Verkehrskonzept + Ziele
Köln ist einer der bedeutendsten Eisenbahnknotenpunkte im europäischen Fernverkehr. Täglich fahren über 1 300 Züge Köln an und rund 200 000 Reisende werden im Kölner Hauptbahnhof gezählt. Im Leitschema "europäisches Hochgeschwindigkeitsnetz" der Europäischen Gemeinschaft nimmt Köln eine Schlüsselfunktion als Schnittstelle im westeuropäischen Netz sowohl in Nord-Süd- als auch in Ost-West-Richtung ein.
Zwei Kernstücke des europäischen Netzes stehen in Köln zur Realisierung an:


DB AG / Koch

Die ICE-Neubaustrecke Köln - Rhein/Main und die internationale Schnellbahnverbindung Paris - Brüssel - Köln/Amsterdam (PBKA).

Köln - Frankfurt in einer Stunde
Das Kernstück des deutschen Hochgeschwindigkeitsnetzes, die ICE-Neubaustrecke Köln - Rhein/Main, ist fertig und hat am 01. August 2002 ihren Betrieb im 2-Stunden-Takt aufgenommen. Zum internationalen Fahrplanwechsel im Dezember 2002 soll der ICE zwischen Frankfurt und Köln im Stundentakt verkehren. Die Strecke verbindet Köln mit Siegburg, Montabaur, Limburg, Wiesbaden, Mainz, Frankfurt Hbf. und dem Frankfurter Flughafen, der bereits seit Mai 1999 in Betrieb ist. Mit dem direkten Anschluss der KölnMesse an das europäische Hochgeschwindigkeitsnetz durch den neuen ICE-Terminal ist ein schneller, direkter Zugang zum internationalen Großflughafen Frankfurt/Main gegeben.
Von heute ca. zwei Stunden 15 Minuten wird sich die Fahrtzeit auf dann ca. eine Stunde verkürzen. Auch der Flughafen Köln/Bonn (Konrad-Adenauer-Flughafen) wird über eine Schleife an die ICE-Neubaustrecke Köln - Rhein/Main angeschlossen. Hier soll der Betrieb 2004 aufgenommen werden.


DB AG / Lautenschläger

Köln - Paris in drei Stunden
Als Hochgeschwindigkeitsstrecke bereits ausgebaut ist die internationale Schnellbahnverbindung Paris – Brüssel. Zwischen Brüssel und Köln ist die Strecke in Bau. Die Fahrzeit wird sich von heute ca. vier Stunden auf dann ca. drei Stunden verkürzen. Seit Dezember 1997 verkehrt der Thalys zwischen Paris, Brüssel, Lüttich, Aachen und Köln. Inzwischen besteht auch eine Verlängerung über Köln hinaus nach Düsseldorf für den Thalys.

Mit der Schaffung der ICE-Neubaustrecke Köln - Rhein/Main und der PBKA verändert sich die Lagegunst im Westen Europas erheblich.

Köln erhält damit eine Anbindung im europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz an das europäische Zentrum Brüssel, an Lille, Paris, London, Amsterdam und die deutschen Großstadtregionen (Rhein/Main-Gebiet, den süddeutschen Raum) und die südlichen Alpenländer.
Kurze Reisezeiten zwischen den europäischen Metropolen verbessern die Qualität des Wirtschaftsstandortes Kölns. Hiervon profitieren in erster Linie die in Köln stark mobilitätsorientierten Unternehmen, z.B. aus der Medienbranche (u.a. die Sender WDR, RTL, VOX, Viva), die Forschungseinrichtungen und Hochschulen, Banken und Versicherungen und die KölnMesse.


Kölner Bahnhöfe
Drei Hochgeschwindigkeitsbahnhöfe konnten in Köln an das europäische Schnellbahnnetz angeschlossen werden:

- ICE-Terminal Köln-Messe
- Hauptbahnhof
- Flughafenbahnhof Köln/Bonn (Konrad-Adenauer-Flughafen).

Der Hauptbahnhof wurde bereits zu einem modernen Service- und Dienstleistungszentrum mit ca. 11 000 m² BGF ausgebaut. Für die Nordseite des Hauptbahnhofs wurde ein städtebaulicher Wettbewerb durchgeführt.

Hier sollen ca. 50 000 m² Bruttogeschossfläche (Dienstleistungen, Büronutzungen, Kultur) realisiert werden. Im Zusammenhang mit dem Neubau der Nord-Süd-Stadtbahn soll auf dem Breslauer Platz eine neue U-Bahn-Station entstehen.

Alle Rechte beim Stadtplanungsamt Köln.