit der Behandlung des Baukörpers und dessen Materialisierung interpretierten die Architekten die „Vorgaben“ des Ortes auf nahezu spielerische Weise: So gibt eine asymmetrische Neigung des Daches – die im Eingangsbereich eine Gegenbewegung durch das Anheben der Eingangsecke erfährt – dem Haus einen außergewöhnlichen, markanten Zuschnitt. Die Wahl lasierter Betonfertigteile für die drei geschlossenen Fassadenseiten vermittelt zwischen gefügter Bauweise in der Nah- und monolithischer Bauweise in der Fernwirkung. Das Ergebnis einer derartigen Abstraktion ist eine Architektur emblematischen Charakters, die sich den Ort in seiner Heterogenität dienstbar macht.

Objekt-Daten
Projekt # 091
Typ Forschung & Bildung
Eigentümer Berthold-Otto Grundschule und Katholische Grundschule Friedlandstraße
Str. Buschfeldstraße 46
Stadt 51067 Köln
Baujahr 2006-2007
Bauherr Gebäudewirtschaft der Stadt Köln
Architekt Schilling Architekten, Köln
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OGTS_Schilling_Ansicht-Nord
[+] Emblematische Vermittlung kollektiver Funktionen: Harmonie von Schulbau und Kirchturm
Fotograf: Jens Willebrand

OGTS_Schilling_Ansicht-Nordwest
[+] Ansicht der Straßenfassade von Nordwest
Fotograf: Jens Willebrand

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